Energie Cottbus trauert um Ehrenpräsident Dieter Krein – eine Ära endet
Der langjährige Präsident, der den Verein aus der Amateurklasse in die Bundesliga führte, ist im Alter von 84 Jahren gestorben.

GERMANY —
Die Fakten
- Dieter Krein starb am 2. Mai 2026 im Alter von 84 Jahren.
- Krein war von 1993 bis 2005 Präsident des FC Energie Cottbus.
- Unter seiner Führung stieg der Verein 1997 in die 2. Bundesliga auf und erreichte das DFB-Pokalfinale.
- Im Jahr 2000 gelang der Aufstieg in die Bundesliga, in der sich Cottbus drei Spielzeiten hielt.
- Krein wurde 1941 in Leipzig geboren und war in der DDR als Torwart aktiv.
- Er war Ehrenpräsident des Vereins und bis zuletzt bei Heimspielen präsent.
- Am 31. Januar 2026 feierte Krein noch den 60. Vereinsgeburtstag von Energie Cottbus.
Ein Leben für den Fußball und Energie Cottbus
Der FC Energie Cottbus und die gesamte Cottbuser Sportfamilie trauern um Dieter Krein. Mit tiefer Betroffenheit und Fassungslosigkeit erhielten sie die Nachricht vom Tod ihres Ehrenpräsidenten. Krein starb am 2. Mai 2026 im Alter von 84 Jahren. Sein Name wird für immer untrennbar mit der großen Erfolgsgeschichte des Vereins nach der Wende verbunden bleiben. Als Präsident führte er Energie 1997 in den Profifußball und 2000 sogar bis in die Bundesliga. Gemeinsam mit Manager Klaus Stabach und Trainer Eduard Geyer brachte er Cottbus auf die gesamtdeutsche Fußballlandkarte.
Der Weg an die Spitze: Vom Amateurklub zum Bundesligisten
Unter Präsident Dieter Krein erlebte der Verein den Aufstieg aus dem grauen Amateursport in die schillernde Welt des Profifußballs. 1997 stieg man nicht nur in die 2. Bundesliga auf, auch das Endspiel im DFB-Pokal wurde erreicht. Cottbus wurde deutschlandweit bekannt – vor allem dank „Macher“ Dieter Krein. Viele gute Entscheidungen wurden getroffen, nie mehr Geld ausgegeben als zur Verfügung stand. Aus den geringen Mitteln wurde das Maximum herausgeholt. Energie stand in der öffentlichen Wahrnehmung für Ehrlichkeit, Fleiß und zielstrebige, harte Arbeit.
Das Triumvirat: Krein, Stabach, Geyer
Das sogenannte „Triumvirat“ mit Dieter Krein an vorderster Front schaffte etwas, was noch heute unglaublich, ja fast magisch anmutet. Krein hatte die nötigen Beziehungen in die Wirtschaft. Er akquirierte Sponsoren und beschaffte die Mittel für das finanzielle Fundament. Auch sorgte er für den Ausbau der Infrastruktur, investierte ins Stadion, ermöglichte die Flutlichtanlage und später den Bau der Osttribüne. Sportlich vertraute er ganz und gar Klaus Stabach und Eduard Geyer, die ihrerseits eine fantastische Arbeit ablieferten. Krein selbst war offen, ehrlich und authentisch – um ein offenes Wort war er niemals verlegen.
Vom Torwart zum Präsidenten: Kreins bewegte Vita
Dieter Krein wurde 1941 in Leipzig geboren. Schon früh begeisterte er sich für den Sport, spielte leidenschaftlich Fußball. 1959 zog er nach Suhl, wo er im Rahmen seines Wehrdienstes die Offiziersschule besuchte und studierte. In dieser Zeit spielte er als Torwart für den Armeesportverein Vorwärts Dermbach in der Bezirksliga Suhl. 1963 verließ er die Armee und schloss sich der BSG Motor Dietlas an, wo er mit Hans Meier zusammenspielte – der später als Bundesliga-Trainer von Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC und dem 1. FC Nürnberg Bekanntheit erlangte. 1965 wechselte Krein komplett die Sportart und entdeckte seine Begeisterung für den Wasserball. Er hütete das Tor für die Wasserball-Sektion von Chemie Böhlen. Dem Fußball blieb er dennoch treu und spielte nach seiner Rückkehr nach Leipzig für Motor Nord Leipzig.
Der Mann hinter den Kulissen: Wirtschaft und Engagement
Erst 1975 zog es Dieter Krein beruflich in die Lausitz nach Cottbus. Er nahm eine Stelle als Abteilungsleiter einer Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) im Energie-Sektor an. Sportlich zog es Krein zum großen Cottbuser Verein Energie – jedoch nicht vordergründig zu den Fußballern, sondern zur Sektion Volleyball. Krein wurde Sektionsleiter Volleyball bei Energie und brachte großes Engagement und neue Ideen in den Verein. 1983 wurde er Direktor im Kraftwerk Jänschwalde und führte seinen beruflichen Werdegang in der Energie-Wirtschaft fort. 1990 bewarb er sich schließlich für ein Amt im Präsidium des FC Energie. Als Vizepräsident unter den Präsidenten Ulrich Wagner und Rechtsanwalt Ulrich Birke erlebte er die Nachwendezeit hautnah mit und wurde im Dezember 1993 selbst zum Präsidenten gewählt.
Ein Leben für den Sport bis zuletzt
Dieter Krein lebte bis zu seinem Tod in Trebendorf bei Weißwasser, war verheiratet, hatte zwei Kinder und zwei Enkel. Selbst als Rentner war seine Liebe zum aktiven Sport nie gewichen. Von 2006 bis 2018 wagte er sich sogar noch einmal aufs Eis – bei den Chiefs des Eissport Weißwasser spielte er als Torhüter. Jeden Mittwoch traf man ihn bei der Altliga-Mannschaft des FC Energie an, wo er voller Ehrgeiz und mit jeder Menge Spaß die Schuhe schnürte. Zuletzt feierte er am 31. Januar 2026 den 60. Vereinsgeburtstag seiner großen Liebe und seines Lebenswerks, dem FC Energie Cottbus. Am 2. Mai 2026 verstarb Dieter Krein. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Verwandten, Freunden und Wegbegleitern.
Ein Vermächtnis, das bleibt
Dieter Krein gab Interviews, war eines der Gesichter des Vereins und repräsentierte Energie so, wie er als Mensch selbst war: offen, ehrlich und authentisch. Zwar endete seine Präsidentschaft 2005, als er mit Michael Stein seinen Nachfolger einsetzte – doch die Leidenschaft für Energie war immer geblieben. Bis zuletzt konnte man den Ehrenpräsidenten gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Klaus Stabach bei Heimspielen auf der Tribüne antreffen, häufig lautstark und mit markigen Sprüchen. Der Verein und seine Anhänger werden den lebensfrohen und wundervollen Menschen für immer in Erinnerung behalten. Ruhe in Frieden, lieber Dieter.
Das Wichtigste
- Dieter Krein war von 1993 bis 2005 Präsident des FC Energie Cottbus und führte den Verein in die Bundesliga.
- Er starb am 2. Mai 2026 im Alter von 84 Jahren.
- Krein war auch sportlich vielseitig aktiv: Fußballtorwart, Wasserballtorwart und Eishockeytorwart bis ins hohe Alter.
- Er feierte noch am 31. Januar 2026 den 60. Vereinsgeburtstag von Energie Cottbus.
- Krein galt als Macher, der den Verein mit bescheidenen Mitteln zu überregionaler Bekanntheit führte.
- Sein Name bleibt untrennbar mit der Erfolgsgeschichte des Vereins nach der Wende verbunden.





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