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Atubolu hält Elfmeter, doch Freiburg kassiert späten Ausgleich in Braga

Der SC Freiburg erkämpft sich im Halbfinal-Hinspiel der Europa League ein 1:1 bei Sporting Braga, muss aber in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen.

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Atubolu hält Elfmeter, doch Freiburg kassiert späten Ausgleich in Braga
Der SC Freiburg erkämpft sich im Halbfinal-Hinspiel der Europa League ein 1:1 bei Sporting Braga, muss aber in der NachsCredit · OneFootball

Die Fakten

  • Noah Atubolu parierte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einen Elfmeter von Rodrigo Zalazar.
  • Demir Ege Tıknaz brachte Braga in der 8. Minute in Führung.
  • Vincenzo Grifo glich in der 16. Minute nach einem Missverständnis in Bragas Defensive aus.
  • Mario Dorgeles traf in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit zum 1:1-Endstand.
  • Freiburgs Kapitän Christian Günter hatte zuvor gesagt, die Mannschaft wolle das Märchen weiterschreiben.
  • Igor Matanovic bezeichnete das Halbfinale als das größte Spiel seiner Karriere.
  • Freiburg hatte sich im Viertelfinale gegen Celta Vigo mit 3:0 und 3:1 durchgesetzt.
  • Nur Eintracht Frankfurt gewann als deutsches Team den UEFA-Cup-Nachfolgewettbewerb.

Ein spätes Gegentor trübt Atubolus Heldentat

Noah Atubolu war der Mann des ersten Durchgangs. Der 23-jährige Torhüter des SC Freiburg parierte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einen Elfmeter von Rodrigo Zalazar, dem ehemaligen Schalker, und hielt sein Team im Spiel. Doch in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit traf Mario Dorgeles für Sporting Braga zum 1:1-Endstand, sodass Atubolus Glanztat am Ende unbelohnt blieb. Seine Teamkollegen nahmen den Keeper nach dem Spiel in Schutz. Trotz des späten Gegentors habe Atubolu eine starke Leistung gezeigt, insbesondere mit der Elfmeterparade. Die Mannschaft wisse, dass sie ihm viel zu verdanken habe.

Freiburgs früher Rückstand und schnelle Antwort

Die Partie begann denkbar schlecht für den SC Freiburg. Bereits in der 5. Minute verpasste Pau Victor die Führung für Braga, doch nur drei Minuten später jubelten die Portugiesen: Demir Ege Tıknaz traf zur frühen 1:0-Führung. Freiburg zeigte sich jedoch unbeeindruckt und antwortete prompt. In der 16. Minute profitierte Vincenzo Grifo von einem Missverständnis in Bragas Aufbauspiel, als Jan-Niklas Beste den mitgelaufenen Grifo fand und dieser zum 1:1 ausglich. Nur zehn Minuten später musste Bragas Kapitän Ricardo Horta angeschlagen vom Feld. Freiburg hatte sich das Selbstvertrauen zuvor im Viertelfinale gegen Celta Vigo erarbeitet, wo man sich souverän mit 3:0 und 3:1 durchsetzte. Kapitän Christian Günter hatte daraufhin von „Blut geleckt“ gesprochen und erklärt, man wolle das Märchen „auf jeden Fall weiterschreiben“.

Eine umkämpfte zweite Hälfte mit wenigen Chancen

Nach der Pause taten sich beide Mannschaften schwer, Akzente zu setzen. Immer wieder wurde die Spieleröffnung unterbunden, immer wieder fehlte die letzte Konsequenz. Die beste Chance für Freiburg vergab Maximilian Eggestein nach etwas mehr als einer Stunde. Auch Atubolu wurde nach dem frühen Gegentor kaum noch geprüft, bis zur Nachspielzeit. Freiburg leistete sich verhältnismäßig viele Fehler im Passspiel und fand nur selten den Weg nach vorne. Die Defensive stand jedoch lange Zeit stabil, sodass Braga kaum zu zwingenden Abschlüssen kam. Die Partie schien auf ein leistungsgerechtes Unentschieden zuzusteuern.

Der Lucky-Punch in der Nachspielzeit

In der Nachspielzeit schlug Braga dann doch noch zu. Mario Dorgeles setzte den Lucky-Punch und traf zum 1:1-Endstand. Für Freiburg war der späte Ausgleich ein herber Rückschlag, hatte man doch lange Zeit auf einen Sieg gehofft. Dennoch bleibt das Hinspiel-Ergebnis offen: Mit einem 1:1 im Gepäck hat der SC Freiburg im Rückspiel alle Möglichkeiten. Das Halbfinale ist für den Verein bereits historisch. Stürmer Igor Matanovic hatte vor dem Spiel gesagt, es sei „das größte Spiel meiner Karriere“ und er verspüre eine „gesunde Nervosität“. Nur Eintracht Frankfurt gelang es bisher als deutschem Team, den Nachfolgewettbewerb des UEFA-Cups zu gewinnen.

Ausblick auf das Rückspiel in Freiburg

Das Rückspiel findet am kommenden Donnerstag im Europa-Park Stadion in Freiburg statt. Mit dem 1:1 aus dem Hinspiel haben die Freiburger eine gute Ausgangslage: Ein Sieg oder ein torloses Unentschieden würde den Einzug ins Finale bedeuten. Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster wird dabei auf die Unterstützung der heimischen Fans zählen können. Die Portugiesen hingegen haben durch das Auswärtstor eine leichte Hypothek, aber auch die Chance, mit einem Treffer in Freiburg alles auf eine Karte zu setzen. Für Atubolu bietet sich die Gelegenheit, an seine starke Leistung im Hinspiel anzuknüpfen und den SC Freiburg vielleicht ins Finale zu führen.

Das Wichtigste

  • Noah Atubolu parierte einen Elfmeter, kassierte aber den späten Ausgleich zum 1:1.
  • Freiburg zeigte eine kämpferische Leistung, leistete sich aber zu viele Passfehler.
  • Das Rückspiel in Freiburg entscheidet über den Finaleinzug; ein 1:1 oder 0:0 reicht dem SC.
  • Für Freiburg ist das Halbfinale der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.
  • Braga bewies Comeback-Qualitäten und bleibt im Rennen um den Titel.
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