Sebastian Tigges über das Scheitern seiner Ehe: „Wir haben gekämpft“
Der Dadfluencer und Autor spricht erstmals im Detail über die Trennung von Marie Nasemann und die Gründe, warum die Paartherapie nicht half.
GERMANY —
Die Fakten
- Sebastian Tigges (41) und Marie Nasemann (37) trennten sich im Mai 2025 nach acht Jahren Beziehung.
- Das Paar hat zwei Kinder, einen Sohn (2020 geboren) und eine Tochter (2021 geboren).
- Tigges gab seinen Job als Rechtsanwalt in einer Großkanzlei auf, um Vater zu werden.
- Er veröffentlichte das Buch „Becoming Dad“ über moderne Vaterschaft.
- Tigges wuchs in Münster auf und lebt heute in Berlin.
- Das Paar machte eine Paartherapie, bevor es zur Trennung kam.
Das Ende einer öffentlichen Liebe
Im Mai vergangenen Jahres gab das Influencer-Paar Sebastian Tigges und Marie Nasemann seine Trennung bekannt. Acht Jahre waren sie ein Paar, zwei Kinder kamen zur Welt. Nun spricht Tigges erstmals offen über die Gründe für das Scheitern. Der Alltag mit Kleinkindern – Windeln wechseln, Schlafmangel, wenig Zeit für sich – habe die Beziehung an ihre Grenzen gebracht. Das Paar habe gekämpft, eine Paartherapie gemacht. Doch am Ende reichte es nicht.
Der Traum vom modernen Vater
Tigges, der durch sein Instagram-Format „The Walking Dad“ und die Podcasts „Drei ist ’ne Party“ und „Vier ist ’ne Fete“ bekannt wurde, hatte sich viel vorgenommen. Schon vor der Geburt des ersten Kindes kündigte er an, ein Jahr Elternzeit zu nehmen – ein Karriererisiko als Rechtsanwalt. Er wollte ein „präsenter Vater“ sein, anders als das traditionelle Vaterbild, mit dem er aufwuchs. In seinem Buch „Becoming Dad“ beschreibt er Vaterschaft als „ein weites Feld“ zwischen Tradition und Anspruch.
Die Suche nach Gleichberechtigung
Doch die Realität holte ihn ein. „Was er nicht gefunden hat: Gleichberechtigung“, heißt es in einer Besprechung seines Buches. Tigges schildert den Kampf um Care-Arbeit und Mental Load – der Satz „Sag doch einfach, was ich machen soll“ sei der Inbegriff des Problems. Er habe ein „Panorama wiederkehrender Konflikte“ entdeckt, schreibt Tigges. Vaterschaft sei heute ein „Set aus Idealen, Schuldgefühlen, Erwartungen und Widersprüchen“.
Die Trennung als Konsequenz
Tigges macht heute klar: Die Kinder waren nicht der Grund für das Aus. „Nicht an den Kindern“, sagt er. Vielmehr sei es die Überforderung des Familienalltags gewesen, die das Paar auseinandergetrieben habe. Die Paartherapie habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Im Mai 2025 verkündeten Tigges und Nasemann schließlich die Trennung – nach acht Jahren Liebe.
Ein neues Kapitel als Autor
Tigges hat aus seiner Vaterwerdung ein Berufsprofil gemacht. Sein Buch „Becoming Dad“ ist ein Ratgeber für werdende Väter, der persönliche Erfahrung mit praktischen Tipps verbindet. Er plädiert dafür, dass Väter ebenso ins Wochenbett gehören wie Mütter. Ob jede Interaktion innerhalb einer jungen Familie analysiert werden müsse, sei dahingestellt. Für Tigges ergibt es Sinn – und für viele Väter, die nach Orientierung suchen.
Berlin als Familienstadt
In einem Interview lobt Tigges die kostenfreien Kitas in Berlin als „Riesen-Plus“. Gleichzeitig kritisiert er fehlende Radwege und das Klischee des perfekten Prenzlauer-Berg-Vaters, das er selbst nie erfüllen konnte. Sein Alltag als moderner Vater in der Hauptstadt sei geprägt von den gleichen Herausforderungen wie überall: Zeitmangel, Erwartungsdruck und dem Wunsch, ein guter Vater zu sein.
Das Wichtigste
- Sebastian Tigges und Marie Nasemann trennten sich im Mai 2025 nach acht Jahren und zwei Kindern.
- Tigges gibt an, dass die Beziehung an den Belastungen des Familienalltags scheiterte, nicht an den Kindern.
- Das Paar hatte eine Paartherapie versucht, die jedoch nicht half.
- Tigges veröffentlichte das Buch „Becoming Dad“ über seine Erfahrungen als moderner Vater.
- Er kritisiert traditionelle Vaterrollen und plädiert für mehr Gleichberechtigung in der Care-Arbeit.
- Berlin lobt er für kostenfreie Kitas, sieht aber Verbesserungsbedarf bei der Infrastruktur für Familien.


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