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Meryl Streep verdoppelte ihr Honorar für „Der Teufel trägt Prada“ – und kehrte nach 20 Jahren zurück

Die Fortsetzung des Modeklassikers startet in den deutschen Kinos, doch der Fokus verschiebt sich von persönlicher Entwicklung hin zu einem Business-Drama über Machtspiele und Verrat.

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Meryl Streep verdoppelte ihr Honorar für „Der Teufel trägt Prada“ – und kehrte nach 20 Jahren zurück
Die Fortsetzung des Modeklassikers startet in den deutschen Kinos, doch der Fokus verschiebt sich von persönlicher EntwiCredit · SWR3

Die Fakten

  • „Der Teufel trägt Prada 2“ läuft seit heute in den deutschen Kinos.
  • Meryl Streep (76) lehnte das erste Angebot für die Rolle der Miranda Priestly ab, um ein höheres Honorar auszuhandeln.
  • Streep war damals 56 Jahre alt und bereit, in den Ruhestand zu gehen.
  • Der Film spielt im Jahr 2026 und legt einen starken Fokus auf Smartphones und Social Media.
  • Die Handlung des zweiten Teils konzentriert sich auf Machtspiele, Strategien und Verrat statt auf Mode oder Charakterentwicklung.
  • Der Film basiert auf dem Buch von Lauren Weisberger, die als Assistentin von Anna Wintour arbeitete.

Eine Verhandlung über den eigenen Wert

Meryl Streep wäre beinahe nicht als Miranda Priestly in „Der Teufel trägt Prada“ zu sehen gewesen. In der Talkshow „TODAY with Jenna & Sheinelle“ offenbarte die 76-jährige Oscarpreisträgerin, dass sie das erste Angebot für die Rolle ablehnte. „Ich war bereit, in Rente zu gehen“, sagte Streep, die damals 56 Jahre alt war. Auf die Frage nach dem Grund erklärte sie mit einem verschmitzten Lächeln, dass sie den Erfolg des Films voraussah. „Ich wollte sehen, ob ich mein Honorar verdoppeln könnte, und sie sagten sofort ‚klar‘.“ Die Schauspielerin reflektierte, dass sie lange gebraucht habe, um zu verstehen, dass sie solche Forderungen stellen könne. „Sie brauchten mich, das habe ich gefühlt“, fügte sie hinzu, während Anne Hathaway neben ihr zustimmte.

Der ikonische Cast kehrt zurück

Zwanzig Jahre nach dem Original versammelt „Der Teufel trägt Prada 2“ erneut Anne Hathaway, Meryl Streep, Emily Blunt und Stanley Tucci vor der Kamera. Die Chemie zwischen den Schauspielern wirkt natürlich und mühelos, was das Zuschauen angenehm macht. Besonders Hathaway sticht mit großer Präsenz hervor, während jede Figur ihre eigene Persönlichkeit behält. Doch der Ton des Films hat sich gewandelt. War der erste Teil von Träumen, Ehrgeiz und persönlicher Entwicklung geprägt, gleicht die Fortsetzung eher einem Business-Drama. Machtspiele, Strategien und Verrat stehen im Vordergrund, während die Figuren kaum Entwicklung zeigen – im Gegensatz zu Miranda Priestlys Wandlung im Original.

Ein modernes Setting mit Nebenwirkungen

Die Handlung spielt im Jahr 2026 und legt einen starken Fokus auf Smartphones, Social Media und ähnliche Themen. Dies ist nachvollziehbar für eine Fortsetzung nach zwei Jahrzehnten, wirkt jedoch stellenweise übertrieben und lenkt vom eigentlichen Kern der Geschichte ab. Die Modewelt, einst zentrales Element, tritt in den Hintergrund. Die US-amerikanische „Vogue“ nutzte den Hype und die Nostalgie um den Film aus und mischte bei der Pressetour ordentlich mit. Die Figur der Miranda Priestly ist bekanntlich an die ehemalige „Vogue“-Chefredakteurin Anna Wintour angelehnt, für die Lauren Weisberger, Autorin der Buchvorlage, einst als Assistentin arbeitete.

Streeps Lektion für Frauen in der Branche

Streeps Enthüllung über ihre Honorarverhandlung erhielt in den sozialen Medien viel Zuspruch. Ein viel gelikter Kommentar auf Instagram lautete: „Zu wenige Frauen erkennen das schon früh in ihrer Karriere. Wir alle müssen besser für uns selbst eintreten.“ Ein anderer Nutzer schrieb: „Ich bin so froh, dass sie ihren Wert erkannt hat – und Gott sei Dank ist sie nicht in den Ruhestand gegangen!!“ Die Schauspielerin selbst bezeichnete die Erfahrung als Lektion. „Ich war bereit, in Rente zu gehen“, wiederholte sie, und betonte, dass sie gelernt habe, für sich selbst einzustehen.

Kritische Stimmen zur Fortsetzung

Während der Cast überzeugt, wird die Fortsetzung kritisch gesehen. Die Handlung wirke wie ein Business-Drama, das von Machtspielen und Strategien dominiert werde, während die persönliche Entwicklung der Figuren vernachlässigt werde. Die Modewelt, einst Herzstück des ersten Films, trete in den Hintergrund. Der Film startete heute in den deutschen Kinos. Ob sich ein Besuch lohnt, bleibt angesichts der gemischten Kritiken offen.

Das Wichtigste

  • Meryl Streep verhandelte erfolgreich eine Honorarverdopplung für ihre Rolle als Miranda Priestly – eine Lektion über Selbstwert, die sie erst mit 56 lernte.
  • „Der Teufel trägt Prada 2“ bringt den Original-Cast zurück, verlagert den Fokus jedoch von Mode und Charakterentwicklung auf Machtspiele und Verrat.
  • Der Film spielt im Jahr 2026 und thematisiert Smartphones und Social Media, was teilweise vom Kern der Geschichte ablenkt.
  • Die Fortsetzung basiert auf Lauren Weisbergers Roman, der auf ihren Erfahrungen als Assistentin von Anna Wintour beruht.
  • Streeps Offenbarung über ihre Verhandlungstaktik fand in sozialen Medien breite Zustimmung und wird als Beispiel für weibliches Empowerment gesehen.
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