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76ers werfen Celtics aus den Playoffs – Historisches Comeback nach 1:3-Rückstand

Angeführt von Joel Embiid und Tyrese Maxey besiegen die Philadelphia 76ers den Rekordmeister Boston Celtics im entscheidenden siebten Spiel mit 109:100 und ziehen ins Halbfinale der Eastern Conference ein.

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76ers werfen Celtics aus den Playoffs – Historisches Comeback nach 1:3-Rückstand
Angeführt von Joel Embiid und Tyrese Maxey besiegen die Philadelphia 76ers den Rekordmeister Boston Celtics im entscheidCredit · ESPN

Die Fakten

  • Philadelphia 76ers gewinnen Serie gegen Boston Celtics mit 4:3 nach 1:3-Rückstand.
  • Joel Embiid erzielt 34 Punkte und 12 Rebounds im entscheidenden Spiel.
  • Tyrese Maxey steuert 30 Punkte bei.
  • Jayson Tatum fehlt bei Boston wegen Kniebeschwerden.
  • Jaylen Brown erzielt 33 Punkte für die Celtics.
  • Im Halbfinale treffen die 76ers auf die New York Knicks, inklusive des deutschen Centers Ariel Hukporti.
  • Boston hatte die letzten sechs Duelle gegen Philadelphia gewonnen und Embiid 2018, 2020 und 2023 aus den Playoffs geworfen.

Sensation in der NBA: Philadelphia eliminiert den Rekordmeister

Die Philadelphia 76ers haben ein kleines NBA-Wunder vollbracht und Rekordmeister Boston Celtics aus den Playoffs geworfen. Angeführt von einem überragenden Joel Embiid drehen die Sixers eine bereits verloren geglaubte Serie und stehen nach einem historischen Comeback im Halbfinale der Eastern Conference. Im alles entscheidenden siebten Spiel setzte sich das Team aus Pennsylvania mit 109:100 durch und vollendete damit eine beeindruckende Aufholjagd. Dabei standen die Vorzeichen zunächst klar gegen Philadelphia: In der Best-of-Seven-Serie lagen Joel Embiid und Co. bereits mit 1:3 zurück – doch mit drei Siegen in Folge drehten die Sixers das Duell.

Embiid und Maxey als Matchwinner

Im entscheidenden Spiel ragte vor allem Joel Embiid heraus. Der Big Man dominierte die Partie mit 34 Punkten und zwölf Rebounds und gab seinem Team sowohl offensiv als auch emotional den Takt vor. Starke Unterstützung erhielt er von Tyrese Maxey, der mit 30 Zählern ebenfalls kaum zu stoppen war. Boston musste kurzfristig auf Superstar Jayson Tatum verzichten, der wegen Kniebeschwerden nicht einsatzfähig war – ein schwerer Rückschlag für die Celtics. Zwar stemmte sich der Favorit lange gegen das drohende Aus, konnte den Lauf der Gäste aber nicht mehr stoppen. Jaylen Brown erzielte 33 Punkte, doch es reichte nicht.

Der Wendepunkt: „Wir mussten einen Riegel vorschieben“

Matchwinner Maxey beschrieb den Wendepunkt der Serie nach Spiel 5: „Wir haben uns zusammengesetzt und gesagt, dass wir nicht zulassen dürfen, dass immer wieder das Gleiche passiert. Irgendwann mussten wir einen Riegel vorschieben – und genau das haben wir getan.“ Die 76ers haben nie zuvor die nächste Runde in den Playoffs erreicht, wenn das Team nach Siegen bereits 1:3 hinten lag. Philadelphia hatte sich lediglich auf Rang sieben der Eastern Conference qualifiziert und den Umweg über die Play-Ins nehmen müssen.

Bostons Favoritenrolle und historische Niederlage

Besonders pikant aus Celtics-Sicht: Boston war als klarer Favorit in die Serie gegangen. Die Grün-Weißen hatten die letzten sechs Duelle gegen Philadelphia gewonnen und Embiid in den Jahren 2018, 2020 und 2023 jeweils aus den Playoffs geworfen. Dieses Mal jedoch wendete sich das Blatt. Boston wird damit zum nächsten Team, das nach einer 3:1-Führung noch scheitert. Die an Nummer zwei gesetzten Celtics waren in der Hauptrunde das zweitbeste Team der Eastern Conference gewesen.

Ausblick: Halbfinale gegen die New York Knicks

Für die 76ers geht das Playoff-Märchen nun weiter. Im Halbfinale der Eastern Conference wartet mit den New York Knicks die nächste schwere Aufgabe – inklusive des deutschen Centers Ariel Hukporti. Für Philadelphia lebt der Traum vom ganz großen Wurf weiter. Die Knicks haben sich ebenfalls durch die Playoffs gekämpft und stellen eine starke Mannschaft. Die Serie verspricht Spannung, denn beide Teams haben in dieser Saison bereits gezeigt, dass sie zu Überraschungen fähig sind.

Das Wichtigste

  • Die Philadelphia 76ers haben als erstes Team in ihrer Franchise-Geschichte eine Playoff-Serie nach einem 1:3-Rückstand gewonnen.
  • Joel Embiid und Tyrese Maxey waren die entscheidenden Spieler mit 34 bzw. 30 Punkten im siebten Spiel.
  • Boston Celtics mussten auf Jayson Tatum verzichten, was eine erhebliche Schwächung darstellte.
  • Die 76ers treffen im Halbfinale der Eastern Conference auf die New York Knicks, bei denen der deutsche Center Ariel Hukporti im Kader steht.
  • Boston hatte die letzten sechs Duelle gegen Philadelphia gewonnen und Embiid mehrfach aus den Playoffs geworfen, bevor diese Serie die Bilanz änderte.
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