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Ermin Mahmic verlässt den ÖFB und läuft künftig für Bosnien-Herzegowina auf

Der 21-jährige Offensivspieler von Slovan Liberec, mit einem Marktwert von 2,5 Millionen Euro einer der wertvollsten Talente des österreichischen Nachwuchses, wechselt den Verband.

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Ermin Mahmic verlässt den ÖFB und läuft künftig für Bosnien-Herzegowina auf
Der 21-jährige Offensivspieler von Slovan Liberec, mit einem Marktwert von 2,5 Millionen Euro einer der wertvollsten TalCredit · LAOLA1

Die Fakten

  • Ermin Mahmic, 21, wechselt mit sofortiger Wirkung vom Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) zum bosnischen Verband.
  • Mahmic spielt für den tschechischen Erstligisten Slovan Liberec und erzielte in 28 Spielen zwölf Scorerpunkte.
  • Sein Marktwert beträgt 2,5 Millionen Euro.
  • Er war noch im März 2024 für die österreichische U21-Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation im Einsatz.
  • Bereits in der U19 hatte Mahmic zweimal für Bosnien gespielt.
  • Es ist der zweite schmerzhafte Abgang eines Offensivtalents für den ÖFB innerhalb weniger Monate; im August 2023 wechselte Leon Grgic zu Kroatien.
  • Bosnien-Coach Sergej Barbarez könnte Mahmic für die kommende WM in den Kader berufen.

Ein vielversprechender Offensivspieler verlässt den ÖFB

Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) muss den nächsten herben Verlust hinnehmen: Ermin Mahmic, einer der wertvollsten Spieler im U21-Team, hat sich entschieden, künftig für Bosnien-Herzegowina aufzulaufen. Der 21-jährige Offensivspieler von Slovan Liberec stellte den Verbandswechsel mit sofortiger Wirkung vollzogen. Mahmic galt als feste Größe im Team von U21-Nationaltrainer Peter Perchtold und war zuletzt einer der spannendsten Perspektivspieler im österreichischen Nachwuchs. Sein Abgang wiegt aus österreichischer Sicht schwer, da er mit einem Marktwert von 2,5 Millionen Euro zu den wertvollsten Akteuren der U21 zählte.

Der Wechsel zu Bosnien: Hintergründe und Entscheidung

Mahmic war noch im März-Lehrgang für die österreichische U21 in der EM-Qualifikation aufgelaufen. Bereits in der U19 hatte der gebürtige Oberösterreicher zweimal für Bosnien gespielt, für das er sich nun endgültig entschied. Der Schritt kommt nicht überraschend: Während die Chancen auf Einsätze im A-Team unter ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick aktuell gering gewesen wären, könnte Mahmic bei Bosnien deutlich schneller zum Zug kommen. Bosnien-Coach Sergej Barbarez hat die Möglichkeit, den gebürtigen Welser für die kommende WM in den bosnischen Kader zu berufen. Damit eröffnet sich für Mahmic eine neue Perspektive auf internationaler Ebene.

Sportlicher Aufwind bei Slovan Liberec

Mahmic wechselte im vergangenen Sommer vom SV Lafnitz zum tschechischen Erstligisten Slovan Liberec. Dort legte der offensive Mittelfeldspieler eine starke Debütsaison hin und kommt bislang auf zwölf Scorerpunkte in 28 Spielen. Diese Leistung unterstreicht sein Potenzial und macht ihn für den bosnischen Verband attraktiv. Der 21-Jährige befindet sich sportlich im Aufwind, was seinen Entschluss, die internationale Zukunft in Bosnien zu sehen, zusätzlich untermauert.

Ein wiederkehrendes Problem für den ÖFB

Für den ÖFB ist Mahmic nicht der erste schmerzhafte Verlust in dieser Saison. Bereits im August 2023 hatte sich mit Leon Grgic ein weiterer vielversprechender Offensivspieler gegen Österreich und für Kroatien entschieden. Damit verliert der Verband innerhalb kurzer Zeit gleich zwei Talente, die perspektivisch eine Rolle im Nationalteam hätten spielen können. Diese Abgänge werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen des ÖFB, vielversprechende Nachwuchsspieler an den Verband zu binden, insbesondere wenn diese über familiäre Wurzeln in anderen Ländern verfügen.

Ausblick: Mögliche WM-Teilnahme und Perspektive

Mit Blick auf die kommende WM ist ein rascher Einsatz Mahmic im bosnischen Nationalteam nicht ausgeschlossen. Bosnien-Coach Sergej Barbarez könnte den gebürtigen Welser für die WM in den bosnischen Kader einberufen. Dies würde Mahmic eine Bühne bieten, die ihm unter Rangnick vorerst verwehrt geblieben wäre. Der Wechsel eröffnet dem 21-Jährigen somit nicht nur eine neue sportliche Heimat, sondern auch die Chance auf eine Teilnahme an einem großen Turnier – eine Perspektive, die für seine weitere Entwicklung entscheidend sein könnte.

Bedeutung für die österreichische Nachwuchsarbeit

Der Verlust von Mahmic und Grgic innerhalb weniger Monate wirft grundsätzliche Fragen zur Nachwuchsarbeit des ÖFB auf. Beide Spieler galten als hoffnungsvolle Talente, die den Sprung in die A-Nationalmannschaft schaffen könnten. Dass sie sich nun für andere Verbände entschieden haben, zeigt die Konkurrenzsituation, in der der ÖFB um seine besten Talente kämpfen muss. Es bleibt abzuwarten, ob der ÖFB Strategien entwickelt, um solche Abgänge in Zukunft zu verhindern. Für Mahmic hingegen beginnt ein neues Kapitel, das ihn möglicherweise schon bald auf die große Fußballbühne führen wird.

Das Wichtigste

  • Ermin Mahmic wechselt mit sofortiger Wirkung vom ÖFB zum bosnischen Verband.
  • Der 21-Jährige spielt bei Slovan Liberec und erzielte in 28 Spielen zwölf Scorerpunkte.
  • Sein Marktwert beträgt 2,5 Millionen Euro.
  • Mahmic war noch im März für die österreichische U21 aktiv, entschied sich aber für Bosnien.
  • Es ist der zweite Abgang eines Offensivtalents innerhalb weniger Monate; Leon Grgic wechselte zuvor zu Kroatien.
  • Bosnien-Coach Sergej Barbarez könnte Mahmic für die WM nominieren.
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