ZDF verschiebt "Aktenzeichen XY" für Sondersendung mit Kanzler Merz
Bundeskanzler Friedrich Merz stellt sich zum ersten Jahrestag seiner Amtszeit den Fragen von ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten.

SWITZERLAND —
Die Fakten
- Das ZDF ändert am Mittwochabend, 6. Mai 2026, sein reguläres Programm.
- Die Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" beginnt 20 Minuten später als üblich, um 20:35 Uhr.
- Die Doku-Reihe "XY Spuren des Verbrechens" wird ebenfalls nach hinten verschoben und startet um 19:50 Uhr.
- Grund ist die Sondersendung "Was nun, Herr Merz?", die um 19:20 Uhr ausgestrahlt wird.
- Bundeskanzler Friedrich Merz (70) wird in der Sondersendung Rede und Antwort stehen.
- Anlass ist das einjährige Amtsjubiläum von Bundeskanzler Merz, der vor einem Jahr im zweiten Wahlgang gewählt wurde.
- ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten (61) und Nachrichtenchefin Anne Gellinek (63) stellen die Fragen.
- Das Interview-Format "Was nun, …?" hat beim ZDF eine lange Tradition seit August 1985.
Programmumstellung für politische Sondersendung
Das ZDF überrascht seine Zuschauer am Mittwochabend, dem 6. Mai 2026, mit einer kurzfristigen Programmänderung. Die beliebte Fahndungssendung "Aktenzeichen XY... ungelöst", seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Senders, muss für eine politische Sondersendung weichen. Moderator Rudi Cerne (67) wird aus diesem Grund erst um 20:35 Uhr statt der üblichen 20:15 Uhr auf Sendung gehen. Diese Verschiebung hat auch Auswirkungen auf die vorgelagerte Doku-Reihe "XY Spuren des Verbrechens", die nun um 19:50 Uhr beginnt. Die Gründe für diese Umstrukturierung liegen in einem besonderen politischen Ereignis, das dem Sender offenbar hohe Relevanz beimisst. Die Entscheidung betrifft den gesamten Abendblock, sodass auch das "heute journal" erst um 22:05 Uhr ausgestrahlt wird. Die Sendung "Bares für Rares" um 15:05 Uhr ist von der Planänderung nicht betroffen und läuft wie gewohnt.
Kanzler Merz im Fokus der "Was nun, …?"-Ausgabe
Im Mittelpunkt der Programmänderung steht die Sondersendung "Was nun, Herr Merz?". Diese wird um 19:20 Uhr ausgestrahlt und Bundeskanzler Friedrich Merz (70) wird sich darin den Fragen von ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten (61) und Nachrichtenchefin Anne Gellinek (63) stellen. Anlass für diese Sondersendung ist das einjährige Amtsjubiläum des Bundeskanzlers. Genau ein Jahr ist es her, dass Merz im zweiten Wahlgang zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde – ein holpriger Start, dessen Folgen laut Umfragewerten noch spürbar sind. Die Sendung soll eine Bilanz der ersten zwölf Monate im Amt ziehen und beleuchten, wie stabil die schwarz-rote Koalition noch ist. Auch die wachsende Kritik aus den eigenen Reihen der CDU soll thematisiert werden.
Tradition und Neuerungen im "XY"-Universum
Die Sondersendung "Was nun, Herr Merz?" ist Teil eines etablierten Interview-Formats im ZDF, das seit August 1985 eine lange Tradition hat. Ursprünglich von Klaus Bresser und Wolfgang Herles moderiert, stellen sich seitdem Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker den Fragen der Redaktion. Die aktuelle Ausgabe widmet sich der Bilanz der ersten Amtsjahre von Friedrich Merz. Parallel zur Sondersendung erweitert das ZDF seine Marke "XY". Die neue True-Crime-Doku "XY Spuren des Verbrechens" verbindet Originalmaterial aus "Aktenzeichen XY... ungelöst" mit neuen Erkenntnissen und wird von Helene Reiner (35) moderiert. Diese Erweiterung des Formats unterstreicht die anhaltende Popularität des "XY"-Universums beim Publikum, das sich regelmäßig in starken Quoten widerspiegelt.
Hintergründe der Verschiebung: Ein politischer Meilenstein
Die Entscheidung des ZDF, den Sendeplatz von "Aktenzeichen XY... ungelöst" für eine politische Sendung zu räumen, ist bemerkenswert. Bundeskanzler Merz wurde am 6. Mai 2026, exakt ein Jahr vor der geplanten Sondersendung, im zweiten Wahlgang ins Amt berufen. Dieser denkwürdige Moment, der damals von Bettina Schausten als erste Interviewerin begleitet wurde, wird nun zum Anlass für eine tiefgehende Betrachtung seiner Amtszeit. Die Sendezeit von einer halben Stunde für das Gespräch mit dem Kanzler erscheint angesichts der zahlreichen innen- und außenpolitischen Herausforderungen der Zeit knapp bemessen. Es ist daher gut möglich, dass Friedrich Merz bald wieder zu einem Gespräch eingeladen wird, um die Entwicklungen weiter zu erörtern. Die Sendung "Aktenzeichen XY" hatte erst im April durch eine Technik-Panne für Aufsehen gesorgt, was die kurzfristige Programmänderung umso auffälliger macht.
Ausblick: Die Bilanz eines Kanzlerjahres
Die Sondersendung "Was nun, Herr Merz?" verspricht eine kritische Auseinandersetzung mit der ersten Amtszeit des Bundeskanzlers. Die Fragen von Schausten und Gellinek werden sich voraussichtlich auf die Stabilität der Koalition, die Bewältigung innen- und außenpolitischer Krisen sowie die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Partei konzentrieren. Es wird darum gehen, ob es Merz gelingt, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Die Verschiebung der beliebten True-Crime-Formate zugunsten einer politischen Analyse unterstreicht die Bedeutung, die dem ersten Amtsjahr von Bundeskanzler Merz beigemessen wird. Die Zuschauer können sich auf eine Sendung freuen, die nicht nur die Bilanz zieht, sondern auch die zukünftigen Herausforderungen und die politische Landschaft beleuchtet.
Das Wichtigste
- Das ZDF passt sein Programm am 6. Mai 2026 für eine Sondersendung mit Bundeskanzler Friedrich Merz an.
- "Aktenzeichen XY... ungelöst" und "XY Spuren des Verbrechens" werden am Mittwochabend später ausgestrahlt.
- Anlass ist das einjährige Amtsjubiläum von Bundeskanzler Merz, der im zweiten Wahlgang gewählt wurde.
- Die Sendung "Was nun, Herr Merz?" wird von ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten und Nachrichtenchefin Anne Gellinek moderiert.
- Im Fokus stehen die Bilanz der ersten zwölf Amtsmonate und die Stabilität der Regierungskoalition.
- Das Interview-Format "Was nun, …?" hat beim ZDF eine lange Tradition seit 1985.







Swiss-Flug LX123: Co-Pilot erleidet medizinischen Notfall über Kasachstan

SRF-Moderatorin nach Sendeschluss im Bild: Ein «Handlingfehler»

Lara Gut-Behrami lässt Zukunft offen: «Vielleicht hatte ich mein letztes Rennen schon»
