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2:2 zwischen Union Berlin und Köln: Emotionen, Pyro und ein Punkt für den Klassenerhalt

Vor 22.012 Zuschauern in der Alten Försterei trennen sich die Teams unentschieden – Köln bleibt fünf Punkte vor dem Relegationsplatz.

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2:2 zwischen Union Berlin und Köln: Emotionen, Pyro und ein Punkt für den Klassenerhalt
Vor 22.012 Zuschauern in der Alten Försterei trennen sich die Teams unentschieden – Köln bleibt fünf Punkte vor dem ReleCredit · Eurosport

Die Fakten

  • Union Berlin und Köln trennen sich 2:2 in der Alten Försterei.
  • 22.012 Zuschauer verfolgen das Spiel bei 26 Grad.
  • René Wagner kehrt als Co-Trainer von Union an seine alte Wirkungsstätte zurück.
  • Isak Johannesson fehlt wegen Gelbsperre (fünfte Gelbe Karte).
  • Rav van den Berg fällt mit muskulären Problemen aus, Dominique Heintz rückt in den Kader.
  • Köln hat fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz bei besserer Tordifferenz.
  • Union zeigt eine Choreografie, die vom Wind verweht wird; Köln-Fans antworten mit Pyro-Show.

Ein Punkt, der für Köln viel wert sein könnte

Am Samstagnachmittag trafen der 1. FC Union Berlin und der 1. FC Köln in der Alten Försterei aufeinander. Bei sommerlichen 26 Grad und vor 22.012 Zuschauern endete die Partie 2:2. Für die Kölner war es ein wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt: Mit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und einer starken Tordifferenz könnte das Ziel bereits am nächsten Spieltag erreicht werden. Schon vor dem Anpfiff herrschte ausgelassene Stimmung. Fans beider Lager versammelten sich früh um das Stadion, genossen die Sonne und diskutierten über die Teams. Die Gastgeber präsentierten eine Choreografie mit dem Spruch „Für Union, Wappentier und Hirschgeweih sind wir seit 15 Jahren schon dabei“ – doch der Wind machte den Bannern zu schaffen. Die Gästefans konterten mit einer großen Pyro-Show in Rot und Weiß, die jedoch schnell verflog, sodass Schiedsrichter Daniel Schlager pünktlich anpfeifen konnte.

Emotionaler Empfang für Ex-Unioner Wagner

Besonders emotional wurde es, als der Stadionsprecher die Namen ehemaliger Union-Spieler aufrief, die nun für Köln auflaufen: René Wagner, Dominique Heintz und Marius Bülter. Die Menge antwortete kollektiv mit „Fußballgott“. Wagner, der unter Steffen Baumgart Co-Trainer bei Union war, zeigte sich vor dem Spiel bei Sky gerührt: „Es ist schon ein bisschen besonders. Man kennt mehr Leute, wenn man herkommt. Das ist in anderen Stadien nicht unbedingt so. Und ich komme hier gern zurück und hoffentlich heute noch mehr als sonst, mit drei Punkten, dann auch zurück.“ Wagner hatte im Vergleich zur vorherigen Partie gegen Leverkusen (1:2) zwei Änderungen vorgenommen: Für den gelbgesperrten Isak Johannesson startete Tom Krauß, und Luca Waldschmidt, der zuletzt als Joker überzeugt hatte, ersetzte Linton Maina in der Startelf.

Personelle Überraschungen bei Köln

Die Kölner Kaderplanung hielt eine Überraschung bereit: Dominique Heintz kehrte ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein in den Kader zurück. Der Innenverteidiger war zuletzt wie Florian Kainz nicht berücksichtigt worden. Grund für seine Rückkehr war der Ausfall von Rav van den Berg: Der Niederländer musste das Training am Freitag vorzeitig abbrechen und leidet unter muskulären Problemen im hinteren Oberschenkel. „Es ist nicht so schlimm. Ich hoffe, nächste Woche wieder im Training dabei zu sein“, sagte van den Berg. Neben van den Berg fehlen weiterhin die Langzeitverletzten Timo Hübers, Luca Kilian und Ragnar Ache. Ob Ache in dieser Saison noch einmal zum Einsatz kommt, ließ Wagner offen: „Ich stehe nicht im direkten Austausch dazu.“ Auch Florian Kainz reiste nicht mit der Mannschaft nach Berlin, sondern fuhr bereits vorher mit seinem Dienstwagen davon. Dafür ist Denis Huseinbasic wieder mit an Bord.

Kölns Kader für das Spitzenspiel gegen Union

Der 1. FC Köln trat mit folgendem Kader an: Tor: Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler, Matthias Köbbing. Abwehr: Sebastian Sebulonsen, Cenk Özkacar, Kristoffer Lund, Jahmai Simpson-Pusey, Joel Schmied, Dominique Heintz. Mittelfeld: Felipe Chávez, Tom Krauß, Said El Mala, Jakub Kaminski, Linton Maina, Jan Thielmann, Alessio Castro-Montes, Denis Huseinbasic. Sturm: Youssoupha Niang, Marius Bülter, Luca Waldschmidt. Nicht im Kader standen: Luca Kilian, Timo Hübers, Ragnar Ache, Rav van den Berg, Florian Kainz, Isak Johannesson, Fynn Schenten und Cenny Neumann.

Die Ausgangslage vor dem Spiel

Mit einem Sieg hätten die Kölner den Klassenerhalt so gut wie sicher gemacht. Fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und eine für einen Abstiegskandidaten starke Tordifferenz gaben ihnen eine komfortable Position. Doch das Unentschieden reicht, um den Abstand zu wahren. Union Berlin hingegen kämpft um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte. Die Partie war von intensiven Zweikämpfen und hohem Tempo geprägt. Beide Teams zeigten sich offensiv, sodass die Zuschauer ein unterhaltsames Spiel sahen. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Remis, das Köln dem Klassenerhalt einen weiteren Schritt näher bringt.

Ausblick: Kölns nächste Schritte

Für Köln geht es nun darum, den Vorsprung zu verwalten und möglichst bald den Klassenerhalt perfekt zu machen. Mit einem Sieg im nächsten Spiel könnte das Ziel bereits erreicht sein. Union Berlin hingegen muss weiter um Punkte kämpfen, um sich von den Abstiegsrängen fernzuhalten. Die Personalsituation bei Köln bleibt angespannt: Rav van den Berg wird voraussichtlich nächste Woche wieder trainieren, doch die Langzeitverletzten fehlen weiterhin. Trainer Wagner kann jedoch auf die Rückkehr von Dominique Heintz bauen, der gegen seinen Ex-Verein eine starke Leistung zeigte.

Das Wichtigste

  • Köln bleibt fünf Punkte vor dem Relegationsplatz bei besserer Tordifferenz.
  • Das 2:2 in Berlin war ein wichtiger Schritt zum Klassenerhalt.
  • René Wagner kehrte emotional an seine alte Wirkungsstätte zurück.
  • Dominique Heintz kehrte überraschend in den Kader zurück, Rav van den Berg fiel aus.
  • Die Stimmung im Stadion war trotz Windproblemen bei der Choreografie und einer Pyro-Show ausgelassen.
  • Union Berlin und Köln trennten sich leistungsgerecht 2:2.
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