Eisbären Berlin feiern zwölften DEL-Titel – doch Meistertrainer Aubin und Routinier Noebels verkünden Abschied
Mit einem 4:1-Sieg in Mannheim sichern sich die Berliner den dritten Titel in Serie, müssen aber den Abgang ihres Erfolgscoaches und eines Schlüsselspielers verkraften.

GERMANY —
Die Fakten
- Eisbären Berlin gewinnen Spiel 5 der Finalserie bei den Adler Mannheim mit 4:1.
- Die Serie endet 4:1 für Berlin – der dritte Meistertitel in Folge und der zwölfte in der DEL.
- Ty Ronning erzielt zwei Tore (20., 44.), Liam Kirk und Eric Mik treffen ebenfalls.
- Jonas Stettmer wird zum wertvollsten Spieler der Finalserie gekürt.
- Trainer Serge Aubin verlässt den Club trotz Vertrags bis 2028 zum SC Bern.
- Marcel Noebels, fünffacher Meister mit Berlin, wechselt zu den Kölner Haien.
- Die offizielle Meisterfeier ist für den 9. Mai 2026 auf dem Uber Platz angesetzt.
Titelverteidigung in Mannheim besiegelt
Die Eisbären Berlin sind zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister. Am Sonntagabend besiegten sie die Adler Mannheim in der SAP Arena mit 4:1 und entschieden die Finalserie mit demselben Ergebnis für sich. Für den Hauptstadtclub ist es der zwölfte Titel in der Deutschen Eishockey Liga und der insgesamt 27. Landesmeistertitel der Vereinsgeschichte. Das fünfte Finalspiel begann mit hohem Tempo und wechselndem Momentum. Beide Teams erspielten sich Chancen, doch die Berliner hatten ein leichtes Übergewicht und die gefährlicheren Abschlüsse. In der letzten Minute des ersten Drittels erzielte Ty Ronning (20.) die Führung für die Gäste.
Stettmer sichert den Sieg
Kurz nach Wiederbeginn baute Liam Kirk (22.) den Vorsprung auf 2:0 aus. Wenige Momente später entschärfte Torhüter Jonas Stettmer zwei hochkarätige Mannheimer Torchancen. Die Adler drückten auf den Anschluss, doch Berlin verteidigte geschlossen, und Stettmer blieb zur Stelle, wann immer er gebraucht wurde. Im Schlussdrittel traf Ronning (44.) mit seinem zweiten Tor zum 3:0. Mannheim warf alles nach vorne, nahm Torhüter Mattson früh vom Eis und ersetzte ihn durch einen sechsten Feldspieler. Stettmer parierte unter anderem einen Penalty. Eric Mik (58.) traf ins leere Tor zum 4:0, ehe Marc Michaelis (59.) im Powerplay den Ehrentreffer für die Adler erzielte.
Abschied von Erfolgscoach Aubin
Einen Tag nach dem Titelgewinn bestätigten die Eisbären den Abgang ihres Trainers Serge Aubin. Der 51-Jährige wechselt zum SC Bern, wo er einen Dreijahresvertrag unterschrieb, obwohl sein Vertrag in Berlin noch bis 2028 lief. „Wir sind Serge unglaublich dankbar für seine Arbeit. Fünf Meisterschaften in den letzten sechs Jahren sprechen für sich“, teilte der Rekordmeister mit. Aubin stellte mit fünf Meisterschaften den Clubrekord des legendären Trainers Don Jackson ein. Seit er die Playoffs mit Berlin erreichte, verlor die Mannschaft keine einzige der 15 Serien. Sportdirektor Stéphane Richer kündigte an, die Situation in Ruhe zu analysieren: „Wir haben ein sehr gutes Trainerteam und werden den passenden Head Coach finden.“
Noebels' emotionaler Abschied
Marcel Noebels, der mit den Eisbären fünf Meistertitel gewann, verabschiedete sich nach dem Finalspiel mit bewegenden Worten. „Für mich ist die Finalserie sehr emotional. Ich wusste, dass das letzte Spiel kommen wird. Es hätte keinen besseren Abschied geben können“, sagte der Olympia-Zweite von 2018. Ursprünglich habe er geplant, seine Karriere in Berlin zu beenden, doch nun zeichnet sich ein Wechsel zu den Kölner Haien ab. Noebels' Abschied und der von Aubin markieren einen tiefgreifenden Umbruch beim Serienmeister. Die Feierlichkeiten hatten gerade erst begonnen, als die Nachrichten die Stimmung trübten. Der Club muss nun einen neuen Cheftrainer finden und einen der erfahrensten Spieler ersetzen.
Eine Saison voller Widrigkeiten
Diese Meisterschaft galt lange als die unwahrscheinlichste. Verletzungen wichtiger Spieler wie Blaine Byron und Ty Ronning warfen die Berliner immer wieder zurück. Der im Rollstuhl feiernde Lean Bergmann wurde zum Symbol einer schwierigen Saison, die erst nach der Olympia-Pause richtig Fahrt aufnahm. Zudem dezimierte eine Sperre von Kapitän Kai Wissmann das Team. Doch die Eisbären kämpften sich durch und gewannen die Finalserie gegen Straubing, Mannheim und Köln. „Wir haben eine brutal geile Truppe“, sagte ein Spieler nach dem Titelgewinn. Trainer Aubin zeigte sich erleichtert: „Ich bin glücklich, dass es vorbei ist.“
Ausblick auf die neue Saison
Die offizielle Meisterfeier der Eisbären Berlin ist für Samstag, den 9. Mai 2026 um 15:00 Uhr auf dem Uber Platz geplant. Als Meister wird der Club erneut an der Champions Hockey League teilnehmen. Doch die Personalsorgen überschatten die Feierlichkeiten. Die Suche nach einem Nachfolger für Aubin hat noch nicht begonnen. Richer betonte, man werde den passenden Head Coach finden. Der Abgang von Noebels und die möglichen weiteren Wechsel stellen die Berliner vor große Herausforderungen. Die Konkurrenz, insbesondere die Adler Mannheim, die in der Finalserie unterlagen, wird gestärkt zurückkommen.
Das Wichtigste
- Eisbären Berlin gewinnen den zwölften DEL-Titel und den dritten in Serie durch ein 4:1 in der Finalserie gegen Mannheim.
- Ty Ronning erzielt zwei Tore, Jonas Stettmer wird zum wertvollsten Spieler der Finalserie gewählt.
- Trainer Serge Aubin verlässt den Club trotz Vertrags bis 2028 in Richtung SC Bern.
- Marcel Noebels, fünfmaliger Meister mit Berlin, wechselt zu den Kölner Haien.
- Die Meisterfeier findet am 9. Mai 2026 auf dem Uber Platz statt.
- Der Umbruch beim Serienmeister stellt die Weichen für eine schwierige Titelverteidigung in der kommenden Saison.







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