Schüsse nahe dem Weißen Haus: Secret Service schießt bewaffneten Verdächtigen nieder
Ein Jugendlicher wird von Kugeln des Angreifers getroffen, als der Secret Service das Feuer erwidert – nur eine Woche nach dem versuchten Attentat auf Trump bei einer Gala.

GERMANY —
Die Fakten
- Der Secret Service schoss am Montag gegen 15:30 Uhr Ortszeit nahe dem Washington Monument auf einen bewaffneten Mann.
- Der Verdächtige eröffnete das Feuer auf uniformierte Beamte, nachdem er kurzzeitig geflüchtet war.
- Ein unbeteiligter Jugendlicher wurde von Schüssen des Angreifers getroffen, erlitt aber keine lebensgefährlichen Verletzungen.
- Das Weiße Haus wurde kurzzeitig abgeriegelt; Präsident Trump setzte eine Veranstaltung mit Kleinunternehmern fort.
- Der Vorfall ereignete sich kurz nachdem ein Konvoi mit Vizepräsident JD Vance die Gegend passiert hatte.
- Vizedirektor Matt Quinn glaubt nicht, dass Vance ein Ziel war, und will keine Spekulationen über einen Zusammenhang mit früheren Attentatsversuchen anstellen.
- Am 26. April 2025 versuchte Cole Tomas Allen, mit einer Waffe zu einer Gala im Hilton-Hotel vorzudringen, bei der Trump anwesend war.
- Allen wurde wegen versuchten Mordes angeklagt; Staatsanwältin Jocelyn Ballantine sagte, er habe versucht, den Präsidenten zu ermorden.
Sicherheitsalarm in Washington: Schüsse unterhalb des Washington Monuments
Am Montagnachmittag gegen 15:30 Uhr Ortszeit entdeckten zivile Einsatzkräfte des Secret Service in der Nähe des Weißen Hauses einen Mann, unter dessen Kleidung sich die Kontur einer Schusswaffe abzeichnete. Der Verdächtige flüchtete kurzzeitig, bevor uniformierte Beamte ihn stellten. Dabei eröffnete er das Feuer auf die Einsatzkräfte. Die Beamten erwiderten die Schüsse und trafen den Angreifer. Ein jugendlicher Passant, der sich in der Nähe befand, wurde von Kugeln des Verdächtigen getroffen, erlitt jedoch keine lebensgefährlichen Verletzungen. Rettungskräfte brachten beide Verletzten ins Krankenhaus; zum Zustand des bewaffneten Mannes machte der Secret Service zunächst keine Angaben.
Weißes Haus kurzzeitig abgeriegelt – Trump setzt Veranstaltung fort
Der Vorfall ereignete sich nahe der National Mall, nur wenige Blocks vom Weißen Haus entfernt. Das Gelände der Regierungszentrale selbst war nicht betroffen, dennoch wurde das Weiße Haus vorsichtshalber abgeriegelt. Journalisten wurden von Sicherheitskräften in den Presseraum gebracht. US-Präsident Donald Trump, der sich zu diesem Zeitpunkt im Weißen Haus aufhielt, setzte eine Veranstaltung mit Kleinunternehmern fort. Der Secret Service bestätigte, dass der Vorfall kurz nachdem ein Konvoi mit Vizepräsident JD Vance die Gegend passiert hatte, stattfand. Vizedirektor Matt Quinn erklärte, er glaube nicht, dass Vance ein Ziel gewesen sei.
Secret Service vermeidet Spekulationen über Verbindung zu früheren Angriffen
Auf die Frage, ob ein Zusammenhang mit den jüngsten Attentatsversuchen auf Präsident Trump bestehe, antwortete Quinn: „Darüber werde ich keine Vermutungen anstellen. Ob es nun gegen den Präsidenten gerichtet war oder nicht, weiß ich nicht, aber wir werden es herausfinden.“ Der Vorfall ereignete sich nur etwas mehr als eine Woche nach dem Schusswaffenangriff beim traditionellen Korrespondenten-Dinner im Washingtoner Hilton-Hotel. Am Samstagabend, dem 26. April 2025, war der 31-jährige Cole Tomas Allen versucht, eine Sicherheitskontrolle zu überwinden, während Trump an der Gala teilnahm.
Anklage gegen Cole Tomas Allen: Versuchter Mord an Präsident Trump
Bei dem Angriff auf das Hilton-Hotel hatte Allen versucht, mit einer Schusswaffe in den Kontrollbereich außerhalb des Festsaals einzudringen. Überwachungskameras zeigen, wie er in hohem Tempo an einem Sicherheitsposten vorbeirennt und aus dem Bildausschnitt verschwindet. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse; ein Sicherheitsbeamter wurde von mindestens einem Schuss getroffen, dank seiner Schutzweste aber nicht schwer verletzt. Die zuständige Staatsanwältin Jocelyn Ballantine erklärte: „Er hat versucht, den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald J. Trump, zu ermorden.“ Ein Richter ordnete an, dass Allen vorläufig in Haft bleibt. Die Anklage lautet auf versuchten Mord.
Zwei Vorfälle in kurzer Zeit werfen Fragen zur Sicherheitslage auf
Die Schüsse nahe dem Weißen Haus und der versuchte Angriff auf die Gala werfen ein Schlaglicht auf die Sicherheitsvorkehrungen in der US-Hauptstadt. Der Secret Service, der für den Personenschutz ranghoher Politiker und deren Familien zuständig ist, steht vor der Herausforderung, sowohl das Staatsoberhaupt als auch die Umgebung des Regierungssitzes zu schützen. Während die Ermittlungen zu beiden Vorfällen laufen, bleibt unklar, ob die Täter politische Motive hatten oder ob es sich um Einzeltäter handelt. Quinn betonte, man werde die Hintergründe des jüngsten Vorfalls aufklären. Die Behörden haben bislang keine Hinweise auf eine koordinierte Bedrohung veröffentlicht.
Ausblick: Ermittlungen und politische Folgen
Die Ermittler stehen vor der Aufgabe, die genauen Umstände des Schusswechsels zu rekonstruieren und zu klären, ob der Verdächtige Verbindungen zu extremistischen Gruppen hatte. Der Zustand des angeschossenen Mannes wird darüber entscheiden, wann er verhört werden kann. Die wiederholten Sicherheitsvorfälle könnten die Debatte über Waffenkontrolle und den Schutz öffentlicher Veranstaltungen in Washington neu entfachen. Für den Secret Service bedeutet die Häufung von Angriffen eine erhöhte Belastung – und die Notwendigkeit, die Sicherheitsprotokolle für die Umgebung des Weißen Hauses zu überprüfen.
Das Wichtigste
- Der Secret Service schoss am Montag nahe dem Weißen Haus auf einen bewaffneten Mann, der zuvor das Feuer eröffnet hatte; ein Jugendlicher wurde verletzt.
- Das Weiße Haus wurde kurzzeitig abgeriegelt, Präsident Trump setzte seine Veranstaltung fort.
- Der Vorfall ereignete sich nur eine Woche nach dem versuchten Attentat auf Trump bei einer Gala im Hilton-Hotel.
- Cole Tomas Allen wurde wegen versuchten Mordes an Präsident Trump angeklagt; die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den Präsidenten ermorden zu wollen.
- Vizedirektor Matt Quinn schloss nicht aus, dass ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen bestehen könnte, betonte aber, dass die Ermittlungen noch am Anfang stünden.
- Die Sicherheitsbehörden in Washington stehen vor der Herausforderung, die Schutzmaßnahmen für das Regierungsviertel angesichts der jüngsten Angriffe zu verstärken.




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