Draisaitl zögert mit WM-Zusage nach Oilers-Aus gegen Anaheim
Der 30-jährige NHL-Star ließ nach der 2:5-Niederlage im sechsten Spiel der ersten Playoff-Runde offen, ob er für Deutschland an der Weltmeisterschaft teilnehmen wird.

GERMANY —
Die Fakten
- Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers verloren das sechste Spiel der Quarterfinals mit 2:5 gegen die Anaheim Ducks.
- Die Niederlage bedeutete das Aus in der ersten Playoff-Runde; die Oilers verloren die Serie mit 2:4.
- Draisaitl erzielte in den sechs Playoff-Spielen drei Tore und sieben Vorlagen.
- Der 30-Jährige war erst zu Beginn der Playoffs nach einem Monat Verletzungspause zurückgekehrt.
- Draisaitl verwies auf sein Knie und eine Verletzung als Grund für seine Zögerlichkeit bezüglich der WM.
- Josh Samanski, 24, aus Erding, absolvierte seine erste NHL-Saison und erzielte in den Playoffs ein Tor und eine Vorlage.
- Moritz Seider, 25, Topverteidiger der Detroit Red Wings, hat seine WM-Teilnahme bereits angekündigt.
- Die Eishockey-Weltmeisterschaft findet vom 15. bis 31. Mai in der Schweiz statt.
Frühes Playoff-Aus für Edmonton
Die Saison von Leon Draisaitl in der nordamerikanischen Eishockeyliga NHL ist abrupt zu Ende gegangen. Die Edmonton Oilers unterlagen im sechsten Spiel der ersten Playoff-Runde den Anaheim Ducks mit 2:5 und schieden damit aus der K.o.-Runde aus. Die Serie endete mit 2:4-Siegen für Anaheim. Für die Oilers war es eine enttäuschende Niederlage, denn sie standen im sechsten Spiel mit dem Rücken zur Wand und benötigten zwingend einen Sieg, um die Serie zu verlängern. Stattdessen dominierten die Ducks die Partie und ließen Edmonton keine Chance auf eine Wende.
Draisaitls verletzungsbedingte Rückkehr
Draisaitl war erst zu Beginn der Playoffs nach einer einmonatigen Verletzungspause wieder aufs Eis zurückgekehrt. In den sechs Spielen der Serie kam der 30-jährige deutsche Nationalspieler auf drei Tore und sieben Vorlagen – eine beachtliche Leistung angesichts seiner angeschlagenen Verfassung. Dennoch konnte er das Ausscheiden seiner Mannschaft nicht verhindern. Nach dem Spiel äußerte sich Draisaitl zu seinem Gesundheitszustand: „Weiß ich jetzt gerade noch nicht, logischerweise mit meinem Knie, meiner Verletzung.“ Er habe „da jetzt durch was durchgespielt und mal schauen“, sagte der Stürmer. Die Aussage lässt offen, ob er sich einer längeren Erholungsphase unterziehen muss.
WM-Teilnahme ungewiss
Die Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz steht vor der Tür – sie findet vom 15. bis 31. Mai statt. Draisaitls Zusage für das deutsche Nationalteam ist jedoch alles andere als sicher. Der gebürtige Kölner ließ nach dem Playoff-Aus durchblicken, dass seine Verletzung eine Teilnahme infrage stellt. „Weiß ich jetzt gerade noch nicht“, wiederholte er auf Nachfrage. Sollte Draisaitl absagen, wäre das ein schwerer Schlag für die deutsche Nationalmannschaft, die auf ihre Top-Stars angewiesen ist. Der 30-Jährige zählt zu den besten Spielern der Welt und wäre einer der herausragenden Akteure des Turniers.
Samanski und Seider: Zwei weitere deutsche NHL-Profis
Neben Draisaitl stehen zwei weitere deutsche NHL-Spieler im Fokus: Josh Samanski und Moritz Seider. Samanski, 24 Jahre alt und aus Erding stammend, absolvierte seine erste NHL-Saison bei den Oilers. In den Playoffs steuerte er ein Tor und eine Vorlage bei. Nach dem Ausscheiden zeigte er sich offen für eine WM-Teilnahme: „Natürlich wird es ein Thema sein“, sagte er und kündigte an, gemeinsam mit dem Team entscheiden zu wollen, „was jetzt mit mir passiert“. Moritz Seider, Topverteidiger der Detroit Red Wings, hat dagegen bereits klare Signale gesendet. Der 25-Jährige erklärte am Rande des Playoff-Finales zwischen den Adler Mannheim und den Eisbären Berlin bei MagentaSport: „Es ist natürlich das große Ziel, zur letzten Vorbereitungsphase hier in Mannheim dabei zu sein.“ Seider kuriert sich derzeit in Mannheim von einer Verletzung aus, die sich als hartnäckiger erwiesen hat als erwartet. „Ich würde immer gerne spielen, aber man muss auch schauen, dass man rechtzeitig fit wird“, sagte er.
Die Ausgangslage für die deutsche Nationalmannschaft
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft steht vor einer ungewissen personellen Situation. Während Moritz Seider seine Teilnahme in Aussicht gestellt hat, bleibt Leon Draisaitls Mitwirkung fraglich. Josh Samanski könnte eine Alternative sein, doch auch er muss erst seine Entscheidung treffen. Die WM in der Schweiz ist für Deutschland eine wichtige Standortbestimmung. Nach dem überraschenden Erfolg bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr, als das Team bis ins Finale vordrang, ruhen die Hoffnungen auf einer erneuten starken Vorstellung. Die personellen Entscheidungen der NHL-Profis werden maßgeblich darüber bestimmen, ob die Mannschaft an diese Leistung anknüpfen kann.
Draisaitl und die Oilers am Scheideweg
Das frühe Aus in den Playoffs wirft auch Fragen zur Zukunft der Edmonton Oilers auf. Das Team um Superstar Connor McDavid und Leon Draisaitl galt als Titelanwärter, scheiterte jedoch erneut in der ersten Runde. Die Organisation steht nun vor der Herausforderung, den Kader zu verstärken und die nötigen Anpassungen vorzunehmen, um in der kommenden Saison tiefer in die Playoffs vorzudringen. Für Draisaitl persönlich geht es nach der enttäuschenden Saison darum, seine Gesundheit wiederherzustellen und sich auf die nächste Spielzeit vorzubereiten. Seine Entscheidung bezüglich der WM wird auch ein Signal dafür sein, wie ernst er die verbleibende Verletzung nimmt und ob er bereit ist, Risiken einzugehen.
Ausblick: Entscheidungen in den kommenden Tagen
In den nächsten Tagen werden die deutschen NHL-Profis ihre Entscheidungen zur WM-Teilnahme bekannt geben. Während Moritz Seider bereits signalisiert hat, dass er dabei sein will, bleibt bei Leon Draisaitl und Josh Samanski alles offen. Die deutsche Nationalmannschaft hofft auf die Zusagen ihrer Stars, um mit einem schlagkräftigen Team in die Schweiz zu reisen. Sollte Draisaitl absagen, müsste Bundestrainer Harold Kreis auf andere Spieler zurückgreifen und die Offensive neu formieren. Die Zeit drängt: Die WM beginnt am 15. Mai, und die Vorbereitung läuft bereits auf Hochtouren.
Das Wichtigste
- Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers sind in der ersten Playoff-Runde gegen die Anaheim Ducks ausgeschieden.
- Draisaitl zögert mit einer Zusage für die Eishockey-WM in der Schweiz aufgrund einer Knieverletzung.
- Josh Samanski, ebenfalls von den Oilers, erwägt eine WM-Teilnahme, hat aber noch keine Entscheidung getroffen.
- Moritz Seider von den Detroit Red Wings hat seine Teilnahme an der WM bereits angekündigt, kämpft aber mit einer hartnäckigen Verletzung.
- Die WM findet vom 15. bis 31. Mai in der Schweiz statt; Deutschland hofft auf eine starke Besetzung mit NHL-Stars.
- Das frühe Playoff-Aus stellt die Edmonton Oilers vor personelle und strategische Fragen für die Zukunft.




Schalke vor Aufstieg: Free-TV-Übertragung bei NITRO sorgt für Diskussionen
1. Mai legt Bundesliga lahm: Spiele wegen Sicherheitskräfte-Mangel verlegt
Bayern rotiert gegen Heidenheim: Ndiaye erneut in der Startelf
