SRF-Moderatorin nach Sendeschluss im Bild: Ein «Handlingfehler»
Bei der Sendung «10 vor 10» kam es zu einer ungewöhnlichen Szene, als die Kamera nach dem offiziellen Ende weiter auf Moderatorin Eliane Leiser gerichtet blieb.

SWITZERLAND —
Die Fakten
- Eliane Leiser blieb am Freitag nach Sendeschluss länger im Bild.
- SRF bestätigt bei «10 vor 10» einen «Handlingfehler».
- Die Kamera verblieb während des Abspanns auf dem Studio.
- Leiser hantierte sichtbar am Moderationspult.
- Der Vorfall bot einen kurzen Blick hinter die Kulissen.
- Russlands Präsident Putin soll laut Geheimdienstbericht nervös sein.
- Putin fürchtet laut Bericht einen Putsch oder ein Attentat aus der eigenen Elite.
Ungewöhnliche Szene nach Sendungsende
Am Freitagabend ereignete sich während der Sendung «10 vor 10» eine unerwartete Panne. Nach der offiziellen Verabschiedung blieb Moderatorin Eliane Leiser länger als geplant im Bild. Anstatt direkt zum nächsten Programm überzuleiten, zeigte das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) weiterhin das Studio. Während des Abspanns war zu sehen, wie Leiser am Moderationstisch sass und sichtbar an den Bedienelementen hantierte. Es schien, als gehe sie davon aus, dass der Sendeteil bereits beendet sei. Sie blickte nicht mehr in die Kamera, sondern konzentrierte sich auf das Pult vor sich. Kurz darauf bewegte sich die 39-jährige Moderatorin vom Platz weg und war nur noch am Rande des Bildes zu sehen. Die Kamera blieb jedoch weiterhin auf das Studio gerichtet, einschliesslich des «10 vor 10»-Screens, und zeigte schliesslich, wie sich Leiser wieder an ihren Platz setzte.
SRF erklärt den Vorfall als «Handlingfehler»
SRF bestätigte den Vorfall und sprach von einem «Handlingfehler». Dieser habe dazu geführt, dass die Kamera «einige Sekunden länger auf der Moderatorin» verblieb als vorgesehen. Solche Unregelmässigkeiten könnten bei Live- und Studiosendungen in seltenen Fällen auftreten, hiess es weiter. Die im Bild sichtbaren Handgriffe von Eliane Leiser seien nicht ungewöhnlich gewesen. Sie entsprächen vielmehr den «normalen Abläufen am Moderationspult nach einer Livesendung». Für die Zuschauer bot sich dadurch ein kurzer, ungewollter Einblick hinter die Kulissen des Senders. Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend und betraf die Nachrichtensendung «10 vor 10». Die Moderatorin Eliane Leiser war nach dem offiziellen Ende der Sendung noch für einige Sekunden sichtbar, bevor die Kamera abschaltete.
Geheimdienstbericht zeichnet düsteres Bild von Putin
Parallel zu den technischen Pannen im Schweizer Fernsehen werfen Berichte aus dem Ausland ein beunruhigendes Licht auf die Lage in Russland. Ein europäischer Geheimdienstbericht legt nahe, dass Kremlchef Wladimir Putin aus Sicherheitsgründen zunehmend isoliert agiert. Er soll sich kaum noch in seinen Residenzen aufhalten und stattdessen mehr Zeit auf besonders gesicherten Stützpunkten verbringen. Dem Bericht zufolge sind die Sicherheitsvorkehrungen extrem verschärft worden. Personal wie Köche, Leibwächter und Fotografen dürfen keine Mobiltelefone mit Internetzugang mehr benutzen. Diese Abschottung sei zwar nicht gänzlich neu, doch seit März 2026 sei man im Kreml besonders alarmiert, heisst es in dem Dokument. Der Grund für die erhöhte Nervosität: Putin befürchte einen Putschversuch oder gar ein Attentat aus den eigenen Reihen der Machtelite. Dies umfasst Politiker, Staatsbeamte und einflussreiche Persönlichkeiten aus der Privatwirtschaft, die zunehmend unzufrieden seien.
Glaubwürdigkeit und Stimmung im Kreml
Die Glaubwürdigkeit solcher Geheimdienstberichte wird von Experten mit Vorsicht betrachtet. SRF-Russlandkorrespondent Calum MacKenzie betont, dass westliche Geheimdienste nicht immer die verlässlichste Quelle seien und ein Interesse daran haben könnten, bestimmte Narrative über Russland zu verbreiten. Dennoch wurde der Bericht, nebst anderen Medien, dem russischen Exilmedium «iStories» zugespielt, welches Teile der Informationen unabhängig verifizieren konnte. Mehrere Quellen innerhalb des russischen Staatsapparates bestätigten gegenüber «iStories», dass Putin tatsächlich an die Gefahr eines Putsches glaube. MacKenzie merkt an, dass der Bericht, auch wenn nicht alles verifiziert werden könne, Aufschluss über die Stimmung im Kreml gebe. Die wachsende Unzufriedenheit innerhalb der Elite, auch wegen der Internetbeschränkungen, und die allgemeine Unbeliebtheit Putins aufgrund der Wirtschaftslage, setze lokale Machthaber unter Druck. MacKenzie äussert sich jedoch skeptisch bezüglich eines unmittelbar bevorstehenden Umsturzes. Er argumentiert, dass die Lage noch keine akute Krise darstelle und die Elite keine homogene Gruppe sei, sondern aus vielen kleinen, sich gegenseitig überwachenden Einheiten bestehe, die ihrerseits Angst vor Repressionen hätten.
Kampf um Ressourcen und schwindende Loyalität
Der Ukraine-Krieg hat nach Einschätzung von MacKenzie zu einer Verschiebung der Machtverhältnisse und Ressourcenverteilung geführt. Die Politik, Bürokratie, Geheimdienste, das Militär und die Rüstungsindustrie erhalten nun erhebliche finanzielle Mittel, während die zivile Wirtschaft stagniert. Diese Gruppen kämpfen um die verbleibenden staatlichen Gelder. Die zivilen Sektoren der Elite sehen sich mit stark reduzierten finanziellen Zuflüssen konfrontiert. Dies führe zu verschärften Konflikten und einer schwindenden Überzeugung für Putins Politik. «Sie müssen den Gürtel enger schnallen und sind daher weniger von Putins Sache überzeugt», so MacKenzie. Die Situation der Elite hat sich im Vergleich zu früheren Jahren deutlich verschlechtert. Die Wirtschaft leidet, militärische Erfolge in der Ukraine bleiben aus, und die staatliche Repression schränkt das Leben aller ein. Dennoch glaubt MacKenzie nicht an einen baldigen Putsch oder ein Attentat, da die Gefahr einer staatlichen Reaktion zu gross sei.
Das Wichtigste
- Bei der SRF-Sendung «10 vor 10» kam es am Freitagabend zu einer technischen Panne, bei der die Moderatorin Eliane Leiser nach Sendeschluss länger im Bild blieb.
- SRF bezeichnete den Vorfall als «Handlingfehler» und erklärte, dass die Kamera ausserplanmässig länger auf dem Studio verweilte.
- Ein europäischer Geheimdienstbericht deutet darauf hin, dass Russlands Präsident Wladimir Putin aufgrund von Sicherheitsbedenken und wachsender Unzufriedenheit in der Elite zunehmend isoliert ist.
- Der Bericht legt nahe, dass Putin einen Putsch oder ein Attentat aus den eigenen Reihen fürchtet, obwohl Experten wie SRF-Korrespondent Calum MacKenzie dies als unwahrscheinlich einschätzen.
- Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Einschränkungen verschärfen die internen Konflikte innerhalb der russischen Elite, die um schwindende Ressourcen kämpft.
- Die Vorfälle beleuchten sowohl interne Abläufe bei Schweizer Medien als auch die angespannte politische und sicherheitspolitische Lage in Russland.







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