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Bayern-Trainer Kompany rotiert vor PSG-Rückspiel: Sieben Änderungen gegen Heidenheim

Der designierte Meister empfängt das abstiegsbedrohte Schlusslicht in der Allianz Arena – und schont Schlüsselspieler für das Champions-League-Halbfinale am Mittwoch.

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Bayern-Trainer Kompany rotiert vor PSG-Rückspiel: Sieben Änderungen gegen Heidenheim
Der designierte Meister empfängt das abstiegsbedrohte Schlusslicht in der Allianz Arena – und schont Schlüsselspieler füCredit · BILD

Die Fakten

  • Bayern München trifft am 32. Bundesliga-Spieltag auf den 1. FC Heidenheim (15:30 Uhr, Allianz Arena).
  • Trainer Vincent Kompany ändert die Startelf im Vergleich zum 4:5 bei PSG auf sieben Positionen.
  • Talent Bara Sapoko Ndiaye (18) steht zum zweiten Mal in Folge in der Bundesliga-Startelf.
  • Heidenheim liegt drei Spieltage vor Saisonende vier Punkte hinter dem Relegationsplatz.
  • Der FCH holte aus den letzten fünf Bundesliga-Spielen acht Punkte.
  • Bayern hat die letzten fünf Bundesliga-Spiele allesamt gewonnen.
  • Mit 82 Punkten nach 31 Spieltagen spielt Bayern die zweitbeste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte.

Rotationsmaschine angeworfen: Kompany schont Stars für PSG

Vincent Kompany hat die Startelf des FC Bayern München für das Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim auf sieben Positionen umgebaut. Im Vergleich zur 4:5-Niederlage bei Paris Saint-Germain im Champions-League-Halbfinale am Dienstag beginnen Jonas Urbig, Minjae Kim, Leon Goretzka, Nicolas Jackson, Hiroki Ito, Konrad Laimer und Bara Sapoko Ndiaye für Manuel Neuer, Dayot Upamecano, Joshua Kimmich, Harry Kane, Luis Díaz, Michael Olise und Alphonso Davies. Der 18-jährige Ndiaye erhält damit seinen zweiten Startelf-Einsatz in der Bundesliga in Folge. Die Bayern-Startelf: Urbig – Stanisic, Kim, Tah, Ito – Pavlovic, Ndiaye – Laimer, Goretzka, Musiala – Jackson. Auf der Bank sitzen unter anderem Neuer, Upamecano, Kimmich, Kane, Díaz, Olise und Davies.

Kompany betont Fokus auf Heidenheim trotz PSG-Vorfreude

Kompany räumte ein, dass der Spagat zwischen Bundesliga-Alltag und den „elektrisierenden Champions League-Nächten“ anspruchsvoll sei. „Das Spiel gegen PSG war natürlich sehr intensiv und die Vorfreude auf das Rückspiel ist in ganz München sehr groß“, sagte der Chefcoach am Freitag im Pressetalk. Zugleich zog er eine klare Linie: Das Heimspiel gegen Heidenheim werde nicht zur Nebensache degradiert, nur weil die Meisterschaft bereits gesichert ist. „Wir wollen niemandem etwas schenken“, betonte Kompany und verwies auf das 4:3 in Mainz als Maßstab: „Wir haben über die Mentalität gezeigt, dass wir alles tun, um bereit zu sein.“ Der Trainer formulierte seinen Auftrag bewusst nüchtern: „Meine Aufgabe ist es, den Fokus auf Heidenheim zu legen, das versuche ich jeden Tag.“ Auch, um die Spannung im Hinblick auf den Showdown am Mittwoch in der Allianz Arena hochzuhalten.

Heidenheim kämpft um den Klassenerhalt – Schmidt setzt auf Glauben

Heidenheim steht drei Spieltage vor Saisonende mit dem Rücken zur Wand. Vier Zähler fehlen auf den Relegationsrang, neun Punkte sind es auf Platz 15. Bei einer Niederlage in der Allianz Arena könnte der Traum vom Verbleib im Oberhaus bereits am Sonntag platzen, sollte der FC St. Pauli sein Heimspiel gegen Mainz 05 gewinnen. Hoffnung macht den Heidenheimern die jüngste Entwicklung: Aus den vergangenen fünf Bundesliga-Partien holte der FCH acht Punkte. Frank Schmidt, Cheftrainer des FCH, weiß um die schwierige Ausgangslage. „Mehr Außenseiter kann man nicht sein“, sagte der 52-Jährige auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Umso mehr rückt für ihn die innere Haltung in den Mittelpunkt: „Am Ende geht es darum, dass wir den Glauben mitbringen, an einem perfekten Tag etwas aus München mitnehmen zu können.“ Schmidt stellte klar, dass seine Mannschaft nicht zu einer reinen Abwehrschlacht antreten wird: „Dass wir nicht pausenlos nach vorne stürmen können, ist klar. Aber wenn wir nur versuchen, unser Tor zu verteidigen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Bayern treffen.“

Bayerns beeindruckende Serie und historische Saisonleistung

Die Münchner haben ihre letzten fünf Bundesliga-Spiele allesamt gewonnen – eine Serie, die die Konstanz des Teams auch neben den großen Königsklassen-Abenden unterstreicht. Mit 82 Punkten nach 31 Spieltagen spielt der Rekordmeister die zweitbeste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte; nur 2012/13 stand man zu diesem Zeitpunkt noch besser da. Diese Willensleistungen sind mitverantwortlich für den Erfolg, wie etwa die Aufholjagd in Mainz (0:3-Pausenrückstand in ein 4:3 verwandelt) oder der 3:2-Erfolg nach 0:2-Rückstand in Freiburg zeigen. Kompany kündigte auch vor dem Duell mit Heidenheim an: „Wir werden alles dafür tun, um zu gewinnen“ – ein unmissverständliches Signal, dass der Fokus auch jenseits des PSG-Duells geschärft bleibt.

Ausblick: Spannung vor dem PSG-Rückspiel und Abstiegskampf

Das Rückspiel im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain am Mittwoch in der Allianz Arena überstrahlt alles. Kompany gestand, dass der „volle Fokus auf Heidenheim“ nicht einfach sei. Dennoch dient die Partie gegen den Tabellenletzten auch dazu, die Widerstandskraft zu schärfen, die im Rückspiel gegen PSG gefragt sein wird. Für Heidenheim geht es um die letzte Chance, den Abstieg zu vermeiden. Sollte St. Pauli am Sonntag gegen Mainz gewinnen, wäre der FCH bei einer Niederlage in München bereits am Sonntag rechnerisch abgestiegen.

Das Wichtigste

  • Bayern München rotiert massiv: Sieben Änderungen in der Startelf im Vergleich zum PSG-Spiel.
  • Talent Bara Sapoko Ndiaye (18) steht zum zweiten Mal in Folge in der Bundesliga-Startelf.
  • Heidenheim kämpft um den Klassenerhalt: Vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz bei drei verbleibenden Spieltagen.
  • Trainer Frank Schmidt betont die Notwendigkeit von Glauben und offensiver Herangehensweise trotz Außenseiterrolle.
  • Bayern gewann die letzten fünf Bundesliga-Spiele und hat mit 82 Punkten die zweitbeste Saison der Vereinsgeschichte.
  • Das Rückspiel gegen PSG am Mittwoch überschattet die Partie, doch Kompany fordert vollen Fokus auf Heidenheim.
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