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Conny Hütter fährt weiter: „Ich bin noch nicht bereit, von der Couch zuzuschauen“

Die 33-jährige Speed-Spezialistin aus der Steiermark beendet die wochenlangen Spekulationen und kündigt eine weitere Saison an – mit einem besonderen Fokus auf die WM in Crans-Montana.

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Conny Hütter fährt weiter: „Ich bin noch nicht bereit, von der Couch zuzuschauen“
Die 33-jährige Speed-Spezialistin aus der Steiermark beendet die wochenlangen Spekulationen und kündigt eine weitere SaiCredit · sport.ORF.at

Die Fakten

  • Cornelia Hütter, 33, gab am 4. Mai in Graz ihre Entscheidung bekannt, die Karriere fortzusetzen.
  • Sie wird mindestens bis zur Saison 2026/27 fahren, danach sei „zu 100 Prozent“ Schluss.
  • Hütter gewann zehn Weltcup-Rennen und stand 34 Mal auf dem Podest.
  • In der Saison 2023/24 sicherte sie sich die kleine Kristallkugel im Abfahrtsweltcup.
  • Bei der WM 2023 in Courchevel/Méribel holte sie Bronze im Super-G, ebenso bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand/Cortina.
  • Drei Kreuzbandrisse prägten ihre Karriere, zuletzt ein schwerer Sturz in Crans-Montana 2022.
  • Ihr Weltcup-Debüt gab sie im November 2011 in Lake Louise.

Entscheidung in Graz: Hütter fährt weiter

Cornelia Hütter setzt ihre Karriere fort. Die 33-jährige Steirerin verkündete am Montag bei einem Medientermin in Graz, dass sie eine weitere Saison dranhängen wird. „Ich bin noch nicht bereit, von der Couch zuzuschauen. Deshalb werde ich kommende Saison am Start stehen“, sagte die ÖSV-Läuferin mit einem Lächeln. Die Entscheidung beendet wochenlange Spekulationen. Hütter hatte ihre Zukunft nach der Saison offengelassen, mehrere Medien berichteten zuletzt über ein mögliches Karriereende. Nun steht fest: Die Speed-Spezialistin wird mindestens bis zur WM in Crans-Montana 2027 fahren. Danach soll „zu 100 Prozent“ Schluss sein.

Ein schwieriger Weg zurück

Hütter blickt auf eine Karriere voller Höhen und Tiefen zurück. Drei Kreuzbandrisse innerhalb von fünf Jahren warfen sie immer wieder zurück, doch sie kämpfte sich stets an die Weltspitze. „Nach meinem Sturz 2022 in Crans-Montana war das Feuer eigentlich weg, ich dachte, das war’s“, erinnert sie sich. Diese Phase ist jedoch vorbei: „Es kommt oft anders, als man denkt. Ich habe mich entschieden, dass ich nicht auf der Couch sitzen will.“ Ihr Weltcup-Debüt gab Hütter im November 2011 in Lake Louise. Ihr erstes Podest – ein dritter Platz in der Abfahrt – folgte im Dezember 2013 in Val d’Isère. Seither hat sie sich in der absoluten Weltspitze der Speed-Disziplinen etabliert.

Zahlen und Fakten einer außergewöhnlichen Laufbahn

Hütter hat bisher zehn Weltcup-Rennen gewonnen und stand insgesamt 34 Mal auf dem Podest. In der Saison 2023/24 eroberte sie die kleine Kristallkugel in der Abfahrt – ihr bisher größter Triumph. Bei der WM 2023 in Courchevel/Méribel holte sie Bronze im Super-G, ebenso bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand/Cortina. Insgesamt hat die 33-Jährige an drei Olympischen Spielen teilgenommen und 171 Weltcuprennen bestritten. Ihre Bilanz umfasst mehr als zehn Weltcupsiege und über 30 Podestplätze in Abfahrt und Super-G.

Die Rolle des Teams und der Sponsoren

Die Entscheidung fiel nicht allein. Hütter hatte intensiv mit Serviceleuten, Betreuern und ihrem gesamten Team beraten. Auch die Sponsoren waren eingebunden, die ebenfalls wissen wollten, wie es weitergeht. „An dieser Entscheidung hängt nicht nur meine eigene Zukunft, sondern auch die von vielen Menschen, die mich unterstützen“, hatte sie zuvor erklärt. Die Pressekonferenz in Graz fand gemeinsam mit ihren Sponsoren statt. Hütter machte deutlich, dass die Unterstützung ihres Umfelds ein wichtiger Faktor für die Fortsetzung ihrer Karriere war.

Ein besonderes Ziel: die WM in Crans-Montana

Ein großes Ziel hat Hütter bereits im Visier: die Ski-WM in Crans-Montana 2027. Ausgerechnet jener Ort, an dem sie 2022 schwer gestürzt war. „Deshalb stehe ich nächstes Jahr genau dort wieder am Start“, stellt sie klar. Die zurückliegende Olympia-Medaille in Cortina habe ihr einen lang gehegten Traum erfüllt und eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung gespielt. Hütter will ihrer erfolgreichen Laufbahn ein weiteres Kapitel hinzufügen. Nach reiflicher Überlegung fiel das Ergebnis klar aus: Sie macht weiter.

Ein Platz in der Geschichte des österreichischen Skisports

Cornelia Hütter hat sich ihren Platz in der Geschichte des österreichischen Skisports längst gesichert. Ihr Kampfgeist, der sie nach drei Kreuzbandrissen immer wieder zurück an die Weltspitze brachte, machte sie zu einer Marke und zu einem Vorbild weit über den Skisport hinaus. Egal, wie die kommende Saison verläuft – Hütter hat bereits bewiesen, dass sie zu den Besten ihrer Generation gehört. Nun will sie noch einmal angreifen, bevor sie endgültig Abschied nimmt.

Das Wichtigste

  • Conny Hütter setzt ihre Karriere fort und fährt mindestens bis zur WM 2027 in Crans-Montana.
  • Die Entscheidung wurde am 4. Mai in Graz verkündet, nach wochenlangen Spekulationen über einen Rücktritt.
  • Hütter gewann zehn Weltcup-Rennen, 34 Podestplätze und die kleine Kristallkugel 2023/24.
  • Sie holte WM-Bronze 2023 und Olympia-Bronze 2026 im Super-G.
  • Drei Kreuzbandrisse und ein schwerer Sturz in Crans-Montana prägten ihre Karriere.
  • Die WM 2027 in Crans-Montana ist ein besonderes Ziel – am Ort ihres schweren Sturzes.
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