Actualité

Runjaic vor Derby gegen Torino: „Erinnerung an Erdbeben motiviert uns“

Vor dem Heimspiel gegen den formstarken Torino muss Udinese auf mehrere Schlüsselspieler verzichten, darunter Toptorjäger Davis.

3 min
Runjaic vor Derby gegen Torino: „Erinnerung an Erdbeben motiviert uns“
Vor dem Heimspiel gegen den formstarken Torino muss Udinese auf mehrere Schlüsselspieler verzichten, darunter ToptorjägeCredit · OneFootball

Die Fakten

  • Udinese empfängt Torino am Samstag im Bluenergy Stadium.
  • Torino hat seit dem Trainerwechsel einen Punkteschnitt von 1,7 pro Spiel.
  • Udinese muss auf Davis (verletzt), Bertola, Zemura und Zanoli verzichten.
  • Ekkelenkamp und Karlstrom sind fraglich, Piotrowski fällt wahrscheinlich aus.
  • Torino verfügt über starke Spieler wie Casadei, Vlasic und Simeone.
  • Trainer Runjaic betont die besondere emotionale Bedeutung des Spiels aufgrund des Erdbeben-Jahrestags.

Ein Spiel mit besonderer Bedeutung

Für Udinese-Trainer Kosta Runjaic ist die Partie gegen Torino am Samstag mehr als nur ein weiteres Ligaspiel. Die Erinnerung an das verheerende Erdbeben, das die Region vor Jahren erschütterte, verleiht der Begegnung eine tiefe emotionale Dimension. „Die Wiederkehr des Erdbebens motiviert uns, noch mehr zu geben“, sagte Runjaic auf der Pressekonferenz am Freitag. Die Bianconeri wollen die Saison stark beenden und haben in den letzten Spielen gezeigt, dass sie auch ohne ihren Topstürmer Davis konkurrenzfähig sind. Gegen die Lazio und zeitweise gegen Parma überzeugte die Mannschaft trotz der Ausfälle. Runjaic lobte den Zusammenhalt des Teams: „Andere Spieler haben ihren Wert bewiesen, das zeigt die Geschlossenheit der Mannschaft.“

Personelle Sorgen vor dem Spitzenspiel

Die personelle Situation bleibt angespannt. Neben Davis, der auch gegen Torino fehlen wird, stehen Bertola, Zemura und Zanoli definitiv nicht zur Verfügung. Ekkelenkamp und Karlstrom sind fraglich, eine Entscheidung fällt erst am Samstag. Piotrowski wird voraussichtlich ebenfalls ausfallen. „Es ist schade, Davis nicht zu haben, aber wir suchen keine Ausreden“, betonte Runjaic. Trotz der Ausfälle zeigte sich der Trainer zuversichtlich: „Alle Spieler, die dabei sind, werden ihr Bestes geben.“ Die Offensive könnte erneut auf Gueye setzen, der gegen Lazio eine starke Leistung zeigte, aber seine Chancen nicht nutzte. Alternativen sind Buksa oder Bayo. Runjaic ließ offen, wer von Beginn an spielen wird: „Wir haben viele Optionen.“

Gegner in Topform

Torino präsentiert sich nach dem Trainerwechsel in bestechender Form. Mit einem Punkteschnitt von 1,7 pro Spiel haben die Granaten zu alter Stärke zurückgefunden. Runjaic warnte vor der Qualität des Gegners: „Sie haben starke Spieler wie Casadei, Vlasic und Simeone. Torino wird uns aggressiver pressen als die Lazio.“ Die Mannschaft von Trainer Paolo Vanoli hat sich in den letzten Wochen stabilisiert und gehört zu den formstärksten Teams der Liga. Für Udinese wird es darauf ankommen, dem Druck standzuhalten und eigene Akzente zu setzen. „Wir werden sehen, was wir gegen einen weiteren starken Gegner ausrichten können“, sagte Runjaic.

Bilanz der letzten Spiele

Udinese hat in den vergangenen Partien gezeigt, dass sie auch ohne Davis mithalten können. Gegen die Lazio lieferte die Mannschaft eine geschlossene Teamleistung ab, auch wenn die Chancenverwertung verbesserungswürdig war. „Gueye hat viel gearbeitet und sich Chancen erarbeitet, die er leider nicht genutzt hat. Wir vertrauen ihm“, so Runjaic. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Mannschaft zum Saisonende nachließ, zeigt sich diesmal eine andere Einstellung. „Wir geben nichts auf“, betonte der Trainer. Die verbleibenden vier Spiele sollen genutzt werden, um einen positiven Abschluss zu finden.

Ausblick auf die Schlussphase

Mit nur noch vier ausstehenden Partien steht Udinese vor einer entscheidenden Phase. Das Spiel gegen Torino ist nicht nur aufgrund der Tabellensituation wichtig, sondern auch wegen der emotionalen Aufladung durch den Erdbeben-Jahrestag. Runjaic und sein Team sind entschlossen, die Saison würdig zu beenden. Die personellen Engpässe zwingen den Trainer zu kreativen Lösungen. Die Rückkehr von verletzten Spielern in den nächsten Wochen könnte neue Optionen eröffnen. Doch zunächst gilt die volle Konzentration dem Samstagsspiel, bei dem die Mannschaft trotz der Widrigkeiten ihre Stärke unter Beweis stellen will.

Das Wichtigste

  • Udinese tritt am Samstag ohne Toptorjäger Davis und drei weitere Stammkräfte gegen Torino an.
  • Trainer Runjaic nutzt die Erinnerung an das Erdbeben als zusätzliche Motivation für das Team.
  • Torino hat unter dem neuen Trainer einen Punkteschnitt von 1,7 und verfügt über gefährliche Offensivspieler.
  • Gueye könnte trotz vergebener Chancen erneut in der Startelf stehen, Alternativen sind Buksa und Bayo.
  • Die personelle Situation bleibt angespannt, Ekkelenkamp und Karlstrom sind fraglich, Piotrowski fällt wohl aus.
  • Udinese will die Saison stark beenden und zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr kämpferischer.
Mehr dazu