Gernot Messner nach nur vier Spielen bei Grasshoppers Zürich entlassen – Peter Zeidler übernimmt
Der Österreicher muss nach einem Sieg, drei Niederlagen und einem Punkteschnitt von 0,60 seinen Posten räumen; Ex-Salzburg-Coach Zeidler soll den Rekordmeister vor dem Abstieg bewahren.

AUSTRIA —
Die Fakten
- Gernot Messner trat Mitte März die Nachfolge von Gerald Scheiblehner an.
- Messner holte aus vier Liga-Spielen einen Sieg bei drei Niederlagen (Punkteschnitt 0,60).
- Das Torverhältnis unter Messner betrug 3:11.
- Im Cup-Halbfinale schied Grasshoppers gegen einen Zweitligisten aus.
- Peter Zeidler, 63, wird ab Montag neuer Cheftrainer; sein Vertrag gilt ligaunabhängig.
- Zeidler war zuvor bei Lausanne-Sport tätig und trainierte bereits Red Bull Salzburg (2015).
- Grasshoppers liegt auf dem vorletzten Platz der Super League, acht Punkte vor Schlusslicht Winterthur.
- Messner betreut noch das Spiel am Sonntag gegen Servette FC interimistisch.
Messners kurze Amtszeit endet nach nur einem Sieg
Gernot Messner ist seinen Job als Trainer des Grasshoppers Zürich bereits wieder los. Der Kärntner, der erst Mitte März die Nachfolge von Gerald Scheiblehner angetreten hatte, muss nach nur vier Liga-Partien und dem Aus im Cup-Halbfinale gehen. Ab Montag übernimmt der ehemalige Red-Bull-Salzburg-Coach Peter Zeidler das Kommando beim Schweizer Rekordmeister. Messners Bilanz ist ernüchternd: Ein Sieg aus vier Spielen, ein Punkteschnitt von 0,60 pro Partie und ein Torverhältnis von 3:11. Hinzu kommt das enttäuschende Aus im Cup-Halbfinale gegen einen Zweitliga-Mittelständler. Der Verein zog die Konsequenzen und trennte sich von dem 41-Jährigen, der zuvor die U21 der Grasshoppers trainiert hatte.
Dritter Trainer der Saison – ein Himmelfahrtskommando
Messner ist bereits der dritte Trainer, den die Grasshoppers in dieser Spielzeit verschleißen. Zunächst sollte Gerald Scheiblehner, langjähriger Coach des FC Blau-Weiß Linz, die Wende bringen. Nach 30 Runden mit 16 Niederlagen, nur fünf Siegen und neun Remis war für ihn Mitte März Schluss. Messner, der im November als U21-Trainer nach Zürich gekommen war, rückte daraufhin zum Chef des A-Teams auf – ein Himmelfahrtskommando, wie sich nun herausstellte. Sportchef Alain Sutter hatte den Österreicher zunächst gestützt mit den Worten: „Es liegt nicht am Trainer. Es lag nicht an Gerald Scheiblehner. Es liegt nicht an Gernot!“ Doch nun zog auch Sutter die Reißleine. Die Mannschaft liegt auf dem vorletzten Tabellenplatz der Super League, der Vorsprung auf Schlusslicht Winterthur beträgt bei noch vier ausstehenden Spielen acht Punkte.
Peter Zeidler soll den Abstieg verhindern
Peter Zeidler, 63, übernimmt ab Montag das Traineramt. Der Deutsche war von Juni bis Dezember 2015 bei Red Bull Salzburg engagiert und wurde erst Mitte April bei Lausanne-Sport entlassen. Für ihn sind die Grasshoppers nach dem FC Sion, dem FC St. Gallen und Lausanne Sport der vierte Klub auf höchster Schweizer Ebene. Sein Vertrag in Zürich gilt unabhängig von der Ligazugehörigkeit – er soll den Klub auch im Falle des Abstiegs in die zweite Liga weiter trainieren. Das Spiel am Sonntag gegen Servette FC wird noch unter Messners Leitung stattfinden, der die Mannschaft die gesamte Trainingswoche auf diese Partie vorbereitet hat. Messner selbst äußerte sich: „Es war für mich eine besondere Aufgabe, die Mannschaft in dieser Phase interimistisch zu betreuen. Ich wünsche Peter Zeidler und der Mannschaft von Herzen viel Erfolg.“
Grasshoppers' glanzvolle Vergangenheit und triste Gegenwart
Die Grasshoppers Zürich sind zwar Rekordmeister der Schweiz mit 27 Titeln, doch diese Erfolge liegen weit zurück. In der laufenden Saison kämpft der Verein gegen den Abstieg, was die Trainerfluktuation erklärt. Die sportliche Talfahrt hat System: Bereits vor Messner hatte Scheiblehner keine nachhaltige Besserung bringen können. Nun soll Zeidler mit seiner Erfahrung aus vier Schweizer Erstligastationen die Wende schaffen. Die Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit: Mit einem Punkteschnitt von 0,60 und einer Tordifferenz von -8 in vier Spielen unter Messner war die Mannschaft auf Abstiegskurs. Der Vorsprung auf Winterthur mag komfortabel erscheinen, doch bei vier verbleibenden Spielen ist nichts entschieden. Zeidler steht vor der Aufgabe, die Mannschaft nicht nur zu stabilisieren, sondern auch die nötigen Siege einzufahren.
Ausblick: Zeidlers Bewährungsprobe beginnt sofort
Für Peter Zeidler beginnt die Arbeit bei den Grasshoppers ohne Eingewöhnungszeit. Er muss die Mannschaft in den verbleibenden vier Spielen der Saison auf den Klassenerhalt einschwören. Der Vertrag, der unabhängig von der Liga gilt, gibt ihm zwar Planungssicherheit, doch der Druck ist enorm: Ein Abstieg des Rekordmeisters wäre ein tiefer Einschnitt für den Schweizer Fußball. Messner zieht sich nach nur wenigen Wochen zurück. Seine kurze Amtszeit bleibt als warnendes Beispiel für die Risiken eines Interimstrainer-Postens in einer Abstiegskampf-Situation. Die Grasshoppers hoffen nun, dass Zeidler die Wende bringt – andernfalls droht der Gang in die Zweitklassigkeit.
Das Wichtigste
- Gernot Messner war nur vier Spiele Cheftrainer der Grasshoppers Zürich, bevor er entlassen wurde.
- Seine Bilanz: ein Sieg, Punkteschnitt 0,60, Torverhältnis 3:11 und Aus im Cup-Halbfinale.
- Peter Zeidler, Ex-Salzburg-Coach, übernimmt ab Montag; sein Vertrag gilt ligaunabhängig.
- Grasshoppers ist der dritte Trainer der Saison nach Gerald Scheiblehner und Messner.
- Der Klub liegt auf dem vorletzten Platz, acht Punkte vor Schlusslicht Winterthur bei vier ausstehenden Spielen.
- Zeidler soll den Abstieg verhindern und bleibt auch im Falle des Abstiegs Trainer.







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