Sport

Hjulmand vor Leipzig: „Jetzt ist keine Zeit für Analysen!“

Bayer Leverkusen empfängt RB Leipzig am Samstag in einem Spiel mit Finalcharakter – nur ein Sieg hält die Champions-League-Hoffnung am Leben.

3 min
Hjulmand vor Leipzig: „Jetzt ist keine Zeit für Analysen!“
Bayer Leverkusen empfängt RB Leipzig am Samstag in einem Spiel mit Finalcharakter – nur ein Sieg hält die Champions-LeagCredit · Kicker

Die Fakten

  • Bayer Leverkusen ist Sechster mit 55 Punkten, RB Leipzig Dritter mit 62 Punkten.
  • Im Hinspiel am 20. Dezember 2025 gewann Leverkusen 3:1 und überholte Leipzig auf Platz 3.
  • Trainer Kasper Hjulmands Vertrag läuft bis 2027, aber er gilt als „Trainer auf Bewährung“.
  • Leverkusen verlor nach dem Jahreswechsel unter anderem 1:4 gegen Stuttgart am 10. Januar 2026.
  • Hjulmand betont, dass drei Siege in den letzten drei Spielen die Champions-League-Qualifikation sichern würden.
  • Das Spiel Leverkusen gegen Leipzig wird am Samstag, 18.30 Uhr, bei Sky übertragen.

Ein Spiel mit Finalcharakter

Für Bayer Leverkusen hat die Partie gegen RB Leipzig am Samstagabend den Charakter eines Endspiels. Nur ein Sieg bewahrt die Chance auf die Qualifikation zur Champions League. Trainer Kasper Hjulmand spricht von einem „großen Spiel“ mit viel zu gewinnen. Die Werkself steht mit 55 Punkten auf Rang sechs, während Leipzig als Dritter 62 Zähler vorweisen kann. Der Rückstand beträgt sieben Punkte bei noch drei ausstehenden Spieltagen. Ein Sieg wäre die Minimalvoraussetzung, um den Anschluss zu halten.

Das Hinspiel als Maßstab

Am 20. Dezember 2025 lieferte Leverkusen in Leipzig eine Glanzleistung ab und gewann 3:1. Es war womöglich die beste Saisonleistung der Mannschaft. Dank des besseren Torverhältnisses überholte Bayer die Sachsen am 15. Spieltag und feierte Weihnachten auf Platz drei – damals hatten beide Teams 29 Punkte. Seither ist viel passiert. In der Rückrundentabelle belegt Leverkusen nur den sechsten Platz. Die Formkurve zeigte nach der Winterpause steil nach unten, beginnend mit einem 1:4-Debakel gegen Stuttgart am 10. Januar 2026.

Hjulmands Zukunft auf dem Prüfstand

Trainer Kasper Hjulmand steht seit Wochen unter Druck. Sein Vertrag läuft zwar bis 2027, doch die fehlende Konstanz und die ausbleibende Entwicklung der Mannschaft haben Spekulationen über eine Trennung im Sommer befeuert. Die FAZ bezeichnete ihn zuletzt als „Trainer auf Bewährung“. Hjulmand selbst geht professionell mit der Situation um. „Unsere Energie geht in das nächste Spiel gegen Leipzig“, sagt er. „Mit drei Siegen können wir nächstes Jahr wieder in der Champions League spielen. Mein Fokus liegt zu 100 Prozent auf diesen Spielen.“ Der Däne wirkt in diesen Tagen angriffslustiger als sonst – auch gegenüber den Medien.

Die Gründe für den Absturz

Auf die Frage nach den Ursachen des Einbruchs nach dem Hinspielsieg antwortet Hjulmand ausweichend: „Hätten wir gegen Heidenheim und Augsburg gewonnen, gäbe es diese Frage nicht. Jetzt ist aber nicht die Zeit, um eine Analyse der Saison zu machen, das können wir später tun.“ Er nennt dennoch einige Faktoren: „Es gibt sehr, sehr viele Ursachen. Manchmal waren es Kleinigkeiten, mal Ausfälle, mal Momente in einem Spiel, die den Unterschied in der Tabelle ausmachten.“ Die fehlende Konstanz und die mangelnde Entwicklung im Spiel der Mannschaft werden als Hauptgründe für die schwierige Lage gesehen.

Die Ausgangslage für die letzten drei Spiele

Leverkusen hat noch drei Saisonspiele. Um die Champions League zu erreichen, sind drei Siege Pflicht – und selbst das könnte bei einer gleichzeitigen Siegesserie der Konkurrenz nicht reichen. Hjulmands Fokus gilt ausschließlich dem nächsten Gegner: RB Leipzig. Das Spiel am Samstag um 18.30 Uhr wird bei Sky übertragen. Es ist das letzte Aufbäumen einer Mannschaft, die nach einer starken Hinrunde den Faden verloren hat. Ob Hjulmand über die Saison hinaus Trainer bleibt, wird sich erst nach dem letzten Spieltag entscheiden.

Ein Erfolg mit großer Tragweite

Gelingt Leverkusen die Champions-League-Qualifikation, wäre das nicht nur ein wichtiger Erfolg für den Klub, sondern auch ein riesiger persönlicher Triumph für Hjulmand. Ein Scheitern würde dagegen wohl das Ende seiner Amtszeit bedeuten. Der Druck ist enorm, doch der Trainer zeigt sich kämpferisch. „Es ist ein großes Spiel. Wir haben sehr viel zu gewinnen“, sagt er. Die nächsten 90 Minuten werden zeigen, ob Leverkusen noch einmal zurück in die europäische Spitze findet oder ob die Saison endgültig als Enttäuschung endet.

Das Wichtigste

  • Leverkusen muss gegen Leipzig gewinnen, um die Champions-League-Chance zu wahren.
  • Im Hinspiel siegte Bayer 3:1 und war zwischenzeitlich Dritter, nun liegt man sieben Punkte hinter Leipzig.
  • Trainer Hjulmand gilt als „Trainer auf Bewährung“; seine Zukunft hängt vom Saisonausgang ab.
  • Die Rückrunde verlief enttäuschend, mit einem 1:4 gegen Stuttgart als Tiefpunkt.
  • Hjulmand schiebt Analysen auf später und konzentriert sich auf die letzten drei Spiele.
  • Drei Siege aus den restlichen Partien sind nötig für die Champions-League-Qualifikation.
Galerie
Hjulmand vor Leipzig: „Jetzt ist keine Zeit für Analysen!“ — image 1Hjulmand vor Leipzig: „Jetzt ist keine Zeit für Analysen!“ — image 2Hjulmand vor Leipzig: „Jetzt ist keine Zeit für Analysen!“ — image 3
Mehr dazu