Sport

Jannik Sinner bricht Djokovic-Rekord in Rom

Der italienische Tennisstar feiert eine historische Siegesserie bei Masters-Turnieren und festigt seine Weltspitze.

4 min
Jannik Sinner bricht Djokovic-Rekord in Rom
Der italienische Tennisstar feiert eine historische Siegesserie bei Masters-Turnieren und festigt seine Weltspitze.Credit · La Gazzetta dello Sport

Die Fakten

  • Jannik Sinner hat in Rom mit 32 aufeinanderfolgenden Siegen bei Masters-Turnieren einen neuen Rekord aufgestellt.
  • Damit übertraf Sinner die bisherige Bestmarke von Novak Djokovic, der 2011 31 Masters-Spiele in Folge gewann.
  • Sinner feierte Siege in Paris, Indian Wells, Miami, Monte-Carlo und Madrid, bevor er in Rom das Viertelfinale erreichte.
  • Der Italiener ist der erste Spieler, der bei fünf aufeinanderfolgenden 1000er-Events triumphiert hat.
  • Sinner gewann das Viertelfinale in Rom gegen den Russen Andrey Rublev mit 6:2, 6:4.
  • Ein Turniersieg in Rom wäre für Sinner der erste italienische Erfolg bei den Italian Open seit 1976.
  • Sinner gab im Finale des ATP-Masters in Cincinnati gegen Carlos Alcaraz beim Stand von 0:5 im ersten Satz auf.

Sinner schreibt Tennisgeschichte in Rom

Jannik Sinner hat beim ATP-Masters in Rom eine bemerkenswerte Serie fortgesetzt und dabei eine Bestmarke von Novak Djokovic gebrochen. Mit seinem Sieg im Viertelfinale gegen den Russen Andrey Rublev sicherte sich der Italiener seinen 32. aufeinanderfolgenden Sieg bei einem 1000er-Turnier. Diese Leistung unterstreicht seine Dominanz auf der ATP-Tour und festigt seine Position als Weltranglistenerster. Der Erfolg in der italienischen Hauptstadt ist ein weiterer Meilenstein in der jungen Karriere des 24-Jährigen. Sinner zeigte gegen Rublev eine souveräne Leistung und gewann die Partie glatt mit 6:2, 6:4. Besonders im ersten Satz ließ der Italiener seinem Gegner kaum eine Chance und diktierte das Spielgeschehen nach Belieben. Sinner selbst betonte nach der Partie, dass Rekorde nicht sein primäres Ziel seien. "Ich spiele nicht wegen der Rekorde, ich spiele nur für meine eigene Geschichte", erklärte er. "Gleichzeitig bedeutet mir das sehr viel, aber morgen ist ein neuer Tag, ein neuer Gegner."

Die Rekordserie im Detail

Die aktuelle Siegesserie von Jannik Sinner umfasst nun seine Erfolge seit Ende 2025 in Paris sowie die Turniersiege in Indian Wells, Miami, Monte-Carlo und Madrid. Dies bedeutet, dass er seit Jahresbeginn jedes ATP-Masters-Turnier gewonnen hat, an dem er teilgenommen hat. Mit dem Erfolg in Spaniens Hauptstadt wurde er zudem zum ersten Spieler überhaupt, der bei fünf aufeinanderfolgenden 1000er-Events triumphieren konnte. Novak Djokovic hatte im Jahr 2011 eine Serie von 31 ununterbrochenen Siegen bei Masters-Turnieren aufgestellt, die nun von Sinner übertroffen wurde. Diese Leistung hebt Sinner in eine exklusive Riege von Spielern, die die Geschichte des Sports prägen. Die Dominanz des Italieners ist umso bemerkenswerter, da sie kurz vor den French Open stattfindet, dem zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Sinner präsentierte sich im Foro Italico in bestechender Form und stürmte mühelos ins Halbfinale.

Blick auf die French Open und weitere Ambitionen

Mit dem Erreichen des Halbfinales in Rom hat Sinner seine Ambitionen auf den Titel bei den Italian Open unterstrichen. Ein Sieg in Rom wäre nicht nur sein erster Triumph bei diesem prestigeträchtigen Heimturnier, sondern würde ihn auch zum jüngsten Spieler der Geschichte machen, der alle Masters-Turniere gewonnen hat. Aktuell hält Djokovic mit 40 Titeln in dieser Wertung noch die Führung. Im Halbfinale von Rom trifft Sinner auf den Sieger der Partie zwischen Daniil Medwedew und Martin Landaluce. Die Konkurrenz ist stark, doch Sinner scheint in der Form seines Lebens zu sein. Ein möglicher Turniersieg in Rom hätte historische Bedeutung: Es wäre der erste Triumph eines Italieners bei den Italian Open seit 1976. Die Erwartungen der heimischen Fans sind entsprechend hoch.

Rückschläge und Erholung vor den US Open

Trotz seiner aktuellen Erfolge gab es auch Rückschläge in Sinners jüngerer Vergangenheit. Kurz vor den US Open musste er im Finale des ATP-Masters in Cincinnati gegen seinen Rivalen Carlos Alcaraz beim Stand von 0:5 im ersten Satz aufgeben. "Körperlich fühle ich mich gut", äußerte Sinner am Freitag vor Beginn des Turniers in New York, fügte jedoch hinzu: "Ich habe mich größtenteils erholt, bin aber noch nicht zu einhundert Prozent fit." Auch auf dem Weg zu den French Open gab es Herausforderungen. Alexander Zverev, ein wiederkehrender Gegner Sinners in Finalspielen, musste sich in der Vorbereitung auf das Grand-Slam-Turnier in Paris gegen Luciano Darderi geschlagen geben, nachdem er zunächst dominiert hatte. Kommentatoren wie Mats Wilander haben unterdessen die Leistungen von Carlos Alcaraz gewürdigt und ihn bereits jetzt als einen der Größten der Tennisgeschichte bezeichnet. Die Rivalität zwischen Sinner und Alcaraz verspricht weiterhin packende Duelle.

Sinner kritisiert Turnierpläne

Neben seinen sportlichen Erfolgen hat sich Jannik Sinner auch zu den Turnierplänen geäußert. Er zeigte sich unzufrieden mit der Ansetzung von Spielen in Rom. "Ich bin kein großer Fan davon", sagte der Italiener, ohne jedoch auf spezifische Details einzugehen. Diese Anmerkungen deuten auf die anspruchsvolle Natur des Tenniszirkus hin, wo die Spieler nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits davon mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert sind. Die Debatte um Turnierpläne und die Belastung der Spieler ist ein wiederkehrendes Thema im Profisport und wirft Fragen nach der optimalen Gestaltung des Kalenders auf.

Das Wichtigste

  • Jannik Sinner hat mit 32 aufeinanderfolgenden Siegen bei Masters-Turnieren in Rom einen neuen Rekord aufgestellt und Novak Djokovic übertroffen.
  • Der Italiener ist der erste Spieler, der bei fünf aufeinanderfolgenden 1000er-Events triumphiert hat, was seine aktuelle Dominanz unterstreicht.
  • Ein möglicher Sieg in Rom wäre für Sinner nicht nur der erste Titel bei den Italian Open seit 1976, sondern würde ihn auch zum jüngsten Spieler machen, der alle Masters-Turniere gewonnen hat.
  • Trotz seiner Erfolge gab es auch Rückschläge, wie die Aufgabe im Finale von Cincinnati gegen Carlos Alcaraz.
  • Sinner äußerte sich kritisch zu den Turnieransetzungen, was die Belastungen des Profisports verdeutlicht.
  • Die Rivalität mit Carlos Alcaraz prägt die aktuelle Tennislandschaft und verspricht weitere spannende Duelle.
Galerie
Jannik Sinner bricht Djokovic-Rekord in Rom — image 1Jannik Sinner bricht Djokovic-Rekord in Rom — image 2Jannik Sinner bricht Djokovic-Rekord in Rom — image 3Jannik Sinner bricht Djokovic-Rekord in Rom — image 4Jannik Sinner bricht Djokovic-Rekord in Rom — image 5Jannik Sinner bricht Djokovic-Rekord in Rom — image 6
Mehr dazu