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WAC entkommt Abstiegsplatz: 4:1 in Altach beendet Auswärtsfluch

Nach frühem Rückstand drehen die Kärntner das Spiel und geben die Rote Laterne an Blau-Weiß Linz weiter – zwei Runden vor Saisonende atmet der WAC auf.

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WAC entkommt Abstiegsplatz: 4:1 in Altach beendet Auswärtsfluch
Nach frühem Rückstand drehen die Kärntner das Spiel und geben die Rote Laterne an Blau-Weiß Linz weiter – zwei Runden voCredit · sport.ORF.at

Die Fakten

  • WAC gewinnt 4:1 (2:1) bei SCR Altach am 30. Spieltag der Qualifikationsgruppe.
  • Tore: Hrstic (10.), Baumgartner (28.), Renner (32./Freistoß), Gattermayer (70.), Piesinger (77.).
  • WAC verlässt den Abstiegsplatz und hat zwei Punkte Vorsprung auf Blau-Weiß Linz.
  • Altach-Torwart Stojanovic muss zur Pause wegen Schwindel und Übelkeit ausgewechselt werden.
  • WAC beendet Serie von neun Auswärtsniederlagen in Folge; letzter Auswärtssieg am 26. Oktober 2025 bei Sturm Graz.
  • WAC-Trainer Silberberger holt im fünften Spiel den vierten Punkt.
  • Altach verlor zuvor am Freitag das Cupfinale gegen LASK mit 2:4 nach Verlängerung.
  • WAC-Stürmer Ngankam fällt nach 23 Minuten mit Muskelverletzung aus.

Wendung in Schnabelholz

Der Pellets WAC hat den Abstiegsplatz in der Admiral Bundesliga zwei Runden vor Schluss verlassen. Mit einem 4:1 (2:1) beim Cupfinalisten SCR Altach am Sonntag feierten die Kärntner den zweiten Sieg in Folge und schoben die Rote Laterne an Blau-Weiß Linz weiter. Vor 5.029 Zuschauern im Stadion Schnabelholz gerieten die Gäste zunächst in Rückstand, drehten die Partie aber noch vor der Pause. Es war der erste Auswärtssieg des WAC seit dem 26. Oktober 2025, als man 3:1 bei Sturm Graz gewann – neun Niederlagen in der Fremde lagen dazwischen.

Früher Schock und schnelle Antwort

Altach begann druckvoll: Mike Bähre eroberte den Ball im Mittelfeld und spielte steil auf Srdjan Hrstic. Der Stürmer zog in den Strafraum, wurde von Dominik Baumgartner nicht attackiert und traf aus knapp 16 Metern via Innenstange zum 1:0 (10. Minute). Doch der WAC schlug zurück. Eine Flanke von Wohlmuth erreichte Baumgartner, dessen harmloser Kopfball von Torwart Dejan Stojanovic ins eigene Tor abgewehrt wurde – 1:1 (28.). Vier Minuten später zirkelte Rene Renner einen Freistoß mit links an der schlecht postierten Mauer vorbei ins Netz. Der WAC führte 2:1.

Torwart-Drama und personelle Rückschläge

Stojanovic, der beim Freistoßtor möglicherweise schon beeinträchtigt war, blieb zur Pause wegen Schwindel und Übelkeit in der Kabine, wie der Verein mitteilte. Daniel Antosch ersetzte ihn. Beim WAC musste Torschütze Baumgartner angeschlagen raus; er und Marco Sulzner fehlen im nächsten Spiel wegen ihrer fünften Gelben Karte. Bereits in der 23. Minute war WAC-Stürmer Jessic Ngankam mit einer Muskelverletzung im rechten Oberschenkel ausgefallen. Markus Pink kam für ihn und erlebte die Wende hautnah.

Effizienz in der zweiten Hälfte

Nach der Pause boten beide Teams viel Kampf, aber wenig spielerische Höhepunkte. Altach vergab die große Chance zum Ausgleich: Der von Ouedraogo ideal bediente Hrstic überhob nicht nur Torwart Nikolas Polster, sondern auch das Tor (64.). Der WAC war effizienter. In der 70. Minute nutzte Angelo Gattermayer einen Fehler von Lukas Jäger, legte sich den Ball seitlich zurecht und schoss wuchtig ein. Simon Piesinger köpfte nach einer Ecke von Avdijaj zum 4:1 (77.) ein – Antosch sah dabei unglücklich aus.

Tabellenkonstellation und Ausblick

Durch den Sieg hat der WAC nun zwei Punkte mehr als Blau-Weiß Linz und nur einen weniger als Altach, WSG Tirol und der GAK. Der Abstiegskampf bleibt eng, der WAC hat sich aber Luft verschafft. Am Samstag gastiert der WAC beim Spitzenreiter Ried, Altach tritt beim GAK an, und Blau-Weiß Linz muss bei WSG Tirol ran. Für Altach, das am Freitag das Cupfinale gegen den LASK mit 2:4 nach Verlängerung verloren hatte, wird die Lage wieder bedrohlich.

Silberbergers Handschrift

Trainer Thomas Silberberger vertraute derselben Startelf, die zuvor mit einem 1:0 gegen den GAK den ersten Sieg unter seiner Regie gefeiert hatte. Im fünften Spiel holte der WAC den vierten Punkt – eine klare Aufwärtstendenz. Altach-Trainer Ognjen Zaric hatte nur eine Änderung im Vergleich zum Cupfinale vorgenommen: Patrick Greil (angeschlagen) saß zunächst auf der Bank, Ousmane Diawara durfte von Beginn an stürmen. Die Rechnung ging nicht auf.

Das Wichtigste

  • WAC verlässt den Abstiegsplatz und hat zwei Runden vor Schluss zwei Punkte Vorsprung auf Blau-Weiß Linz.
  • Der 4:1-Sieg in Altach beendet eine Serie von neun Auswärtsniederlagen in Folge.
  • Altach-Torwart Stojanovic musste zur Pause wegen Schwindel und Übelkeit ausgewechselt werden; sein Zustand ist unklar.
  • WAC-Stürmer Ngankam fiel früh mit einer Muskelverletzung aus, Baumgartner und Sulzner sind im nächsten Spiel gesperrt.
  • Altach steckt nach der Cupfinal-Niederlage wieder mitten im Abstiegskampf, der WAC hat sich unter Silberberger stabilisiert.
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