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Hoffenheim und Stuttgart liefern sich Duell um letzten Champions-League-Platz

Vor dem direkten Aufeinandertreffen am Samstag kämpfen beide Teams um die Qualifikation für die Königsklasse, während die TSG nach turbulenter Rückrunde wieder in der Spur ist.

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Hoffenheim und Stuttgart liefern sich Duell um letzten Champions-League-Platz
Vor dem direkten Aufeinandertreffen am Samstag kämpfen beide Teams um die Qualifikation für die Königsklasse, während diCredit · https://www.kicker.ch/

Die Fakten

  • Hoffenheim beendete die Hinrunde auf Platz 3, liegt nun aber nur noch auf Rang 5.
  • Der VfB Stuttgart unter Trainer Sebastian Hoeness will die Champions League erreichen.
  • Am Samstag treffen Hoffenheim und Stuttgart im direkten Duell um Platz 4 aufeinander.
  • Hoffenheim verzeichnete rund 30 Kaderbewegungen im Sommer 2025 unter Sportchef Andreas Schicker.
  • Grischa Prömel fehlt am Samstag gelbgesperrt und steht vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart.
  • Hoffenheims letztes Zu-Null-Spiel datiert von Mitte Februar.
  • Am 9. März wurden André Kreuzwieser und Florian Beil zu neuen Vorsitzenden des e.V. gewählt.

Showdown um die Königsklasse

Am Samstag empfängt die TSG Hoffenheim den VfB Stuttgart zu einem Spiel, das für beide Mannschaften eine Vorentscheidung im Rennen um den letzten Champions-League-Platz bedeuten könnte. Trainer Sebastian Hoeness hat die Marschroute klar ausgegeben: Der VfB will in die Königsklasse. Für Hoffenheim ist es das erste von zwei direkten Duellen gegen den Rivalen. Die Ausgangslage ist brisant: RB Leipzig hat sich auf Platz 3 bereits fünf Punkte abgesetzt, sodass sich Leverkusen, Hoffenheim und Stuttgart vermutlich um Rang 4 streiten werden. Ein Sieg am Samstag könnte den entscheidenden Vorteil bringen.

Hoffenheims Rückrunden-Schwankungen

Nach einer starken Hinrunde auf Platz 3 verlief die Rückrunde für die TSG zunächst holprig. Vier Spiele in Folge blieb das Team ohne Sieg, holte aus sieben Partien nur einen Dreier. Erst die jüngsten 2:1-Erfolge daheim gegen Borussia Dortmund und am vergangenen Samstag in Hamburg stoppten den Abwärtstrend. Laut Nicolas Beck, stellvertretender Sportressortleiter der Rhein-Neckar-Zeitung, habe sich die Mannschaft auch in der schwierigen Phase keine schwachen Auftritte geleistet, sondern lediglich das Spielglück verloren. Die Mannschaft laufe und laufe – kein Team in Europas Top-Fünf-Ligen absolviere mehr intensive Läufe oder Kilometer. Auch im Pressing sei die TSG ganz vorne dabei.

Der Kader-Umbau und die Ruhe nach den Wahlen

Entscheidend für den Aufschwung nach Platz 15 in der Vorsaison war der massive Kaderumbau im Sommer 2025. Sportchef Andreas Schicker forcierte rund 30 Kaderbewegungen. Neuzugänge wie Vladimir Coufal, Albian Hajdari, Tim Lemperle, Bernardo oder Wouter Burger sowie Leih-Rückkehrer wie Fisnik Asllani übertrafen die Erwartungen. Spieler wie Robin Hranac, die nach turbulenten Transfers im Sommer 2024 als Fehleinkäufe galten, entwickelten sich zu Stammspielern. Nach den Neuwahlen am 9. März, bei denen André Kreuzwieser und Florian Beil zu neuen Vorsitzenden des e.V. gewählt wurden, ist Ruhe im Verein eingekehrt. Andreas Schicker ist als einziger der vier Geschäftsführer vom Saisonstart übrig geblieben. Trainer Christian Ilzer sitzt fester denn je im Sattel. Ob die Harmonie anhält, wenn über die Neubesetzung der freien Geschäftsführer-Posten oder Transferfragen diskutiert wird, bleibt abzuwarten.

Stärken und Schwächen der TSG

Die größte Stärke Hoffenheims ist die Laufbereitschaft: Niemand in den europäischen Top-Ligen legt mehr Kilometer zurück oder setzt so viele intensive Läufe an. Ilzer und sein Staff haben das Team körperlich und mental in die Verfassung gebracht, den entscheidenden Extraschritt zu gehen. Als Schwäche nennt Beck das defensive Umschalten: „Gegentore waren es zuletzt dann doch ein bisschen zu viel für eine Mannschaft, die in die Champions League will.“ Letztmals spielte die TSG Mitte Februar zu Null.

Prömels Abgang und der kolportierte Wechsel

Grischa Prömel fehlt am Samstag gelbgesperrt – ausgerechnet gegen seinen vermutlich neuen Verein. Der Mittelfeldspieler steht vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart. Beck kommentiert: „Grischa Prömel ist ein Super-Typ und ein toller Fußballer. Glückwunsch an den VfB. Aber auch Glückwunsch an Grischa, für den es mich persönlich freut, dass er in seiner Heimat spielen wird.“ Bislang habe Beck niemanden getroffen, der sich nicht über eine Vertragsverlängerung in Hoffenheim gefreut hätte, aber auch niemanden, der den Wechsel nicht zumindest verstehen könne.

Prognose: Duell bis zum Saisonende

Bereits vor dem Hinspiel im Dezember hatte Beck prognostiziert, dass die TSG unter die besten Fünf kommen könne – hinter Bayern, Dortmund, Leipzig und Leverkusen. An dieser Einschätzung hat sich nichts geändert. Beck scherzt: „Vielleicht können wir uns ja darauf einigen: Der VfB wird Vierter, die TSG Fünfter – und weil in der UEFA-Rangliste Deutschland Spanien doch noch abfängt, geht’s für beide in die Champions League?“ Das direkte Duell am Samstag wird richtungsweisend sein. Sollte Stuttgart gewinnen, könnten sie sich entscheidend absetzen. Bei einem Sieg Hoffenheims bliebe der Kampf um Platz 4 völlig offen.

Das Wichtigste

  • Hoffenheim und Stuttgart treffen am Samstag im direkten Duell um den letzten Champions-League-Platz aufeinander.
  • Hoffenheims Rückrunde war von Schwankungen geprägt, doch die jüngsten Siege gegen Dortmund und Hamburg brachten Stabilität zurück.
  • Der massive Kaderumbau im Sommer 2025 mit rund 30 Bewegungen war entscheidend für den Aufschwung der TSG.
  • Grischa Prömel fehlt gelbgesperrt und steht vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart.
  • Hoffenheims größte Stärke ist die Laufbereitschaft, die Schwäche liegt im defensiven Umschalten.
  • Die Neuwahlen am 9. März haben vorerst Ruhe in den Verein gebracht, doch künftige Personalentscheidungen könnten neue Konflikte auslösen.
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