Heidtke-Brüder im Internatsalltag: VOX-Special zeigt Schattenseiten des Auswanderertraums
Samuel und Aaron Heidtke kämpfen mit Heimweh und Schulstress, während ihre Mutter Marie die Entscheidungen für sie trifft – eine Folge von „Auswanderer-Kids: Jetzt reden wir!“ zeigt die Kehrseite des elterlichen Traums.

GERMANY —
Die Fakten
- Samuel Heidtke (19) und Aaron Heidtke (16) besuchen unterschiedliche Internate in Südafrika, da es in der Nähe der elterlichen Farm keine weiterführenden Schulen gibt.
- Die Eltern Marie (45) und Olaf Heidtke (58) sind inzwischen getrennt und zerstritten.
- Aaron Heidtke leidet unter Heimweh und muss jedes vierte Wochenende in der Schule verbringen, um Anschluss zu finden – auf Anordnung seiner Mutter.
- Kiana Gülpen (18) lief als Model für Designerin Pia Bolte (48) auf der New York Fashion Week, fühlte sich aber von ihrer Mutter Deniz Gülpen (57) überbehütet.
- Die erste „Auswanderer-Kids“-Folge wurde vor gut einem Jahr ausgestrahlt; Teil 2 folgt nun mit neuen Einblicken.
- Samuel Heidtke wehrte sich mit zwölf Jahren gegen den Besuch der Farmerschule, die er als Schule für „dumme Jungen“ bezeichnete.
- Aaron Heidtke kommentierte die elterliche Entscheidung damals mit den Worten: „Monkey say, monkey do: Mama sagt, und Samuel muss es tun.“
Der Traum der Eltern, die Last der Kinder
Die aktuelle Special-Folge der VOX-Dokusoap „Goodbye Deutschland“ rückt die Kinder der Auswanderer in den Mittelpunkt. Unter dem Titel „Auswanderer-Kids: Jetzt reden wir!“ zeigt Teil 2, wie die Jugendlichen mit den Entscheidungen ihrer Eltern ringen – und wie diese ihr Leben prägen. Samuel Heidtke, heute 19, erinnert sich an seine Kindheit: „Die ganze Welt war ein Spielplatz“, sagt er in der Folge, doch der Ton ist nachdenklich. Denn als die Familie 2014 nach Südafrika auswanderte, begann für ihn und seinen jüngeren Bruder Aaron ein Leben zwischen Internatsalltag und Heimweh.
Zwei Brüder, zwei Internate, eine Mutter, die entscheidet
Weil es in der Nähe der südafrikanischen Farm der Familie keine weiterführenden Schulen gibt, besuchen Samuel und Aaron getrennte Internate. Die Wahl fiel je nach Interesse und Berufswunsch: Samuel strebt eine Karriere als Farmer an, Aaron möchte Tierarzt werden. Mutter Marie Heidtke (45) traf die Entscheidungen – und hält an ihnen fest, auch wenn die Söhne leiden. Als der 13-jährige Aaron mit Heimweh kämpft, verordnet sie ihm, jedes vierte Wochenende in der Schule zu verbringen, damit er besser Anschluss findet. Sie nennt das eine „ganz gute Life Lesson“: Er solle lernen, sich durchzubeißen und sich zu sagen: „Das ist notwendig, um aus meinem Leben was zu machen.“
Widerstand und Einsicht: Samuels Wandel
Ein Rückblick in der Folge zeigt Samuel mit zwölf Jahren bei einem Wutanfall. Er wollte partout nicht auf die Farmerschule, die er als Schule für „dumme Jungen“ abtat. „Wenn sie mich dahin schickt, tue ich alles, um da wieder rauszukommen“, drohte er. Sein damals neunjähriger Bruder Aaron kommentierte die Situation lakonisch: „Monkey say, monkey do: Mama sagt, und Samuel muss es tun.“ Jahre später jedoch hat Samuel sich gut eingelebt – und scheint mit der Wahl seiner Mutter versöhnt. Die Schule mit Schwerpunkt Technik und Farming erwies sich als passend.
Kiana Gülpen: Zwischen Model-Traum und Gluckenmama
Neben den Heidtke-Brüdern begleitet die Folge auch Kiana Gülpen (18), die mit ihrer Mutter Deniz Gülpen (57) und Stiefvater Sascha Winkels (52) nach Mallorca auswanderte. In der letzten Kids-Folge hatte sie geklagt, seit ihrem achten Lebensjahr ihr „Leben verpasst“ zu haben. Auf Mallorca fand sie es „so langweilig“. Doch dann bot sich eine Chance: Die damals 16-Jährige durfte für Designerin Pia Bolte (48) auf der New York Fashion Week laufen. Die VOX-Kameras begleiteten sie – und zeigten, wie Kiana aufblühte. Allerdings war sie genervt von der Überfürsorge ihrer Mutter, die ihr eine Banane aufdrängen und sie an den Toilettengang erinnern wollte. „Leider begreift sie nicht, dass ich keine acht mehr bin!“, sagte Kiana.
Lichtblicke und neue Wege
Trotz aller Konflikte scheinen sich die Beziehungen zu entspannen. Kiana veröffentlichte kürzlich einen liebevollen Geburtstagsgruß an ihre Mutter auf Instagram und betonte, sie könne sich „keine bessere Mutter wünschen“. Statt einer Modelkarriere strebt sie nun offenbar eine Laufbahn als Tattoo-Künstlerin an. Auch Aaron Heidtke meldete sich auf Instagram zu Wort. Unter einem Trailer, in dem er als „armes Kind“ bedauert wurde, schrieb er: „Mir geht's sehr gut.“ Die Kinder scheinen an ihren Herausforderungen gewachsen zu sein – doch die Frage bleibt, ob die Eltern immer richtig lagen.
Was bleibt: Die Schattenseiten des Auswanderertraums
Die „Goodbye Deutschland“-Specials zeigen eindrücklich, dass der Traum der Eltern für die Kinder oft zur Last wird. Die Entscheidungen über Schule, Wohnort und Lebensweg werden von den Erwachsenen getroffen – die Kinder müssen sie mittragen, ob sie wollen oder nicht. Doch die Folge macht auch deutlich, dass die Jugendlichen Wege finden, mit den Umständen umzugehen. Ob auf dem Laufsteg in New York oder im Internatsalltag in Südafrika: Sie entwickeln eigene Perspektiven. VOX wird die Entwicklung der Familien weiter begleiten – und die nächste Generation der Auswanderer-Kinder bleibt im Fokus.
Das Wichtigste
- Die Kinder der Auswanderer tragen die Entscheidungen ihrer Eltern oft unter Leidensdruck mit, wie die Beispiele der Heidtke-Brüder und Kiana Gülpens zeigen.
- Samuel Heidtke fand nach anfänglichem Widerstand seinen Platz in einem Internat mit technisch-landwirtschaftlichem Schwerpunkt, während Aaron weiter mit Heimweh kämpft.
- Mutter Marie Heidtke setzt ihre Vorstellungen von Erziehung und Berufswahl konsequent durch, auch wenn die Söhne darunter leiden.
- Kiana Gülpen nutzte die Chance, bei der New York Fashion Week zu modeln, fühlte sich aber von ihrer Mutter überbehütet.
- Trotz aller Konflikte scheinen die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern sich zu entspannen, wie Instagram-Posts der Jugendlichen zeigen.
- Die „Goodbye Deutschland“-Specials beleuchten die emotionale Belastung der zweiten Generation, ohne die positiven Entwicklungen auszublenden.






Wirtschaftsweise Schnitzer fordert Abschaffung der Rente mit 63
Helene Fischer und Florian Silbereisen: Erstes gemeinsames TV-Interview nach der Trennung

Nadja Benaissa trotz Höchstpunktzahl raus: „Let's Dance“-Schock in Show 8
