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Trainersuche beim FC Luzern: Valente und Stevanovic als Favoriten, ein Mister X im Rennen

Nach Absagen von Renggli, Magnin, Contini und Schneider stehen zwei Kandidaten aus der Challenge League im Fokus – die Entscheidung soll bis Ende Mai fallen.

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Trainersuche beim FC Luzern: Valente und Stevanovic als Favoriten, ein Mister X im Rennen
Nach Absagen von Renggli, Magnin, Contini und Schneider stehen zwei Kandidaten aus der Challenge League im Fokus – die ECredit · Blick

Die Fakten

  • Michel Renggli, Ludovic Magnin, Giorgio Contini und Marc Schneider haben abgesagt.
  • Federico Valente (50) trainiert aktuell Calcio Lecco in der Serie C und war schon beim FC Luzern im Nachwuchs tätig.
  • Dalibor Stevanovic (41) führte Stade Lausanne-Ouchy in den Cup-Final und belegt mit seinem Team Rang 6 im weltweiten Pressing-Ranking.
  • Sportchef Remo Meyer will den neuen Trainer spätestens Ende Mai präsentieren.
  • Ein dritter, noch unbekannter Kandidat (Mister X) führt Gespräche mit Meyer.
  • Stevanovic spricht sechs Sprachen, aber kein Deutsch – er besucht derzeit einen Deutschkurs.

Favoritenkreis schrumpft: Vier Absagen in kurzer Zeit

Die Trainersuche beim FC Luzern hat sich zugespitzt. Binnen weniger Wochen haben vier Kandidaten abgesagt: Michel Renggli, Ludovic Magnin, Giorgio Contini und am Mittwoch auch Marc Schneider. Damit verengt sich das Feld für die Nachfolge von Mario Frick, der den Verein verlassen hat. Die Gründe für die Absagen sind unterschiedlich. Renggli wurde am Dienstag in einem Gespräch mitgeteilt, dass eine Beförderung nicht in Frage kommt. Magnin zeigt sich offen für einen Wechsel ins Ausland, etwa in die 2. Bundesliga. Schneider konzentriert sich ganz auf seine Aufgabe in Vaduz und den angestrebten Aufstieg in die Super League.

Federico Valente: Erfahrung mit jungen Spielern und defensiver Stabilität

Weit oben auf der Liste von Sportchef Remo Meyer steht Federico Valente. Der 50-jährige Italiener war bereits in der Saison 2012/13 im Nachwuchs des FC Luzern tätig. Seither hat er beim FC Zürich, beim SC Freiburg, beim FC Südtirol und aktuell bei Calcio Lecco in der Serie C gearbeitet. Meyer schätzt Valentes Profil: Er kann gut mit jungen Spielern umgehen und lässt seine Teams trotz defensiver Stabilität attraktiven Offensivfussball spielen. In Südtirol und Lecco prägte Valente einen klaren Stil mit einem 3-4-1-2-System, das mutigen und intensiven Fussball vorsieht. In dieses System würde etwa Matteo Di Giusto passen, den Valente aus der gemeinsamen Zeit beim FCZ kennt.

Dalibor Stevanovic: Pressing-Weltklasse und Cup-Final-Einzug

Neben Valente ist Dalibor Stevanovic der zweite ernsthafte Kandidat. Der 41-jährige Slowene trainiert Stade Lausanne-Ouchy in der Challenge League und hat mit dem überraschenden Einzug in den Cup-Final sowie einem Sieg gegen Luzern auf sich aufmerksam gemacht. Ausschlaggebend für Meyer ist jedoch vor allem die Spielweise. Die Internationale Sporthochschule Cies untersuchte 883 Teams aus 56 Ligen und stellte fest: Stevanovics Team gehört zu den intensivsten Pressingmannschaften weltweit – auf Rang sechs, noch vor Paris Saint-Germain, Manchester City oder Bayern München. Ein möglicher Haken: Stevanovic spricht zwar sechs Sprachen fliessend – Englisch, Französisch, Spanisch und weitere –, aber kein Deutsch. Er besucht derzeit einen Deutschkurs, was als Vorbereitung auf ein Engagement in der Zentralschweiz gedeutet werden könnte.

Mister X: Ein dritter Kandidat im Hintergrund

Neben Valente und Stevanovic gibt es laut Informationen von Blick noch einen dritten Kandidaten, der Gespräche mit Meyer führt. Dieser Kandidat ist bislang nicht namentlich bekannt und wird als Mister X bezeichnet. Er könnte den beiden Favoriten den Posten noch wegschnappen. Meyer selbst betont, dass er unter keinem Druck stehe. Die Entscheidung soll spätestens Ende Mai fallen. Bis dahin bleibt Zeit für weitere Gespräche und Abklärungen.

Zeitplan und offene Fragen

Der FC Luzern muss die Trainersuche bis Ende Mai abschliessen, wie Meyer angekündigt hat. Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt im Juni, daher ist eine frühzeitige Klärung wichtig. Offen ist, ob sich einer der Kandidaten durchsetzen kann oder ob doch noch ein Überraschungskandidat auftaucht. Valente und Stevanovic haben unterschiedliche Stärken: Valente punktet mit Erfahrung und einem klaren System, Stevanovic mit intensivem Pressing und einem Cup-Erfolg. Die Sprachbarriere bei Stevanovic könnte ein Hindernis sein, während Valente bereits Deutsch spricht.

Ausblick: Entscheidung bis Ende Mai erwartet

Die Trainersuche beim FC Luzern ist in der entscheidenden Phase. Mit Valente und Stevanovic stehen zwei vielversprechende Kandidaten zur Wahl, doch der Mister X könnte für eine Überraschung sorgen. Meyer wird in den kommenden Wochen die Gespräche vertiefen und eine Wahl treffen. Die Fans des FC Luzern müssen sich noch gedulden, aber spätestens Ende Mai wird feststehen, wer die Mannschaft in die neue Saison führen wird. Die Entscheidung wird richtungsweisend sein für den Verein, der nach einer durchwachsenen Saison wieder an die Spitze der Super League will.

Das Wichtigste

  • Vier Kandidaten haben abgesagt, darunter die ursprünglichen Favoriten Renggli und Magnin.
  • Federico Valente und Dalibor Stevanovic sind die verbliebenen Favoriten.
  • Stevanovics Team belegt weltweit Rang 6 im Pressing-Ranking, Valente überzeugt mit defensiver Stabilität und Offensivfussball.
  • Ein dritter, unbekannter Kandidat führt Gespräche mit Sportchef Remo Meyer.
  • Die Entscheidung über den neuen Trainer soll bis Ende Mai fallen.
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