Ried vor dem Klassenerhalt: Derby-Sieg gegen Blau-Weiß Linz würde vorzeitige Rettung besiegeln
Die SV Oberbank Ried kann am Samstag mit einem Heimsieg gegen den Lokalrivalen Blau-Weiß Linz den Verbleib in der Admiral Bundesliga perfekt machen – doch die Gäste sind in bestechender Form.

AUSTRIA —
Die Fakten
- Ried liegt mit einem Punkt Vorsprung auf Altach an der Spitze der Qualifikationsgruppe.
- Ein Heimsieg gegen Blau-Weiß Linz würde Ried den Klassenerhalt sichern.
- Blau-Weiß Linz gewann drei der letzten vier Spiele und holte zehn Punkte.
- Der GAK hat nach nur einem Punkt aus vier Spielen nur noch einen Vorsprung auf Schlusslicht WAC.
- Rieds Routinier Philipp Pomer verlängerte seinen Vertrag bis 2029.
- Bei Ried fehlen die verletzten Offensivkräfte Evan Eghosa und Antonio Van Wyk.
- Blau-Weiß Linz muss auf die verletzten Thomas Goiginger und Anderson sowie den erkrankten Elias Bakatukanda verzichten.
Ein Derby mit doppeltem Boden
Für die SV Oberbank Ried steht am Samstag das vielleicht wichtigste Spiel der Saison an. In der drittletzten Runde der Admiral Bundesliga empfängt der Tabellenführer der Qualifikationsgruppe um 17.00 Uhr den Lokalrivalen Blau-Weiß Linz. Mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt vorzeitig fixiert – und das ausgerechnet im Derby vor heimischem Publikum. Doch die Ausgangslage ist tückisch. Blau-Weiß Linz hat sich nach einer schwachen Phase eindrucksvoll zurückgemeldet und liegt nur einen Punkt vor dem Abstiegsplatz. Die Gäste benötigen jeden Zähler, um den Abstand zum Schlusslicht WAC zu wahren, das am Montag in Altach antritt.
Rieds komfortable, aber nicht ungefährdete Position
Die Oberösterreicher haben sich über 29 Runden eine komfortable Ausgangslage erarbeitet. Mit einem Punkt Vorsprung auf Altach führen sie die Tabelle an, der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt mehrere Zähler. Doch die jüngste 0:1-Niederlage in Tirol hat gezeigt, dass die Mannschaft von Trainer Maximilian Senft nicht unverwundbar ist. „Wir haben uns über 29 Runden die Chance erarbeitet, das Saisonziel frühzeitig vor heimischem Publikum in einem Derby zu fixieren. Diese Ausgangslage ist besonders und setzt noch einmal wichtige Energiereserven frei“, sagte Senft. Personell kann er auf Philipp Pomer bauen, der seinen Vertrag bis 2029 verlängerte. Allerdings fehlen die verletzten Offensivkräfte Evan Eghosa und Antonio Van Wyk.
Blau-Weiß Linz im Höhenflug
Die Linzer haben in den letzten vier Partien dreimal gewonnen und zehn Zähler geholt. Zuletzt gelangen zwei überzeugende 3:0-Siege gegen Wolfsberg und Altach. Damit hat das Team von Coach Michael Köllner die Rote Laterne an die Kärntner abgetreten und sich aus der unmittelbaren Abstiegszone befreit. „Wir wollen an die starken Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und im Innviertel auf jeden Fall punkten“, sagte Köllner. Allerdings muss er auf die verletzten Thomas Goiginger und Anderson sowie den erkrankten Verteidiger Elias Bakatukanda verzichten. Die personellen Ausfälle könnten die Offensivbemühungen der Gäste beeinträchtigen.
GAK unter Druck – WSG Tirol mit Siegchance
Während Ried und Blau-Weiß Linz um die direkte Rettung kämpfen, steckt der GAK mitten im Abstiegskampf. Nach nur einem Zähler aus den letzten vier Matches und der Niederlage im Lavanttal ist der Vorsprung auf den WAC auf einen Punkt geschmolzen. Trainer Ferdinand Feldhofer bewahrt Ruhe: „Wir haben mit den Spielern gute Gespräche geführt.“ Gegen die WSG Tirol erwartet er Zählbares: „Wir werden voll auf drei Punkte gehen, das wird auch notwendig sein.“ Allerdings könnte der angeschlagene Toptorjäger Ramiz Harakate ausfallen. Fix fehlt der gesperrte Angreifer Alexander Hofleitner. Die WSG Tirol wiederum kann mit einem Sieg ebenfalls den Klassenerhalt fixieren, muss aber auf Ademola Ola-Adebomi (gesperrt) sowie Lukas Hinterseer (Knöchel) und Benjamin Böckle (Muskelblessur) verzichten.
Die Warnung aus dem März
Für die WSG Tirol ist die Partie in Graz auch eine Frage der Wiedergutmachung. Im März unterlag man dem GAK zu Hause mit 1:5 – eine deutliche Niederlage, die noch nachwirkt. „Wir wissen, was wir falsch gemacht haben“, sagte Trainer Philipp Semlic. „Wir sind hochmotiviert, es diesmal besser zu machen.“ Mit einem Sieg würde sich die Mannschaft aller Sorgen entledigen, mit einem Remis behielte man die Steirer zumindest drei Punkte auf Distanz. Die Partie in der BWT Oberösterreichischen Arena wird von Schiedsrichter Talic geleitet, die Begegnung im Stadion Graz-Liebenau von Untergasser.
Die Aufstellungen
Ried: Leitner – Pomer, Havenaar, Sollbauer, Steurer – Nasrawe, Bajlicz, Maart, Bajic – Mutandwa, Kiedl. Blau-Weiß Linz: Mantl – Pasic, Maranda, Varesi-Strauss – Reiter, S. Seidl, Briedl, Pirkl – Maier – Weissman, Ronivaldo. GAK: Stolz – Owusu, Pines, Vraa – Italiano, Satin, Olesen, Schriebl, Klassen – Grosse, Harakate. Die WSG Tirol muss ohne Ola-Adebomi, Hinterseer und Böckle auskommen.
Das Wichtigste
- Ried kann mit einem Heimsieg gegen Blau-Weiß Linz den Klassenerhalt vorzeitig fixieren.
- Blau-Weiß Linz ist in bestechender Form und will den Erfolgslauf fortsetzen.
- Der GAK steckt nach einer Negativserie wieder tief im Abstiegskampf.
- Die WSG Tirol kann ebenfalls mit einem Sieg den Klassenerhalt perfekt machen.
- Personelle Ausfälle auf beiden Seiten prägen die entscheidenden Partien.
- Die Derby-Atmosphäre in Ried verspricht ein intensives Spiel mit hohen emotionalen und sportlichen Einsätzen.





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