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Alexander Blockx stürmt ins Halbfinale von Madrid – nächster Gegner könnte Zverev heißen

Der 21-jährige Belgier besiegte Titelverteidiger Casper Ruud und steht erstmals in einem Masters-1000-Halbfinale, wo ihn ein Duell mit der Nummer drei der Welt erwartet.

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Alexander Blockx stürmt ins Halbfinale von Madrid – nächster Gegner könnte Zverev heißen
Der 21-jährige Belgier besiegte Titelverteidiger Casper Ruud und steht erstmals in einem Masters-1000-Halbfinale, wo ihnCredit · Punto de Break

Die Fakten

  • Alexander Blockx (21) erreichte als Nummer 69 der Welt das Halbfinale der Madrid Open 2026.
  • Im Viertelfinale besiegte er Titelverteidiger Casper Ruud mit 6:4, 6:4.
  • Blockx gewann zuvor gegen Cristian Garin, Brandon Nakashima, Felix Auger-Aliassime (Nr. 5) und Francisco Cerundolo.
  • Durch den Lauf verbesserte er sich in der Live-Weltrangliste auf Platz 35 – seine neue Bestmarke.
  • Im Halbfinale am Freitagabend trifft er auf Alexander Zverev (Nr. 3), sofern dieser sein Viertelfinale gegen Flavio Cobolli gewinnt.
  • Blockx wurde am 8. April 2005 in Antwerpen geboren, seine Eltern stammen aus der Ukraine.
  • 2023 gewann er als Junioren-Weltranglistenerster den Juniorentitel bei den Australian Open.

Ein Sieg, der die Tenniswelt überrascht

Alexander Blockx hat bei den Madrid Open 2026 für eine Sensation gesorgt. Der 21-jährige Belgier, der erst kurz vor Ablauf der Meldefrist ins Hauptfeld gerückt war, besiegte im Viertelfinale den Titelverteidiger Casper Ruud mit 6:4, 6:4. Damit steht er erstmals in einem Halbfinale eines ATP-Masters-1000-Turniers. Der Lauf des Außenseiters gipfelt nun in einer möglichen Begegnung mit Alexander Zverev, der Nummer drei der Welt. Blockx zeigte nach dem Match seine Faust und ließ sich am Netz von Ruud gratulieren. „Ich war schon froh, hier überhaupt ein Match zu gewinnen, aber das Halbfinale ist etwas, von dem ich nicht mal zu träumen gewagt hatte“, sagte er. Der Sieg gegen den dreimaligen Grand-Slam-Finalisten war der bisher größte Erfolg seiner Karriere.

Der Weg durch das Turnier: Fünf Siege in Serie

Blockx startete mit Dreisatzsiegen gegen Cristian Garin und Brandon Nakashima. In der dritten Runde gelang ihm ein 7:6(3), 6:3 gegen Felix Auger-Aliassime, die Nummer fünf der Welt. Im Achtelfinale schlug er Francisco Cerundolo mit 7:6(8), 6:2. Den Höhepunkt setzte er im Viertelfinale, als er Casper Ruud in zwei Sätzen bezwang. Durch diese Siege sammelte Blockx 386 Punkte und kletterte in der Live-Weltrangliste auf Platz 35 – seine neue persönliche Bestmarke. Erst im vergangenen Monat war er in die Top 100 eingestiegen.

Vom Juniorenstar zum Halbfinalisten

Blockx wurde am 8. April 2005 in Antwerpen geboren. Seine Eltern stammen aus der Ukraine; sein Vater Oleg war Leichtathlet, seine Mutter Natalia professionelle Schwimmerin. Mit vier Jahren begann er Tennis zu spielen, nachdem er seinem älteren Bruder Maxime zugesehen hatte. 2023 wurde er die Nummer eins der Juniorenwelt und gewann bei den Australian Open den Juniorentitel gegen Learner Tien. Sein erstes Profimatch bestritt er 2022 in der Qualifikation des ATP-Turniers in Antwerpen. Auf der ATP Tour steht er nach Madrid bei einer Bilanz von 15:13. Auf der Challenger Tour erreichte er sechs Endspiele und gewann vier Titel.

Blockx über seinen Lauf: „Diese Woche zahlt es sich aus“

Nach dem Sieg gegen Ruud sagte Blockx: „Nein, definitiv nicht. Ich war schon glücklich, hier ins Hauptfeld zu kommen.“ Er erklärte: „Ich kam am Freitag in letzter Minute ins Hauptfeld, kurz vor der Frist. Mein erster Sieg hier war also schon ein Bonus für mich.“ Über seine Entwicklung sagte er: „Ich habe einfach trainiert und mein Ding gemacht, wie immer. Manchmal zahlt es sich aus, manchmal nicht. Diese Woche zahlt es sich aus.“ Auch seine Einstellung zum Sandplatz habe sich geändert: „Ich hatte in den letzten Jahren nie zu viel Selbstvertrauen auf Sand, jedoch kann ich das mit meinen Ergebnissen wohl nicht mehr sagen.“

Ruud zeigt sich beeindruckt – Zverev wartet

Casper Ruud zeigte sich nach der Niederlage anerkennend: „Ich fand dieses Match deprimierend, weil er eigentlich keine Schwächen hatte.“ Der Norweger, der in Madrid seinen Titel verteidigen wollte, musste sich dem aufstrebenden Belgier geschlagen geben. Im Halbfinale am Freitagabend trifft Blockx nun auf Alexander Zverev, sofern der Deutsche sein Viertelfinale gegen Flavio Cobolli gewinnt. Zverev, die Nummer drei der Welt, hatte zuletzt im Finale von München gegen Cobolli verloren und steht nun vor einer schwierigen Aufgabe. Blockx und Zverev sind noch nie aufeinander getroffen.

Was der Lauf für Blockx bedeutet

Mit dem Einzug ins Halbfinale hat Blockx nicht nur seine Karrierebestmarke in der Weltrangliste aufgestellt, sondern auch bewiesen, dass er auf höchstem Niveau mithalten kann. Sein Weg durch das Turnier – Siege gegen zwei Top-10-Spieler und den Titelverteidiger – unterstreicht sein Potenzial. Unabhängig vom Ausgang des Halbfinals wird Blockx in Madrid um 386 Punkte reicher sein und sich dauerhaft in den Top 50 etablieren. Für den 21-Jährigen, der noch vor wenigen Tagen froh war, überhaupt im Hauptfeld zu stehen, hat sich die Teilnahme bereits als voller Erfolg erwiesen.

Das Wichtigste

  • Alexander Blockx (21) erreichte als Lucky Loser das Halbfinale der Madrid Open und besiegte dabei drei Top-10-Spieler.
  • Durch den Lauf verbesserte er sich von Platz 69 auf Platz 35 der Weltrangliste – seine neue Bestmarke.
  • Im Halbfinale trifft er auf Alexander Zverev, sofern dieser sein Viertelfinale gewinnt.
  • Blockx stammt aus Antwerpen, seine Eltern sind ukrainische Sportler; 2023 war er Junioren-Weltranglistenerster.
  • Er selbst zeigte sich überrascht von seinem Erfolg und betonte, dass er auf Sand nie viel Selbstvertrauen hatte.
  • Casper Ruud lobte Blockx nach der Niederlage und sagte, er habe keine Schwächen gezeigt.
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