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Jürgen Klopp vor Wechsel zu Real Madrid? Toni Kroos als treibende Kraft hinter den Kulissen

Einem spanischen Medienbericht zufolge soll der ehemalige BVB- und Liverpool-Coach im Sommer die Nachfolge von Álvaro Arbeloa antreten – und dabei auf Fürsprache von Toni Kroos setzen können.

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Jürgen Klopp vor Wechsel zu Real Madrid? Toni Kroos als treibende Kraft hinter den Kulissen
Einem spanischen Medienbericht zufolge soll der ehemalige BVB- und Liverpool-Coach im Sommer die Nachfolge von Álvaro ArCredit · SPOX.com

Die Fakten

  • Johan Bakayoko wechselte im Sommer 2024 zu RB Leipzig, nachdem ein Gespräch mit Jürgen Klopp ihn überzeugt hatte.
  • Bakayoko erzielte in seinen ersten fünf Bundesligaspielen zwei wichtige Tore zum 1:0-Sieg in Mainz und Wolfsburg.
  • Laut spanischem Portal Fiachjes.net wird Jürgen Klopp im Sommer neuer Trainer von Real Madrid.
  • Álvaro Arbeloa hat demnach keine Chance auf eine Weiterbeschäftigung als Trainer der Königlichen.
  • Toni Kroos soll ab Sommer eine Position bei Real Madrid übernehmen und Klopp als idealen Trainer empfehlen.
  • Klopp ist derzeit Head of Global Sports bei Red Bull und wird die WM 2026 als Experte für Magenta begleiten.
  • Klopp schloss ein Engagement als Nationaltrainer in der Zukunft nicht aus, betonte aber seine aktuelle Rolle bei Red Bull und der WM.

Ein Anruf, der alles veränderte: Bakayokos Wechsel zu RB Leipzig

Es war ein Gespräch mit Jürgen Klopp, das Johan Bakayoko endgültig von einem Wechsel zu RB Leipzig überzeugte. Der belgische Offensivspieler, der im Sommer 2024 von PSV Eindhoven kam, startete furios: In seinen ersten fünf Bundesligaspielen stand er stets in der Startelf und erzielte zwei entscheidende Tore – einen 1:0-Sieg in Mainz und einen weiteren in Wolfsburg. „Ich möchte mir keine Zahl und kein Limit setzen. Denn ich denke, dass ich große Dinge erreichen kann. Ich möchte so viele wie möglich machen“, sagte Bakayoko Anfang Oktober im Interview mit Sky. Doch nach diesem vielversprechenden Beginn ist es um den 21-Jährigen in den letzten Monaten still geworden. Während RB Leipzig nach der 0:6-Auftaktniederlage beim FC Bayern vier Siege in Folge feierte, geriet Bakayoko zunehmend in Vergessenheit. Die anfängliche Euphorie wich der Ernüchterung – ein Schicksal, das viele junge Talente bei Topklubs ereilt.

Spekulationen um Klopps Rückkehr auf die Trainerbank

Während Bakayoko um Spielzeit kämpft, brodelt die Gerüchteküche um seinen einstigen Überzeugungstäter Jürgen Klopp. Das spanische Portal Fiachjes.net zitiert den Sportjournalisten Josep Pedrerol mit der Behauptung, Klopp werde im Sommer neuer Trainer von Real Madrid. Nach einer mutmaßlich titellosen Saison stehe bei den Königlichen ein erneuter Wechsel an der Seitenlinie bevor. Álvaro Arbeloa, derzeitiger Trainer, habe demnach keine Chance auf eine Weiterbeschäftigung. Klopp, der nach seinem Abschied vom FC Liverpool im Sommer 2024 als Head of Global Sports bei Red Bull arbeitet, soll laut dem Bericht bereit sein, den Posten im Santiago Bernabéu zu übernehmen. Offizielle Gespräche hätten jedoch noch nicht stattgefunden. Sollten diese zustande kommen, stehe einem Engagement nichts mehr im Wege.

Toni Kroos als Schlüsselfigur im Poker um Klopp

Besonders ein Name wird in dem Bericht als treibende Kraft hinter den Kulissen genannt: Toni Kroos. Der Weltmeister von 2014, der seine Karriere im Sommer 2024 beendete, soll ab Sommer eine neue Position bei Real Madrid übernehmen – als Bindeglied zwischen Mannschaft und Vereinsführung. Sein Wort habe Gewicht, und er nutze es: Kroos sei der Ansicht, dass Jürgen Klopp der perfekte Trainer für Real Madrid wäre. Diese Personalie könnte entscheidend sein. Denn Klopp wurde zuvor immer wieder mit dem Posten des Bundestrainers in Verbindung gebracht. Doch nun scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Der Deutsche wäre bereit, in Madrid zu unterschreiben – vorausgesetzt, Red Bull lässt ihn ziehen. Die Entscheidung darüber werde sich in den kommenden Wochen zeigen.

Klopps aktuelle Rolle: Red Bull und WM-Expertise

Derzeit ist Klopp noch fest bei Red Bull eingebunden. Im Sommer wird er zudem die WM 2026 als Experte für Magenta begleiten. In einem Gespräch mit BILD betonte er, dass ein Engagement als Cheftrainer bei einem Verein derzeit nicht realistisch sei. „Gott sei Dank muss ich heute keine Entscheidung darüber treffen. Klar, diese Frage kann man auf 500 Millionen verschiedene Arten stellen, und ich habe keine Ahnung, wie man sie richtig beantwortet“, sagte Klopp auf die Frage, ob er je eine WM als Trainer erleben werde. Er priorisiere seine aktuelle Rolle: die WM als Experte und seine Aufgaben bei Red Bull. Ein Job als Nationaltrainer sei von vielen Bedingungen abhängig, die derzeit nicht erfüllt seien. Dennoch schloss er eine solche Zukunft nicht kategorisch aus: „Ich bin jetzt bei der Weltmeisterschaft dabei – nur nicht in der Rolle, die ihr denkt. Also freue ich mich wirklich sehr darauf, auf diese spezielle Rolle.“

Was die Zukunft bringt: Offene Fragen und mögliche Szenarien

Ob Klopp tatsächlich im Sommer auf der Bank von Real Madrid sitzen wird, hängt von mehreren Faktoren ab: den offiziellen Gesprächen, der Freigabe durch Red Bull und nicht zuletzt von Klopps eigener Entscheidung. Sein Berater hat mehrfach dementiert, dass ein Trainerjob unmittelbar bevorstehe. Doch die Gerüchte reißen nicht ab. Klopp selbst scheint sich alle Optionen offen zu halten. „Es kann durchaus sein, dass es ihn in den Fingern juckt und er in den kommenden Jahren irgendwann doch noch einen Job annimmt“, heißt es in einem der Berichte. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Reiz der Königlichen stärker ist als die Ruhe im Red-Bull-Konzern.

Analyse: Ein Wechsel mit Signalwirkung

Sollte Jürgen Klopp tatsächlich Trainer von Real Madrid werden, wäre dies eine der spektakulärsten Personalien der letzten Jahre. Der Deutsche, der mit Liverpool Champions-League-Sieger wurde und mit Borussia Dortmund zweimal Meister, würde zu einem Verein wechseln, der nach einer titellosen Saison neu aufgestellt werden muss. Die Rolle von Toni Kroos als Fürsprecher zeigt, wie sehr die Königlichen auf Kontinuität und interne Führungsfiguren setzen. Gleichzeitig wirft ein solcher Wechsel Fragen auf: Wie würde Klopp mit dem Druck in Madrid umgehen? Kann er seine erfolgreiche Arbeit in England und Deutschland in Spanien wiederholen? Und was bedeutet das für RB Leipzig, das mit Klopp als Head of Global Sports einen prominenten Kopf verlöre? Die Antworten darauf werden die kommenden Monate liefern.

Das Wichtigste

  • Johan Bakayoko wurde durch ein Gespräch mit Jürgen Klopp zu RB Leipzig gelotst, fiel aber nach starkem Start in eine Formkrise.
  • Laut spanischen Medien soll Klopp im Sommer Trainer von Real Madrid werden, nachdem Álvaro Arbeloa gehen muss.
  • Toni Kroos, der ab Sommer eine Funktion bei Real Madrid übernimmt, empfiehlt Klopp als idealen Trainer.
  • Klopp betont derzeit seine Rolle bei Red Bull und als WM-Experte, schließt eine Rückkehr auf die Trainerbank aber nicht aus.
  • Offizielle Gespräche zwischen Klopp und Real Madrid haben noch nicht stattgefunden; die Entscheidung hängt auch von Red Bulls Freigabe ab.
  • Klopp ließ offen, ob er in Zukunft Nationaltrainer werden möchte – die Bedingungen müssten jedoch stimmen.
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