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Albert Riera vor dem Aus: Eintracht Frankfurt trennt sich wohl im Sommer

Nach der 1:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV vermeidet Sportvorstand Markus Krösche ein klares Bekenntnis zum Trainer – die Stimmung im Verein ist vergiftet.

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Albert Riera vor dem Aus: Eintracht Frankfurt trennt sich wohl im Sommer
Nach der 1:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV vermeidet Sportvorstand Markus Krösche ein klares Bekenntnis zum TraiCredit · Diario AS

Die Fakten

  • Eintracht Frankfurt verlor am Samstag im Waldstadion mit 1:2 gegen den Hamburger SV.
  • Trainer Albert Riera kam Anfang Februar als Nachfolger von Dino Toppmöller.
  • Sportvorstand Markus Krösche sagte am FFH-Mikrofon: 'Heute ist der Trainer kein Thema.'
  • Riera selbst: 'Bis zum letzten Moment werde ich mein Bestes geben. Und wenn es nicht reicht, dann reicht es eben nicht.'
  • Die Fans pfiffen nach dem Spiel und ein aufblasbarer Wal wurde durch die Kurve getragen.
  • Eintracht Frankfurt kämpft um den siebten Platz, der zur Europapokal-Qualifikation berechtigt.
  • Es bleiben zwei Saisonspiele: auswärts bei Borussia Dortmund und zu Hause gegen den VfB Stuttgart.

Vergiftete Atmosphäre im Waldstadion

Die Stimmung im Frankfurter Waldstadion war selten so schlecht. Nach dem 1:2 gegen den Hamburger SV eilten treue Stammbesucher mit versteinerten Mienen die Betonstufen hinab in die Tiefgarage, um schnell nach Hause zu fahren. Die Fans pfiffen die Mannschaft aus, und ein aufblasbarer Wal wurde durch die Kurve getragen – die kreativste Offensivaktion des Abends kam von den Rängen.

Krösche vermeidet Bekenntnis zu Riera

Sportvorstand Markus Krösche ließ sich nach der Partie mehr Zeit als sonst, um im Erdgeschoss über die Lage zu sprechen. Am FFH-Mikrofon sagte er: 'Ich bin natürlich extrem verärgert über die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, letztendlich auch in der Aggressivität.' Auf die Frage, ob Trainer Albert Riera ein Thema sei, antwortete Krösche ausweichend: 'Heute ist der Trainer kein Thema.' Ein klares Bekenntnis zu Riera vermied er.

Riera zeigt sich kleinlaut

Albert Riera, sonst wortgewaltig und selbstbewusst, wirkte nach der Niederlage ungewohnt kleinlaut. 'Bis zum letzten Moment werde ich mein Bestes geben. Und wenn es nicht reicht, dann reicht es eben nicht. Aber ich versuche mein Möglichstes', sagte der 44-jährige Spanier. Das riskante Experiment der Eintracht mit dem Trainer droht frühzeitig zu scheitern.

Mannschaft und Fans enttäuscht

Kapitän Robin Koch sprach den Frust der Fans direkt an: 'Wir sind genauso frustriert. Du musst hier das Spiel gewinnen.' Krösche kritisierte das Auftreten der Mannschaft scharf: 'Ehrlicherweise, wenn wir solche Fehler machen, wenn wir solche Leistungen abrufen, dann haben wir auch mit dem Kampf um Europa nichts zu tun.' Er stellte fest, dass jeder Einzelne nicht an sein Leistungsmaximum komme – ein Problem, das sich durch die ganze Saison ziehe.

Hintergrund: Riera kam als Hoffnungsträger

Albert Riera war Anfang Februar als Hoffnungsträger nach Frankfurt gekommen. Er sollte die Mannschaft zum sechsten Mal in Folge in den Europapokal führen. Doch der siebte Platz wackelt, und die Zusammenarbeit entpuppt sich immer mehr als großes Missverständnis. Eine Trennung im Sommer wäre die logische Folge – oder gar schon vor den abschließenden beiden Saisonspielen.

Ausblick: Entscheidung fällt in den letzten Spielen

Es bleiben zwei Saisonspiele: auswärts bei Borussia Dortmund und zu Hause gegen den VfB Stuttgart. Sollte Eintracht Frankfurt die Europapokal-Qualifikation verpassen, dürfte die Trennung von Riera besiegelt sein. Krösche nimmt die Mannschaft in die Pflicht, doch die Frage nach der Zukunft des Trainers bleibt offen.

Das Wichtigste

  • Eintracht Frankfurt verlor 1:2 gegen den Hamburger SV und die Fans reagierten mit Pfiffen.
  • Sportvorstand Markus Krösche vermied ein klares Bekenntnis zu Trainer Albert Riera.
  • Riera selbst zeigte sich kleinlaut und sprach von 'seinem Besten geben'.
  • Das Trainer-Experiment mit dem Spanier gilt als großes Missverständnis.
  • Eintracht Frankfurt kämpft um den siebten Platz und die Europapokal-Qualifikation.
  • Eine Trennung im Sommer oder sogar vor den letzten beiden Saisonspielen gilt als wahrscheinlich.
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