DAT und Lufthansa Group besiegeln Codeshare für Linz–Frankfurt – Durchgehende Tickets ab sofort buchbar
Mit dem Abkommen ist ein zentraler Vertragspunkt mit dem Land Oberösterreich erfüllt; Passagiere profitieren von einer Bordkarte und automatischem Gepäcktransfer bis zum internationalen Ziel.

AUSTRIA —
Die Fakten
- DAT und Lufthansa Group haben ein Codeshare-Agreement für die Strecke Linz–Frankfurt vereinbart.
- Ab sofort können Flüge von Linz über Frankfurt zu internationalen Zielen mit einer Bordkarte und durchgechecktem Gepäck gebucht werden.
- DAT hat den Flugbetrieb zwischen Linz und Frankfurt Ende März 2025 aufgenommen.
- Die Strecke wird bis zu drei Mal täglich bedient.
- Markus Achleitner, Wirtschaftslandesrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Linz GmbH, betonte die rasche Umsetzung der Vereinbarung.
- Norbert Draskovits, Geschäftsführer des Linz Airport, hob die Bedeutung einer pünktlichen und zuverlässigen Zubringerverbindung hervor.
- Die Grünen äußerten Kritik und bezweifeln den wirtschaftlichen Nutzen der Verbindung für den Flughafen.
Neue Ära für Linz Airport: Codeshare mit Lufthansa ermöglicht nahtloses Reisen
Die dänische Fluggesellschaft DAT und die Lufthansa Group haben ein Codeshare-Abkommen für die Strecke Linz–Frankfurt unterzeichnet. Ab sofort können Passagiere, die von Linz über Frankfurt zu internationalen Zielen reisen, mit nur einer Bordkarte fliegen und ihr Gepäck wird automatisch bis zum Endziel durchgecheckt. Das Abkommen ist ein zentraler Bestandteil des Vertrags zwischen DAT und dem Land Oberösterreich, das den Flughafen Linz betreibt. Es soll die Anbindung Oberösterreichs an das globale Flugnetz verbessern und die Auslastung der Strecke steigern.
Rasche Verhandlungen und strategische Priorität
Üblicherweise dauern Verhandlungen über Codeshare-Vereinbarungen mehrere Monate. Markus Achleitner, Wirtschaftslandesrat und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Flughafen Linz GmbH, betonte, dass die Lufthansa Group dem Projekt hohe Priorität eingeräumt und die Vereinbarung zügig umgesetzt habe. „Uns war bewusst, dass der Start der Flugverbindung zum Beginn des Sommerflugplans 2025 für alle Beteiligten herausfordernd war. Allerdings war es von entscheidender Bedeutung, Frankfurt möglichst rasch wieder anzubinden“, sagte Achleitner. Der Codeshare-Deal wurde parallel zum Betriebsstart Ende März 2025 geschlossen.
DAT sieht Meilenstein, Flughafen setzt auf Zuverlässigkeit
Robert Rungholm, Chief Commercial Officer der DAT, bezeichnete die Partnerschaft als „wichtigen Meilenstein“ für die Fluggesellschaft. „Es freut uns sehr, dass es uns gelungen ist, Codeshare-Partner der Lufthansa Group zu werden. Dies ist nicht nur für die Vermarktung der Frankfurt-Verbindung, sondern auch für uns als Fluggesellschaft ein wichtiger Meilenstein“, erklärte er. Norbert Draskovits, Geschäftsführer des Linz Airport, unterstrich die Bedeutung einer pünktlichen und zuverlässigen Zubringerverbindung für international reisende Passagiere. Die ersten Betriebswochen hätten gezeigt, dass die DAT einen stabilen und reibungslosen Flugbetrieb gewährleiste.
Buchungsdetails und operative Vorteile
Bei Umsteigeflügen – etwa von Linz über Frankfurt nach New York – sind sowohl die Strecke Linz–Frankfurt als auch der Anschlussflug unter Flugnummern der Lufthansa Group buchbar. Zusätzlich sind Durchgangstarife verfügbar. Passagiere erhalten Bordkarten für Anschlussflüge und ihr Gepäck wird bis zum Zielort durchgecheckt. Reine Punkt-zu-Punkt-Flüge zwischen Linz und Frankfurt bleiben weiterhin ausschließlich unter der Flugnummer von DAT buchbar. Die weltweiten Anschlussflüge und Tarife sind ab sofort verfügbar.
Kritik der Grünen an Wirtschaftlichkeit und öffentlichen Mitteln
Die Grünen in Oberösterreich sehen die Neuerung weiterhin kritisch. Sie verweisen auf die grundsätzliche Frage nach Nutzen und Wirtschaftlichkeit der Verbindung. Zwar werde die nun umgesetzte Durchbindung formal als Vertragserfüllung dargestellt, inhaltlich bleibe jedoch fraglich, ob damit tatsächlich ein relevanter Beitrag zur besseren Auslastung des Flughafens geleistet werde. Aus Sicht der Grünen werde sich erst in einer späteren Bilanz zeigen, ob die eingesetzten öffentlichen Mittel in einem angemessenen Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen stehen oder ob es sich vor allem um ein politisch inszeniertes Projekt handle.
Ausblick: Nachfrage und Wettbewerb entscheiden über langfristigen Erfolg
Die Frankfurt-Strecke gilt als Schlüsselroute für den Linzer Flughafen und entscheidet maßgeblich darüber, wie gut Oberösterreich an das globale Flugnetz angebunden ist. Der nun umgesetzte Codeshare soll helfen, die Auslastung zu steigern und die Verbindung langfristig abzusichern. Offen bleibt, wie stark die Nachfrage in den kommenden Monaten tatsächlich anzieht – gerade vor dem Hintergrund eines angespannten europäischen Luftfahrtmarkts. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die erhofften Passagierzahlen erreicht werden und ob das Abkommen den Erwartungen gerecht wird.
Das Wichtigste
- DAT und Lufthansa Group haben einen Codeshare-Vertrag für die Strecke Linz–Frankfurt geschlossen, der ab sofort durchgehende Tickets und Gepäckabfertigung ermöglicht.
- Das Abkommen erfüllt einen zentralen Punkt im Vertrag mit dem Land Oberösterreich und wurde innerhalb weniger Wochen nach Betriebsstart umgesetzt.
- Die Strecke wird bis zu drei Mal täglich von DAT bedient; die Lufthansa Group hat dem Projekt hohe Priorität eingeräumt.
- Die Grünen kritisieren die Wirtschaftlichkeit der Verbindung und stellen den Nutzen der eingesetzten öffentlichen Mittel infrage.
- Der langfristige Erfolg hängt von der tatsächlichen Nachfrage in einem angespannten europäischen Luftfahrtmarkt ab.






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