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FC Aarau im Aufstiegskampf: Vier Punkte Rückstand, Mentalcoach gefordert

Nach dem Rücktritt des Präsidenten und einem Remis in Wil droht dem FC Aarau der Aufstieg zu entgleiten – nun soll der Kopf entscheiden.

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FC Aarau im Aufstiegskampf: Vier Punkte Rückstand, Mentalcoach gefordert
Nach dem Rücktritt des Präsidenten und einem Remis in Wil droht dem FC Aarau der Aufstieg zu entgleiten – nun soll der KCredit · Aargauer Zeitung

Die Fakten

  • Vier Spiele vor Saisonende beträgt der Rückstand auf Leader Vaduz vier Punkte.
  • Der FC Aarau holte aus den letzten vier Partien nur einen Sieg.
  • Am Samstag spielte Aarau in Wil 2:2-Unentschieden.
  • Jean-Paul N'djoli traf für Wil nach 27 Sekunden und in der 45. Minute.
  • Elias Filet (20.) und Linus Obexer (48.) erzielten die Aarauer Tore.
  • Präsident des FC Aarau ist zurückgetreten, ein Umbruch steht bevor.
  • FCB-Boss David Degen könnte Interesse an Sandro Burki haben.

Ein Remis, das wie eine Niederlage schmerzt

Der FC Aarau hat im Aufstiegsrennen der Challenge League einen weiteren Rückschlag erlitten. Am Samstag kam die Mannschaft von Brunello Iacopetta in Wil nicht über ein 2:2-Remis hinaus. Damit haben die Aargauer aus den vergangenen vier Partien nur einen einzigen Sieg eingefahren. Der Rückstand auf Tabellenführer Vaduz beträgt vier Runden vor Schluss vier Punkte. Das bedeutet: Aarau ist auf Schützenhilfe angewiesen, will es die Liechtensteiner noch vom direkten Aufstiegsplatz verdrängen. Sollte Vaduz seine nächsten drei Spiele gewinnen, könnte sich der Spitzenreiter am zweitletzten Spieltag gegen Aarau sogar eine Niederlage leisten.

Zweimal N'djoli – zweimal Rückstand

Die Partie in Wil begann für Aarau denkbar schlecht. Bereits nach 27 Sekunden traf Jean-Paul N'djoli zum 1:0 für die Heimmannschaft. Elias Filet glich in der 20. Minute aus, doch kurz vor der Pause war es erneut N'djoli, der Wil mit 2:1 in Führung brachte. Nach dem Seitenwechsel sorgte Linus Obexer in der 48. Minute für den erneuten Ausgleich. Am Ende blieb es beim 2:2 – ein Punkt, der im Aufstiegsrennen womöglich zu wenig sein wird. Goalie Marvin Hübel wurde zweimal von N'djoli bezwungen.

Kopfsache Aufstieg: Mentalcoach Serge Gysi gefordert

Angesichts der negativen Ergebnisse und der zunehmenden Anspannung von aussen setzt der FC Aarau nun auf mentale Stärke. Mentalcoach Serge Gysi betont, dass jetzt nicht die Beine, sondern der Kopf entscheidend sei. Zweifel könnten zum grössten Gegner werden. „Jetzt entscheidet der Kopf“, sagt Gysi. Die Mannschaft müsse lernen, mit Druck umzugehen und Negativität auszublenden. Der Coach arbeitet intensiv mit den Spielern, um die psychologische Widerstandsfähigkeit zu stärken.

Umbruch im Klub: Rücktritt des Präsidenten

Neben dem sportlichen Druck steht der FC Aarau auch vor einem personellen Umbruch. Der Präsident des Vereins ist zurückgetreten, was im Brügglifeld für zusätzliche Unruhe sorgt. Die Führungsebene muss neu geordnet werden. Gleichzeitig wird im St. Jakob-Park in Basel ein Nachfolger für Daniel Stucki gesucht. FCB-Boss David Degen könnte dabei im Brügglifeld fündig werden – möglicherweise wird Sandro Burki ein Thema. Ein spektakulärer Transfer zwischen den beiden Klubs steht im Raum.

Die verbleibenden Spiele: Hoffnung auf Schützenhilfe

Vier Spieltage vor Schluss ist die Ausgangslage klar: Aarau muss gewinnen und auf Patzer von Vaduz hoffen. Der Leader trifft unter anderem auf Stade-Lausanne-Ouchy, Etoile Carouge und Wil. Sollte Vaduz alle drei Partien gewinnen, könnte er sich am vorletzten Spieltag gegen Aarau sogar eine Niederlage leisten. Die Aargauer sind also auf fremde Hilfe angewiesen. Gleichzeitig müssen sie ihre eigenen Hausaufgaben machen – und dabei die mentale Stärke beweisen, die Mentalcoach Gysi beschwört.

Fazit: Ein schmaler Grat zwischen Aufstieg und Enttäuschung

Der FC Aarau steht an einem Scheideweg. Vier Punkte Rückstand bei vier verbleibenden Spielen sind kein unüberwindbarer Rückstand, doch die Formkurve zeigt nach unten. Der Umbruch im Klub und die personellen Spekulationen um einen möglichen Transfer von Sandro Burki zum FC Basel sorgen für zusätzliche Unruhe. Ob die Mannschaft den Druck standhalten und den Aufstieg doch noch schaffen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Eines ist sicher: Der Kopf wird eine entscheidende Rolle spielen.

Das Wichtigste

  • Der FC Aarau hat vier Punkte Rückstand auf Leader Vaduz bei vier verbleibenden Spielen.
  • Aus den letzten vier Partien holte Aarau nur einen Sieg, zuletzt ein 2:2 in Wil.
  • Mentalcoach Serge Gysi arbeitet daran, die psychologische Widerstandsfähigkeit der Mannschaft zu stärken.
  • Der Rücktritt des Präsidenten und mögliche Transfers (Sandro Burki zu Basel) sorgen für Unruhe im Klub.
  • Aarau ist auf Schützenhilfe angewiesen, um den direkten Aufstiegsplatz noch zu erreichen.
  • Die kommenden Spiele werden zeigen, ob der FC Aarau mental und sportlich den Aufstieg schafft.
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