Grossbrand in Bärau: Zwei Mehrfamilienhäuser und Garage in der Nacht zerstört
In der Berner Gemeinde Langnau im Emmental brannten in der Nacht auf Sonntag zwei Mehrfamilienhäuser und ein Nebengebäude vollständig aus – Verletzte gab es keine.

SWITZERLAND —
Die Fakten
- Brandausbruch am 3. Mai 2026 kurz nach 00.30 Uhr an der Bäraugrundstrasse in Bärau (Gemeinde Langnau im Emmental).
- Zwei Mehrfamilienhäuser und ein Nebengebäude (Garage) wurden vollständig zerstört.
- Alle Bewohner konnten sich selbstständig in Sicherheit bringen; es wurde niemand verletzt.
- Feuerwehren aus Eggiwil, Region Langnau, Trub-Trubschachen sowie Schutz und Rettung Bern waren im Einsatz, unterstützt von der SBB mit einem Lösch- und Rettungszug.
- Die Löscharbeiten dauerten bis in den frühen Sonntagnachmittag an.
- Der Kanton Bern gab über die Warn-App Alertswiss eine offizielle Warnung wegen starker Rauchentwicklung heraus.
- Die Brandursache und die Höhe des Sachschadens sind noch unklar; die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen.
- Die Strasse zwischen Langnau und Trubschachen sowie die Bahnlinie waren während der Löscharbeiten gesperrt.
Feuerinferno in der Nacht
Kurz nach Mitternacht rückten Einsatzkräfte zu einem Grossbrand an der Bäraugrundstrasse in Bärau aus. Beim Eintreffen standen zwei Mehrfamilienhäuser und eine Garage in Vollbrand. Die Flammen schossen laut Augenzeugen bis zu acht Meter über das Dach. Ein Anwohner berichtete von lauten Knallgeräuschen, die er zunächst für Donner hielt, bis er die meterhohen Flammen sah. Die Feuerwehr kämpfte unter schwierigen Bedingungen – unterstützt von einer Autodrehleiter, mehreren Wasserwerfern und einem mobilen Grossventilator. Wegen der unmittelbaren Nähe zur Bahnlinie wurde zusätzlich ein Lösch- und Rettungszug der SBB aufgeboten.
Alle Bewohner unverletzt – vorübergehende Unterbringung organisiert
Sämtliche Bewohner der betroffenen Mehrfamilienhäuser konnten sich rechtzeitig ins Freie retten. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Die Gebäude sind jedoch vollständig zerstört und vorerst nicht mehr bewohnbar. Für die betroffenen Personen konnte eine vorübergehende Unterkunftslösung gefunden werden. Ein Care Team kümmerte sich um die psychosoziale Betreuung. Ein Augenzeuge schilderte, wie eine Frau aus der obersten Wohnung alles verloren habe und am Morgen geschockt auf der Strasse gestanden sei. Die Gemeinde Langnau sowie das zuständige Regierungstatthalteramt waren vor Ort.
Grossaufgebot an Rettungskräften und technische Herausforderungen
Im Einsatz standen Patrouillen und Spezialisten der Kantonspolizei Bern, mehrere Ambulanzteams sowie die Feuerwehren Eggiwil, Region Langnau, Trub-Trubschachen und die Feuerwehr Schutz und Rettung Bern. Die SBB war mit einem Lösch- und Rettungszug vertreten, da sich eines der Häuser direkt an der Bahnlinie befindet. Die Löscharbeiten dauerten bis in den frühen Sonntagnachmittag an. Während des Einsatzes blieb die Durchfahrt zwischen Langnau und Trubschachen gesperrt, auch der Bahnverkehr war beeinträchtigt. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten.
Warnung via Alertswiss und Spekulationen zur Brandursache
Wegen der starken Rauchentwicklung gab der Kanton Bern in der Nacht eine offizielle Warnung über die App Alertswiss heraus. Nach aktuellem Kenntnisstand bestand jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung. Die Brandursache ist noch unklar. Anwohner spekulieren, dass der Brand möglicherweise bei den Autos ausgebrochen sei, offiziell bestätigt ist dies jedoch nicht. Die Kantonspolizei Bern hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau Ermittlungen aufgenommen. Auch die Höhe des Sachschadens wird noch ermittelt.
Ein Oldtimer-Liebhaber in Sorge
Unter den Schaulustigen am Sonntagmorgen war auch Ueli Krähenbühl, 70, aus einer Nachbargemeinde. Er hatte im Radio vom Brand gehört und machte sich Sorgen um seinen gemieteten Schuppen, in dem er seit zehn Jahren seinen Oldtimer und Modellflugzeuge unterstellt. «Das Zeug muss ich raus nehmen, das will ich haben», sagte er. Mit dem Oldtimer nehme er an Treffen teil; das Fahrzeug liege ihm am Herzen. Ob der Schuppen von den Flammen beschädigt wurde, blieb zunächst unklar.
Offene Fragen und Ausblick
Die Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe laufen auf Hochtouren. Die betroffenen Bewohner sind vorerst anderweitig untergebracht. Die Gemeinde Langnau und die Kantonspolizei Bern werden in den kommenden Tagen weitere Informationen bereitstellen. Der Vorfall wirft erneut Fragen zum Brandschutz in älteren Mehrfamilienhäusern auf, auch wenn die schnelle Evakuierung aller Bewohner glimpflich verlief. Die Feuerwehr hat ihre Arbeit abgeschlossen, doch die Aufarbeitung des Geschehens hat gerade erst begonnen.
Das Wichtigste
- In Bärau (Gemeinde Langnau im Emmental) brannten in der Nacht auf Sonntag zwei Mehrfamilienhäuser und eine Garage vollständig aus.
- Alle Bewohner konnten sich unverletzt retten; die Gebäude sind unbewohnbar.
- Die Löscharbeiten dauerten bis zum frühen Nachmittag; ein Grossaufgebot an Feuerwehren und der SBB-Löschzug waren im Einsatz.
- Der Kanton Bern warnte die Bevölkerung via Alertswiss vor der Rauchentwicklung.
- Die Brandursache und die Schadenshöhe sind noch unklar; die Kantonspolizei Bern ermittelt.
- Ein Anwohner verlor seinen Oldtimer und Modellflugzeuge, die in einem gemieteten Schuppen gelagert waren.






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