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Hunziker rettet Winterthur in der Nachspielzeit – Abstieg droht dennoch

Der FC Winterthur erkämpft sich ein 2:2 gegen den FC Zürich, bleibt aber drei Runden vor Schluss acht Punkte hinter dem Barrage-Platz.

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Hunziker rettet Winterthur in der Nachspielzeit – Abstieg droht dennoch
Der FC Winterthur erkämpft sich ein 2:2 gegen den FC Zürich, bleibt aber drei Runden vor Schluss acht Punkte hinter dem Credit · Tages-Anzeiger

Die Fakten

  • Winterthur erreicht ein 2:2 gegen den FC Zürich auf der Schützenwiese.
  • Andrin Hunziker verwandelt in der 96. Minute einen Foulelfmeter zum Ausgleich.
  • Philippe Paulin Keny hatte in der 69. Minute per Elfmeter das 2:1 für den FCZ erzielt.
  • Pajtim Kasami glich in der 25. Minute die FCZ-Führung durch Juan José Perea (23.) aus.
  • Der VAR korrigierte eine Freistoßentscheidung von Schiedsrichter Cibelli in der Nachspielzeit auf Strafstoß.
  • Winterthur hat acht Punkte Rückstand auf den Barrage-Platz, den die Grasshoppers innehaben.
  • Sollte GC am Sonntag gegen Servette gewinnen, stünde Winterthur drei Runden vor Saisonende als Absteiger fest.
  • Der FCZ verteidigte in der Schlussphase clever und ließ Winterthur kaum zur Entfaltung kommen.

Ein Punkt, der nicht reicht

Der FC Winterthur hat im Zürcher Derby gegen den FC Zürich ein 2:2 erkämpft, doch der eine Punkt dürfte im Abstiegskampf nicht genügen. Drei Runden vor Saisonende beträgt der Rückstand auf den Barrage-Platz weiterhin acht Punkte. Sollte GC am Sonntag gegen Servette gewinnen, wäre Winterthur der erste Absteiger der Super League. Das Team von Trainer Rahmen warf in der Schlussphase alles nach vorne, fand aber gegen eine clevere FCZ-Defensive kaum Mittel. Der Ausgleich fiel erst tief in der Nachspielzeit per Foulelfmeter.

Spielverlauf: Zwei Elfmeter entscheiden

Der FC Zürich ging in der 23. Minute durch Juan José Perea in Führung. Nur zwei Minuten später glich Pajtim Kasami für Winterthur aus. In der 67. Minute zeigte Schiedsrichter Cibelli auf den Punkt, nachdem Diaby einen Abschluss von Krasniqi mit der Hand geblockt hatte. Philippe Paulin Keny verwandelte den Elfmeter souverän zum 2:1 für den FCZ. Winterthur drängte auf den Ausgleich, doch der FCZ verteidigte geschickt. In der 96. Minute traf Tsawa Rohner unmittelbar an der Strafraumgrenze am Fuß. Cibelli entschied zunächst auf Freistoß, der VAR korrigierte auf Strafstoß. Andrin Hunziker trat an und versenkte den Ball eiskalt.

VAR-Korrektur in der Nachspielzeit

Der entscheidende Moment ereignete sich in der 90.+8. Minute. Tsawa traf Rohner am Fuß, der Kontakt lag innerhalb des Strafraums. Schiedsrichter Cibelli zeigte zunächst Freistoß an, doch der Video Assistant Referee griff ein und korrigierte die Entscheidung auf Strafstoß. Hunziker übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher. Mehr lag danach nicht mehr drin. Winterthur konnte das Offensivfeuerwerk, das viele erwartet hatten, nicht entzünden. Der FCZ hielt Ball und Gegner konsequent vom eigenen Tor fern.

Abstiegsszenario: GC als Zünglein an der Waage

Winterthur hat nun acht Punkte Rückstand auf die Grasshoppers, die den Barrage-Platz belegen. Sollte GC am Sonntag um 16.30 Uhr im Letzigrund gegen Servette gewinnen, wäre Winterthur drei Runden vor Schluss nicht mehr zu retten. Die Rechnung ist einfach: Bei einem Sieg von GC betrüge der Vorsprung elf Punkte bei noch neun zu vergebenden Zählern. Ein Sieg gegen den FCZ hätte Winterthur noch eine kleine Chance auf die Barrage bewahrt. Stattdessen bleibt nur ein Funken Hoffnung, der am Sonntag erlöschen könnte.

FCZ: Abstiegssorgen vorerst vertrieben

Für den FC Zürich war das Remis ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den Abstieg. Mit dem einen Punkt vergrößert der Rekordmeister den Abstand auf die Abstiegszone. Ein Sieg auf der Schützenwiese hätte die Sorgen vollends verfliegen lassen, doch das Unentschieden reicht, um den Vorsprung zu wahren. Der FCZ zeigte eine reife Leistung, verteidigte clever und ließ Winterthur in der Schlussphase kaum zur Entfaltung kommen. Die Mannschaft von Trainer Rahmen warf zwar alles nach vorne, fand aber keine Lücken.

Ausblick: Entscheidung am Sonntag

Das Schicksal Winterthurs liegt nun in den Händen der Grasshoppers. Gewinnt GC gegen Servette, ist der Abstieg besiegelt. Sollte Servette punkten, lebt die Hoffnung für Winterthur zumindest noch eine Woche länger. Die Mannschaft muss dann auf eine Serie von Ergebnissen hoffen, die den Rückstand noch wettmacht. Doch die Realität ist ernüchternd: Acht Punkte Rückstand bei drei Spielen – das ist selbst für einen erfahrenen Abstiegskampf eine enorme Hürde. Der eine Punkt aus dem Derby könnte sich am Ende als zu wenig erweisen.

Das Wichtigste

  • Winterthur bleibt nach dem 2:2 gegen den FCZ acht Punkte hinter dem Barrage-Platz zurück.
  • Andrin Hunziker rettete mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 96. Minute einen Punkt.
  • Der VAR korrigierte eine Freistoßentscheidung auf Strafstoß, was den Ausgleich ermöglichte.
  • Sollte GC am Sonntag gegen Servette gewinnen, steht Winterthur drei Runden vor Schluss als Absteiger fest.
  • Der FC Zürich verteidigte clever und verhinderte ein Winterthurer Offensivfeuerwerk in der Schlussphase.
  • Winterthur benötigt eine Siegesserie und gleichzeitige Niederlagen der Konkurrenz, um den Abstieg noch abzuwenden.
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