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Marko Arnautovic inszeniert sich als Präsidentschaftskandidat – doch der Coup entpuppt sich als Werbegag

Ein virales Video zeigt den ÖFB-Star beim Aufhängen von „Marko for President“-Plakaten; die Auflösung folgt prompt: Hinter der Aktion steckt eine Kampagne von Hyundai Austria.

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Marko Arnautovic inszeniert sich als Präsidentschaftskandidat – doch der Coup entpuppt sich als Werbegag
Ein virales Video zeigt den ÖFB-Star beim Aufhängen von „Marko for President“-Plakaten; die Auflösung folgt prompt: HintCredit · Kronen Zeitung

Die Fakten

  • Marko Arnautovic, 37, ist österreichischer Rekordnationalspieler und Stürmer bei Roter Stern Belgrad.
  • Ein Video auf dem Kanal „Thug Life Austria“ zeigt Arnautovic beim Aufhängen von Plakaten mit der Aufschrift „Marko for President“.
  • In einem weiteren Clip bestätigt Arnautovic augenzwinkernd die Gerüchte und fordert „mehr Feiertage für Österreich“.
  • Die Aktion ist Teil einer Werbekampagne von Hyundai Austria.
  • Arnautovic hatte zuvor bereits einen Werbedeal mit Egger Bier abgeschlossen.
  • Im Sommer 2026 wird Arnautovic erstmals an einer Weltmeisterschaft teilnehmen.
  • Mit Roter Stern Belgrad feierte er kürzlich den Meistertitel in Serbien.
  • Arnautovic wurde am 19. April 1989 in Wien-Floridsdorf geboren und debütierte 2008 in der österreichischen Nationalmannschaft.

Ein Video entfacht Spekulationen

Ein Video, das auf dem Kanal „Thug Life Austria“ veröffentlicht wurde, zeigt Marko Arnautovic dabei, wie er eigenhändig Plakate mit der Aufschrift „Marko for President“ anbringt. Die Inszenierung erinnert an klassische Wahlkampfszenen und löste in den sozialen Netzwerken sofort eine Lawine an Spekulationen aus. Hunderte Reaktionen sammelten sich innerhalb kürzester Zeit unter dem Clip, viele Fans feierten ihr Idol und fragten sich, ob der Stürmer tatsächlich politische Ambitionen hege. Arnautovic, der seit Jahren zu den schillerndsten Figuren im österreichischen Sport zählt, hat sich abseits des Platzes längst als Werbegesicht etabliert. Neben Kooperationen mit Biermarken hatte er zuletzt eine eigene TV-Show angekündigt. Die Frage nach einem möglichen Einstieg in die Politik schien daher nicht völlig abwegig.

Die Auflösung: Ein Marketing-Coup

Doch die vermeintliche Polit-Offensive entpuppt sich als durchdachter Marketing-Schachzug. In einem weiteren Clip richtet sich Arnautovic direkt an die Öffentlichkeit und bestätigt die kursierenden Gerüchte mit den Worten: „Servus Österreich. Ich möcht Euch hiermit offiziell sagen. Ja, die Gerüchte stimmen. Jetzt gehen wir das gemeinsam an. Marko Arnautovic for president. Für mehr Feiertage.“ Hinter der Aktion steht eine Kampagne von Hyundai Austria, die gezielt auf Aufmerksamkeit und virale Verbreitung ausgelegt ist. Die Wahlkampf-Inszenierung dient als kreatives Mittel, um maximale Reichweite zu erzielen. Bereits wenige Wochen zuvor hatte Arnautovic einen Werbedeal mit Egger Bier besiegelt. Die aktuelle Kampagne unterstreicht einmal mehr, wie stark sich der Fußballer als Marke positioniert.

Ein wiederkehrendes Motiv: Mehr Feiertage

Die Forderung nach mehr Feiertagen ist für Arnautovic kein neues Thema. Bereits nach der erfolgreichen WM-Qualifikation hatte er Bundespräsident Alexander Van der Bellen live im Fernsehen aufgefordert, den Tag kurzerhand zum Feiertag zu erklären. Diesen Faden spinnt die Kampagne nun weiter und verleiht der Aktion eine persönliche Note. Die Fans reagierten begeistert auf die humorvolle Inszenierung. Viele erkannten den ironischen Unterton und feierten die clevere Verbindung von Fußball, Politik und Werbung. Einige hatten kurzzeitig tatsächlich an einen ernsthaften Politikeinstieg gedacht, doch die Auflösung sorgte für allgemeine Erheiterung.

Sportlicher Höhepunkt im Sommer 2026

Abseits der Marketingwelt läuft es für den 37-Jährigen sportlich ebenfalls rund. Mit Roter Stern Belgrad holte er zuletzt die Meisterschaft in Serbien und bestätigte damit seine wichtige Rolle im Team. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf das nächste große Ziel: die Weltmeisterschaft 2026. Für Arnautovic, der am 19. April 1989 in Wien-Floridsdorf geboren wurde und seine Karriere beim FAC begann, wäre die WM-Teilnahme ein Meilenstein. Im Alter von 37 Jahren würde er sich damit seinen letzten großen Traum erfüllen und erstmals an einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Ob er nach dem Turnier noch eine neue sportliche Herausforderung sucht, etwa in den USA, oder seine Schuhe endgültig an den Nagel hängt, ist bislang nicht offiziell bestätigt.

Ein Star, der die Massen bewegt

Klar ist nur, dass „Arnie“ es auch mit 37 Jahren versteht, die Massen zu bewegen. Die Kombination aus sportlichem Erfolg, medialer Präsenz und geschicktem Marketing macht ihn zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten des österreichischen Sports. Die „Marko for President“-Kampagne ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Arnautovic die Grenzen zwischen Sport, Unterhaltung und Werbung verschwimmen lässt. Während die Gerüchte über einen Abschied aus Belgrad nach Saisonende lauter werden, bleibt der Fokus vorerst auf dem sportlichen Höhepunkt im Sommer 2026. Die Fans dürfen gespannt sein, ob der Stürmer nach der WM noch einmal eine Überraschung parat hat – oder ob die „Präsidentschaft“ doch nur ein flüchtiger Werbegag war.

Das Wichtigste

  • Marko Arnautovic hat mit einem viralen Video Spekulationen über eine Präsidentschaftskandidatur ausgelöst, die sich als Werbekampagne von Hyundai Austria entpuppten.
  • Die Aktion knüpft an Arnautovics frühere Forderung nach mehr Feiertagen für Österreich an, die er nach der WM-Qualifikation öffentlich äußerte.
  • Arnautovic feierte mit Roter Stern Belgrad den Meistertitel und bereitet sich auf seine erste WM-Teilnahme im Sommer 2026 vor.
  • Der 37-Jährige hat sich als Werbegesicht etabliert, mit Deals unter anderem für Egger Bier und Hyundai Austria.
  • Ob Arnautovic nach der WM seine Karriere beendet oder eine neue Herausforderung sucht, ist noch offen.
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