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Ilzer vor Duell um Champions League: „Wir sitzen im Cockpit eines Cadillac“

Hoffenheim und Stuttgart trennen drei Spieltage vor Saisonende punktgleich die Plätze vier und fünf, der direkte Vergleich am Samstag entscheidet über die Königsklasse.

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Ilzer vor Duell um Champions League: „Wir sitzen im Cockpit eines Cadillac“
Hoffenheim und Stuttgart trennen drei Spieltage vor Saisonende punktgleich die Plätze vier und fünf, der direkte VergleiCredit · Der Standard

Die Fakten

  • Hoffenheim und Stuttgart liegen punktgleich auf den Rängen vier und fünf.
  • Stuttgart hat eine um vier Tore bessere Tordifferenz.
  • Der fünfte Platz könnte für die Champions League reichen, abhängig von den deutschen Teams in den Europapokal-Wettbewerben.
  • Beide Klubs haben die Europa League bereits sicher.
  • Hoffenheim muss auf die gesperrten Grischa Prömel und Robin Hranac verzichten.
  • Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß ist ein ehemaliger Hoffenheim-Coach.
  • Das Spiel findet am Samstag in Sinsheim statt.

Showdown um die Königsklasse

Drei Spieltage vor Saisonende steigt in der Bundesliga der entscheidende Showdown um den vierten Platz, der zur Champions League berechtigt. Die TSG Hoffenheim empfängt am Samstag den VfB Stuttgart – beide Teams liegen punktgleich auf den Rängen vier und fünf. Der VfB hat die Nase mit einer um vier Tore besseren Tordifferenz vorn. Doch der Kampf um die Königsklasse ist noch offen: Sollte der fünfte Platz reichen, hängt dies vom Abschneiden der verbliebenen deutschen Europapokal-Starter Bayern München und SC Freiburg gegen die spanischen Teams Atletico Madrid und Rayo Vallecano ab. Beide Klubs haben die Europa League bereits sicher.

Ilzers Cadillac-Metapher

Hoffenheims Trainer Christian Ilzer zeigte sich vor dem Duell zuversichtlich, aber auch fokussiert. „Wir wissen, dass wir Gewinner sind. Wir haben den von vielen prognostizierten Abstiegskampf vermieden. Wir haben den Einstieg ins internationale Geschäft gewonnen“, sagte Ilzer. Dann griff er zu einer ungewöhnlichen Metapher: „Wir sitzen im Cockpit eines Cadillac. Vor uns liegt eine kurvenreiche Straße. Am Horizont ist ein schöner Berg mit Champions-League-Aura zu erkennen. Auf dem Handy kommen Nachrichten von Haaland und Mbappe rein. Aber wenn wir auf das Handy schauen, besteht die Gefahr, einen Unfall zu bauen. Deshalb schauen wir auf die Straße.“

Personelle Zwänge auf beiden Seiten

Ilzer muss im entscheidenden Spiel auf zwei gesperrte Stammkräfte verzichten: Grischa Prömel und Robin Hranac fallen aus. Das stellt die Aufstellung der Kraichgauer vor Herausforderungen. Auf der Gegenseite steht mit Sebastian Hoeneß ein Trainer an der Seitenlinie, der Hoffenheim bestens kennt – er coachte die TSG in der Vergangenheit. Hoeneß hat mit Stuttgart bereits den DFB-Pokal gewonnen und steht erneut im Pokalfinale. Seine Marschroute ist klar: „Wir wollen die Champions League erreichen.“

Die Ausgangslage im Tabellenkeller

Während oben der Kampf um die Königsklasse tobt, geht es im Tabellenkeller nicht minder spannend zu. Der VfL Wolfsburg steht am Sonntag bei Freiburg massiv unter Druck und ist im Abstiegskampf zum Siegen verdammt. Auch Bayer Leverkusen macht sich vor dem Heimspiel gegen RB Leipzig noch Hoffnungen auf den vierten Platz. Die 32. Runde ist die drittletzte der Saison – jede Entscheidung rückt näher.

Historische Chance für Hoffenheim

Für die TSG Hoffenheim wäre die erstmalige Qualifikation für die Champions League ein historischer Erfolg. Der Klub aus Sinsheim hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und steht nun kurz vor dem größten Triumph der Vereinsgeschichte. Ilzer betonte, dass der Fokus allein auf dem Spiel liege: „Wir schauen auf die Straße.“ Die Mannschaft sei bereit, die kurvenreiche Strecke zu meistern.

Was das Spiel für Stuttgart bedeutet

Für den VfB Stuttgart geht es ebenfalls um viel: Nach dem Pokalsieg und der erneuten Finalteilnahme wäre die Champions League die Krönung einer herausragenden Saison. Trainer Hoeneß hat aus dem Team eine Einheit geformt, die auch in Drucksituationen bestehen kann. Die bessere Tordifferenz gibt Stuttgart ein kleines Polster – doch ein Sieg in Sinsheim würde die Ausgangslage deutlich vereinfachen. Ein Unentschieden würde den VfB vor dem letzten Spieltag in der Pole Position lassen.

Prognose und Ausblick

Das Duell zwischen Hoffenheim und Stuttgart verspricht Hochspannung pur. Beide Teams wissen um die Bedeutung der Partie und werden alles in die Waagschale werfen. Die personellen Ausfälle bei Hoffenheim könnten den Ausschlag geben. Am Ende wird es auf die Tagesform und die Nervenstärke ankommen. Der Sieger hat beste Karten im Rennen um die Champions League – der Verlierer muss auf Schützenhilfe hoffen.

Das Wichtigste

  • Hoffenheim und Stuttgart spielen am Samstag direkt um Platz vier, der zur Champions League berechtigt.
  • Beide Teams sind punktgleich, Stuttgart hat die bessere Tordifferenz.
  • Der fünfte Platz könnte ebenfalls für die Königsklasse reichen, abhängig von den deutschen Europapokal-Ergebnissen.
  • Hoffenheim muss auf zwei gesperrte Spieler verzichten, Stuttgart hat mit Hoeneß einen Ex-Hoffenheim-Trainer.
  • Ilzer nutzte eine Cadillac-Metapher, um die Konzentration auf das Wesentliche zu betonen.
  • Der Abstiegskampf spitzt sich ebenfalls zu, Wolfsburg steht unter Druck.
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