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Johannes Kühn beendet nach 24 Jahren Biathlon-Karriere

Der 34-Jährige verkündet seinen sofortigen Rücktritt – ein Einzelsieg, WM-Bronze und zwei Olympiateilnahmen bleiben als Vermächtnis.

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Johannes Kühn beendet nach 24 Jahren Biathlon-Karriere
Der 34-Jährige verkündet seinen sofortigen Rücktritt – ein Einzelsieg, WM-Bronze und zwei Olympiateilnahmen bleiben als Credit · T-Online

Die Fakten

  • Johannes Kühn beendet seine Biathlon-Karriere mit sofortiger Wirkung.
  • Er gab seinen Rücktritt am 26. April 2025 über Instagram bekannt.
  • Kühn debütierte im Dezember 2012 im Weltcup und bestritt über 200 Rennen.
  • Seinen einzigen Weltcup-Einzelsieg feierte er im Dezember 2021 im Sprint von Hochfilzen.
  • Bei der WM 2025 in Lenzerheide gewann er mit der deutschen Staffel Bronze.
  • Er nahm an den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking teil.
  • Die Qualifikation für die Winterspiele 2026 in Italien verpasste er.
  • Kühn startete für den WSV Reit im Winkl und ist Zollbeamter.

Ein Rücktritt mit sofortiger Wirkung

Johannes Kühn hängt Gewehr und Skier an den Nagel. Der 34-jährige Biathlet aus dem deutschen Team gab am Freitag sein Karriereende bekannt. Der Deutsche Skiverband (DSV) bestätigte den Schritt offiziell. In einem Instagram-Beitrag schrieb Kühn: „Normalerweise geht heute das Training für den nächsten Winter los. Dieses Jahr ohne mich. Nach 24 Jahren Biathlon ist es Zeit, meine aktive Karriere zu beenden.“ Damit zieht er einen Schlussstrich unter eine Laufbahn, die 2012 im Weltcup begann.

Selbstkritischer Rückblick auf eine lange Karriere

Kühn zeigte sich in seiner Abschiedsbotschaft selbstkritisch. „Ob ich immer zufrieden war, natürlich nicht. Habe ich viele gute Ergebnisse verschossen, bestimmt. Das ist Biathlon“, schrieb er. Dennoch blicke er stolz auf seine Zeit zurück: „Ich durfte zu einigen Weltmeisterschaften, zu zwei Olympischen Spielen und über 200 Mal im Weltcup starten. Als Kind hätte man von so etwas geträumt!“ Er bedankte sich bei seinen Weggefährten. Der gebürtige Passauer startete für den WSV Reit im Winkl und arbeitet als Zollbeamter.

Höhepunkte einer erfolgreichen Laufbahn

Kühns größter Einzelerfolg war der Sprint-Sieg in Hochfilzen im Dezember 2021. Bei der Biathlon-WM 2025 in Lenzerheide gewann er mit der deutschen Staffel die Bronzemedaille. „Jetzt hier zu sitzen und mit den Jungs und dem ganzen Team zu feiern, ist für mich das Größte, was ich erreicht habe. Da bin ich unheimlich stolz drauf“, sagte er damals. Zweimal vertrat er Deutschland bei Olympischen Spielen: 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking. Für die Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina konnte er sich nicht mehr qualifizieren.

Ein langer Weg im Weltcup

Kühn gab sein Weltcup-Debüt im Dezember 2012 beim Sprint in Pokljuka. In den folgenden 14 Jahren war er fast ununterbrochen Teil der großen Biathlon-Bühne. Insgesamt bestritt er mehr als 200 Rennen auf höchstem Niveau. Bereits Anfang 2025 hatte Kühn seinen Rücktritt für dieses Jahr angekündigt, damals aber noch eine Hintertür offen gelassen. „Mein Plan geht bis Olympia 2026. Pläne können sich ändern, aber Stand jetzt ist der Plan so“, sagte er bei der WM in Lenzerheide. Nun ist klar: Er hält an seinem Plan fest und macht Schluss.

Abschied von einem bekannten Gesicht

Mit Kühns Rücktritt verliert das deutsche Biathlon-Team ein bekanntes Gesicht. Der DSV bestätigte, dass der Athlet mit sofortiger Wirkung zurücktritt und in der Saison 2026/27 nicht mehr in den Weltcup zurückkehren wird. Kühn selbst betonte, dass er trotz aller Höhen und Tiefen stolz auf seine lange Karriere sei. „Nach 24 Jahren Biathlon ist es Zeit“, schrieb er – ein Satz, der die Entscheidung eines erfahrenen Sportlers unterstreicht, der den richtigen Moment für den Abschied gewählt hat.

Das Wichtigste

  • Johannes Kühn beendet seine Biathlon-Karriere nach 24 Jahren mit sofortiger Wirkung.
  • Seine größten Erfolge: ein Weltcup-Sieg, WM-Bronze mit der Staffel und zwei Olympiateilnahmen.
  • Kühn debütierte 2012 im Weltcup und absolvierte über 200 Rennen.
  • Er verpasste die Qualifikation für Olympia 2026, was den Rücktritt mit beeinflusst haben dürfte.
  • Der DSV bestätigte den Rücktritt offiziell; Kühn dankte seinen Weggefährten.
  • Seine selbstkritische Haltung und der Stolz auf die Karriere prägten die Abschiedsbotschaft.
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