Polizei sperrt Hasenheide nach Schussgeräuschen – keine Spuren gefunden
Rund 60 Beamte durchkämmten den Volkspark in Neukölln, ein Hubschrauber war im Einsatz – die Serie von Schüssen in Berlin reißt nicht ab.

GERMANY —
Die Fakten
- Sonntagabend, 3. Mai 2026, Sperrung des Volksparks Hasenheide in Neukölln
- Rund 60 Polizisten und ein Hubschrauber im Einsatz
- Keine verdächtigen Personen oder Patronenhülsen gefunden
- Ein Zeuge meldete Schussgeräusche, Beamte hörten weitere Knallgeräusche
- Am Samstagabend wurden ein Jugendlicher und ein Mann an der Hermannstraße durch Schüsse verletzt
- Am frühen Sonntagmorgen wurde ein Café in der Potsdamer Straße in Schöneberg beschossen
- In den Tagen zuvor: Schüsse auf ein Haus in Spandau, auf einen Autoteilehändler in Neukölln und auf eine Fahrschule in Reinickendorf
Großeinsatz im Volkspark Hasenheide
Die Berliner Polizei hat am späten Sonntagabend den Volkspark Hasenheide in Neukölln gesperrt und mit rund 60 Beamten durchsucht. Ein Zeuge hatte zuvor Schussgeräusche gemeldet, woraufhin die Einsatzkräfte zum Park fuhren und dort weitere Knallgeräusche hörten. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz, um das weitläufige Gelände aus der Luft zu überwachen. Die Durchsuchung blieb jedoch ohne Ergebnis: Weder verdächtige Personen noch Patronenhülsen oder andere Spuren wurden gefunden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Sperrung des Parks wurde in der Nacht aufgehoben.
Eine Serie von Schüssen erschüttert Berlin
Der Einsatz in der Hasenheide ist der jüngste in einer Reihe von Schussvorfällen, die Berlin in den vergangenen Tagen erschüttern. Erst am Samstagabend wurden ein Jugendlicher und ein Mann an der Neuköllner Hermannstraße durch Schüsse verletzt. Die Hintergründe dieser Tat sind noch unklar, die Mordkommission ermittelt. Nur wenige Stunden später, am frühen Sonntagmorgen, wurde ein Café in der Potsdamer Straße in Schöneberg beschossen. Auch hier fehlen bislang konkrete Hinweise auf die Täter.
Weitere Vorfälle in Spandau, Neukölln und Reinickendorf
Bereits in den Tagen zuvor hatte es Schüsse auf ein Haus in Spandau, auf das Geschäft eines Autoteilehändlers in Neukölln und auf eine Fahrschule in Reinickendorf gegeben. Die Polizei geht von einem Zusammenhang zwischen den Taten aus, schließt aber auch Nachahmungstaten nicht aus. Die Ermittler stehen vor der Herausforderung, die Motive hinter den Angriffen zu entschlüsseln. Bislang gibt es keine Festnahmen, die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.
Polizeipräsenz in Neukölln verstärkt
Als Reaktion auf die Häufung der Schussvorfälle hat die Berliner Polizei ihre Präsenz in Neukölln und den angrenzenden Bezirken verstärkt. Zusätzliche Streifenwagen patrouillieren, und die Beamten wurden angewiesen, bei verdächtigen Geräuschen sofort zu reagieren. Ein Polizeisprecher betonte, dass die Bevölkerung wachsam sein solle, aber keine Panik herrsche. Man gehe davon aus, dass es sich um gezielte Taten handle, die nicht auf eine allgemeine Gefährdung der Öffentlichkeit hindeuteten.
Offene Fragen und Ausblick
Trotz der intensiven Ermittlungen bleiben viele Fragen offen. Wer steckt hinter den Schüssen? Handelt es sich um Bandenkriminalität, persönliche Racheakte oder eine neue Welle von Gewalt? Die Polizei arbeitet unter Hochdruck daran, die Täter zu identifizieren. Die Berliner Innenverwaltung hat angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen in den betroffenen Gebieten weiter zu erhöhen. Ob die Serie von Schüssen damit eingedämmt werden kann, bleibt abzuwarten.
Ein Stadtteil unter Druck
Neukölln, ein Bezirk, der bereits in der Vergangenheit mit Gewaltkriminalität zu kämpfen hatte, gerät erneut in den Fokus. Die Anwohner sind verunsichert, die Politik fordert ein härteres Durchgreifen. Doch die Polizei warnt vor voreiligen Schlüssen: Nicht jeder Vorfall sei Teil einer Serie, und die Ermittlungen stünden noch am Anfang. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Polizei die Täter fassen kann und ob die Welle der Gewalt abebbt. Bis dahin bleibt Berlin in Alarmbereitschaft.
Das Wichtigste
- Der Volkspark Hasenheide wurde nach Schussgeräuschen gesperrt, aber keine Spuren gefunden.
- In den letzten Tagen gab es mindestens fünf Schussvorfälle in Berlin, darunter Verletzte.
- Die Mordkommission ermittelt in mehreren Fällen, ein Zusammenhang wird geprüft.
- Die Polizei hat ihre Präsenz in Neukölln verstärkt, aber noch keine Täter gefasst.
- Die Motive der Schützen sind unklar, Bandenkriminalität oder persönliche Konflikte werden vermutet.
- Die Berliner Innenverwaltung kündigte zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an.





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