Neue Missbrauchsvorwürfe: Cascio-Geschwister ziehen früheres Dementi zurück
Vier der fünf Geschwister der Familie Cascio erheben schwere Anschuldigungen gegen den verstorbenen Michael Jackson – just als das Biopic „Michael“ Rekordzahlen einfährt.

GERMANY —
Die Fakten
- Vier Cascio-Geschwister erhoben im April 2026 Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson.
- Die Vorwürfe wurden in einem Interview mit der New York Times öffentlich gemacht.
- Eddie Cascio sagte, der Missbrauch habe begonnen, als er mit Jackson allein in einem Hotel in Tel Aviv war.
- Aldo Cascio behauptet, der Missbrauch begann, als er sieben Jahre alt war.
- Die Familie hatte Jackson zuvor jahrzehntelang verteidigt, unter anderem 2010 bei Oprah Winfrey.
- Im Februar 2026 reichten die Geschwister Klage gegen den Jackson-Nachlass ein und fordern Millionen Schadensersatz.
- 2020 gab es eine vertrauliche Einigung über rund 16 Millionen Dollar zwischen der Familie und dem Nachlass.
- Das Biopic „Michael“ spielte am ersten Wochenende in den USA rund 97 Millionen Dollar ein.
Rekordstart für Biopic – und neue Anschuldigungen
Der Film „Michael“ über den King of Pop hat am ersten Wochenende in den USA rund 97 Millionen Dollar eingespielt – ein Rekord für eine Musikerbiografie. Während die Kritiker den Film fast ausnahmslos verrissen, strömen die Fans in die Kinos. Doch parallel zu diesem Erfolg erschüttern neue schwere Vorwürfe das Vermächtnis des Sängers. Vier der fünf Geschwister der Familie Cascio, die einst zu Jacksons engstem Umfeld zählten, haben im April 2026 in einem Interview mit der New York Times detaillierte Missbrauchsvorwürfe gegen den Verstorbenen erhoben. Die Anschuldigungen fallen in eine Zeit, in der der Musiker durch das Biopic, das seit dem 22. April in deutschen Kinos läuft, wieder verstärkt im Rampenlicht steht.
Die Cascio-Familie: Von engen Vertrauten zu Klägern
Die Cascio-Familie galt zu Lebzeiten Jacksons als ihm besonders nahestehend. Die Kinder verbrachten viel Zeit mit ihm – auf Tourneen, in seinem Zuhause und auf internationalen Reisen. Was nach außen wie eine enge Freundschaft wirkte, sei in Wirklichkeit das Gegenteil gewesen, so die Geschwister heute. Alle fünf Geschwister behaupten, von Jackson missbraucht worden zu sein. Vier von ihnen haben sich der Klage gegen den Nachlass angeschlossen, die im Februar 2026 eingereicht wurde. Das fünfte Geschwisterkind sowie die Eltern verweigerten eine Teilnahme an dem Interview. Die Klage fordert mehrere Millionen US-Dollar Schadensersatz; das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Details der Vorwürfe: Missbrauch ab dem Kindesalter
Eddie Cascio wird mit den Worten zitiert: „Uns wurde eine Gehirnwäsche verpasst, wir wurden manipuliert. Ich hatte das Gefühl, er hätte mir meine Männlichkeit genommen.“ Aldo Cascio behauptet, der mutmaßliche Missbrauch habe begonnen, als er sieben Jahre alt war; Jackson habe damals Oral-Sex an ihm vorgenommen. Marie-Nicole Cascio und Dominic Cascio gaben an, sie seien zum mutmaßlichen Zeitpunkt des Beginns der Übergriffe zwölf beziehungsweise acht Jahre alt gewesen. Die Vorwürfe beziehen sich auf mehrere Jahre und verschiedene Orte, darunter Reisen und Wohnhäuser der Familie. Laut Klageschrift erkannten einige Betroffene erst Jahre später, was ihnen widerfuhr. Als Auslöser wird unter anderem die 2019 veröffentlichte Dokumentation „Leaving Neverland“ genannt, in der ähnliche Anschuldigungen anderer Männer geschildert wurden.
Frühere Dementien widerrufen – und eine vertrauliche Einigung
Die Familie hatte Jackson über Jahrzehnte öffentlich verteidigt. Bereits seit den 1980er Jahren bestand enger Kontakt, nachdem der Vater der Familie ein Hotel in New York City geleitet hatte, in dem Jackson häufig übernachtete. In einem Interview mit Oprah Winfrey im Jahr 2010 hatten mehrere Geschwister erklärt, Jackson habe ihnen nie etwas angetan. Diese Aussagen seien falsch gewesen, sagen sie nun. Sie beschreiben sich heute als manipuliert und darauf geprägt worden, den Sänger zu schützen. Gerichtsunterlagen zufolge gab es bereits 2020 eine vertrauliche Einigung mit dem Nachlass. Demnach erhielt die Familie über mehrere Jahre rund 16 Millionen Dollar. Nachdem Zahlungen ausgelaufen seien und Gespräche über weitere Entschädigungen gescheitert waren, sei es nun zur neuen Klage gekommen.
Reaktionen des Nachlasses und offene Fragen
Die Anwälte des Jackson-Nachlasses bestreiten die Anschuldigungen entschieden. Sie bezeichneten die Aussagen als widersprüchlich und finanziell motiviert. Zugleich bemühten sie sich, juristisch gegen das Verfahren vorzugehen. Das Biopic „Michael“, das mit Unterstützung des Nachlasses produziert wurde, zeigt die Geschichte des Sängers nur bis zum Jahr 1988. Am Ende erscheint ein schwarzer Bildschirm mit einem Hinweis, dass seine Geschichte weitergeht. Regisseur Antoine Fuqua hat sich in einem Interview mit dem Branchenmagazin Deadline zu einer möglichen Fortsetzung geäußert, ohne jedoch Details zu nennen. Offiziell wurde nichts bestätigt, doch Produzent Graham King ließ in demselben Interview durchblicken, dass ein zweiter Teil denkbar sei.
Ein Vermächtnis zwischen Rekorden und Rechtsstreit
Die neuen Vorwürfe fallen in eine Phase erneuter Debatten über Jacksons Vermächtnis. Während der Film „Michael“ an den Kinokassen Rekorde bricht, zeichnet sich vor Gericht ein anderes Bild ab. Die Cascio-Geschwister haben ihre früheren Dementis widerrufen und fordern nun Schadensersatz. Der Ausgang des Verfahrens bleibt offen. Die Frage, wie die Öffentlichkeit mit dem Widerspruch zwischen künstlerischem Erfolg und schweren Anschuldigungen umgeht, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden. Das Biopic mag die Fans begeistern, doch die juristische Aufarbeitung könnte das Bild des King of Pop nachhaltig verändern.
Das Wichtigste
- Vier Cascio-Geschwister erheben neue Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson und haben eine Klage gegen seinen Nachlass eingereicht.
- Die Familie hatte Jackson zuvor jahrzehntelang verteidigt; 2010 erklärten sie bei Oprah Winfrey, er habe ihnen nie etwas angetan.
- 2020 gab es eine vertrauliche Einigung über rund 16 Millionen Dollar zwischen der Familie und dem Nachlass.
- Das Biopic „Michael“ spielte am ersten Wochenende in den USA rund 97 Millionen Dollar ein und bricht damit Rekorde.
- Der Film endet 1988; eine Fortsetzung ist nicht offiziell bestätigt, aber Produzent und Regisseur haben sich dazu geäußert.
- Der Ausgang des Zivilverfahrens gegen den Jackson-Nachlass steht noch aus.






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