Werder Bremen vor dem Matchball: Thioune will Abstiegsgespenst endgültig vertreiben
Mit einem Sieg gegen Augsburg am Samstag kann Werder Bremen den vorzeitigen Klassenerhalt perfekt machen – vier Österreicher stehen bereit.

AUSTRIA —
Die Fakten
- Werder Bremen empfängt den FC Augsburg am Samstag, 2. Mai 2026, um 15:30 Uhr.
- Ein Sieg oder ein Remis in Kombination mit Niederlagen von St. Pauli und Wolfsburg sichert den Klassenerhalt.
- Trainer Daniel Thioune bezeichnet die Partie als „Matchball-Spiel“.
- Kapitän Marco Friedl kehrt nach muskulären Problemen zurück, Marco Grüll nach Gelbsperre.
- Maximilian Wöber feierte nach über achtmonatiger Verletzungspause sein Bundesliga-Debüt für Werder.
- Romano Schmid erhielt in Stuttgart die besten Noten der Mannschaft.
- Clemens Fritz, sportlicher Leiter, lobte Wöbers Offensivaktion und Schmidts Einsatz.
Letzte Hürde vor dem Klassenerhalt
Der SV Werder Bremen kann an diesem Samstag im Heimspiel gegen den FC Augsburg den vorzeitigen Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga fixieren. Trainer Daniel Thioune spricht von einem „Matchball-Spiel, in dem wir das Abstiegsgespenst endgültig auf die Bretter schicken können“. Schon ein Remis würde reichen, falls der FC St. Pauli verliert und der VfL Wolfsburg nicht gewinnt. Thioune betont, dass er sich zunächst auf die eigene Aufgabe konzentrieren will, gibt aber zu: „Ich würde mir natürlich wünschen – da mache ich kein Geheimnis draus – dass sich zum Wochenende vieles zu unseren Gunsten erledigen kann.“ Die Mannschaft geht mit frischem Selbstbewusstsein in die Partie, nach dem 3:1-Erfolg im Nordderby gegen den Hamburger SV und dem 1:1-Unentschieden beim VfB Stuttgart.
Vier Österreicher im Kader
Gleich vier österreichische Spieler stehen für Werder Bremen bereit. Kapitän Marco Friedl ist nach muskulären Problemen wieder einsatzbereit, Marco Grüll kehrt nach einer Gelbsperre zurück. Romano Schmid, von vielen Fans als „Gehirn der Mannschaft“ bezeichnet, ist gesetzt. Auch Maximilian Wöber, der Ex-Rapidler, steht wieder im Kader. Wöber war vergangenen Sonntag der glücklichste Bremer: Nach über acht Monaten Verletzungspause wurde er in der 65. Minute eingewechselt und bestritt sein erstes Bundesliga-Spiel für Werder. In der Mixed Zone der Krone zeigte er sich gut gelaunt.
Fritz: Wöber hätte in Geschichtsbücher eingehen können
Clemens Fritz, sportlicher Leiter bei Werder Bremen und früherer deutscher Nationalspieler, zeigte sich begeistert von Wöbers Einstand. „Ich hatte recht mit meiner Prognose, dass er noch für uns spielen und wichtig sein wird. Er hat das sehr gut gemacht. Bei seiner Offensivaktion hätte sich Maxi mit einem Seitfallzieher-Tor in die Geschichtsbücher eintragen können“, sagte Fritz. Die Social-Media-Abteilung von Bremen gestaltete dazu einen Instagram-Clip, in dem sogar Kylian Mbappé und Pep Guardiola staunten. Fritz fügte hinzu: „Für euch Österreicher ist es ja gut, dass er rechtzeitig vor der WM wieder fitter wird. Ich wünsche ihm sehr, dass er in den USA mit dabei sein kann.“
Schmid als wichtiger Baustein des Teams
Romano Schmid, der in Stuttgart die besten Noten der Mannschaft erhalten hatte, wurde von Fritz besonders gelobt. „Ich mag ihn unglaublich gerne, wir haben generell einen sehr guten Austausch miteinander. Mir hat imponiert, wie Romano sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, wie er Meter gemacht und gekämpft hat, Riesenkompliment an ihn. Er ist ein sehr wichtiger Baustein des Teams“, so Fritz. Schmid hat sich in dieser Saison als unverzichtbarer Spieler etabliert, der sowohl defensiv als auch offensiv Akzente setzt.
Rückblick: Von der Abwärtsspirale zum Aufschwung
Thioune erinnert sich an schwierige Zeiten: Zu seiner Anfangszeit an der Weser wurde sein Team im Februar mit einer 1:2-Niederlage beim FC St. Pauli „ganz schön auf die Bretter geschickt“. Viele dachten, dass Werder nicht wiederkommen würde und sich in einer Abwärtsspirale Richtung zweite Liga bewege. Doch die Mannschaft kämpfte sich zurück. Der Erfolg im Nordderby und der Punktgewinn in Stuttgart haben neues Selbstvertrauen gegeben. Nun haben die Hanseaten die gute Gelegenheit, sich von allen Sorgen zu befreien.
Ausblick: Was am Samstag zählt
Am Samstag um 15:30 Uhr ist Anpfiff im Weserstadion. Werder Bremen trifft auf den FC Augsburg, der als stabiler Gegner gilt. Ein Sieg würde den Klassenerhalt aus eigener Kraft besiegeln, selbst ein Unentschieden könnte reichen, wenn die Konkurrenz patzt. Die Mannschaft ist entschlossen, die Chance zu nutzen. Mit der Rückkehr von Friedl und Grüll sowie der Form von Schmid und Wöber ist die Basis gelegt. Thioune und sein Team wollen das Abstiegsgespenst endgültig vertreiben.
Das Wichtigste
- Werder Bremen kann am Samstag mit einem Sieg oder Remis bei gleichzeitigen Niederlagen von St. Pauli und Wolfsburg den Klassenerhalt perfekt machen.
- Trainer Thioune bezeichnet die Partie als „Matchball-Spiel“ und betont die Konzentration auf die eigene Leistung.
- Vier Österreicher – Friedl, Grüll, Schmid und Wöber – stehen im Kader, Wöber feierte nach langer Verletzungspause sein Debüt.
- Clemens Fritz lobt Wöbers Offensivaktion und Schmidts Einsatz als wichtigen Baustein des Teams.
- Nach einer schwierigen Phase mit einer Niederlage gegen St. Pauli hat sich Werder mit Erfolgen gegen Hamburg und Stuttgart zurückgekämpft.
- Das Spiel gegen Augsburg bietet die Chance, alle Abstiegssorgen endgültig abzuschütteln.





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