LASK und Altach kämpfen im ÖFB-Cup-Finale um historischen Titel
61 Jahre nach dem Double winkt dem LASK der erste große Titel seit 1965, während Altach als erster Vorarlberger Club überhaupt im Endspiel steht.

AUSTRIA —
Die Fakten
- Finale am Freitag, 16:00 Uhr, im Wörthersee Stadion in Klagenfurt, live auf ORF1.
- LASK wartet seit 61 Jahren auf einen Titel, Altach auf den ersten überhaupt.
- 15.000 LASK-Fans reisen nach Klagenfurt, darunter 100 Busse.
- Altach warf im Viertelfinale Meister Sturm Graz und im Halbfinale Salzburg auswärts raus.
- Sasa Kalajdzic führt die Torschützenliste der Meistergruppe mit sechs Toren an.
- Patrick Greil (12 Saisontore) kehrt nach Wadenblessur zurück und spielt.
- LASK-Trainer Dietmar Kühbauer könnte zweitem Trainer nach Vaclav Halama zwei verschiedene Clubs in Folge zum Cupsieg führen.
- Der LASK steht zum siebenten Mal im Cupfinale, fünf davon verlor man.
Zwei Klubs, eine Sehnsucht
Am Freitagnachmittag treffen im Wörthersee Stadion in Klagenfurt zwei Mannschaften aufeinander, die von einem Titel träumen, der ihnen seit Jahrzehnten verwehrt bleibt. Der LASK, zuletzt 1965 Meister und Pokalsieger, wartet seit 61 Jahren auf einen großen Triumph. Der SCR Altach hingegen steht zum ersten Mal in seiner Klubgeschichte in einem Cupfinale und könnte den ersten Titel für einen Vorarlberger Club im österreichischen Spitzenfußball holen. Vor über 20.000 Zuschauern, davon 15.000 LASK-Fans, die mit 100 Bussen anreisen, wird um 16 Uhr angepfiffen. Die Partie wird live auf ORF1 übertragen.
Der LASK als Favorit mit Double-Chance
Die Linzer gehen als Tabellenführer der Bundesliga in das Finale und haben drei Spiele vor Schluss die Chance auf die erste Meisterschaft seit 1965. Ein Sieg im Cup würde das Double perfekt machen – eine Wiederholung des Erfolgs von 1965. Trainer Dietmar Kühbauer, der vor einem Jahr mit dem WAC erstmals den Cup gewann, könnte damit in die Fußstapfen von Vaclav Halama treten: Der Tscheche führte 1981 und 1982 mit GAK und Austria zwei verschiedene Clubs in Folge zum Cupsieg. „Es ist seither viel Zeit vergangen. Es ist etwas, das nicht bei uns herumschwirrt“, sagte Kühbauer über die historische Dimension. „Wir müssen versuchen, diesen Titel zu holen, den sich jeder wünscht.“
Altach als „Riesentöter“ im Außenseiter-Rolle
Altach hat sich den Finaleinzug mit Siegen gegen zwei Schwergewichte verdient: Im Viertelfinale warf man Meister Sturm Graz aus dem Wettbewerb, im Halbfinale folgte ein Auswärtssieg gegen Red Bull Salzburg. Trainer Ognjen Zaric weiß, wie die Außenseiterrolle zu nutzen ist: „Es ist für die meisten Spieler und auch für mich das bisher größte Spiel in der Karriere.“ Mit einem Sieg wäre Altach nicht nur Pokalsieger, sondern hätte auch ein Europacup-Ticket sicher. Die beiden Saisonduelle gegen den LASK endeten jeweils 1:0 für die gastgebende Mannschaft.
Kalajdzic in WM-Form – Greil kehrt zurück
LASK-Stürmer Sasa Kalajdzic kommt nach langer Verletzungspause rechtzeitig in Fahrt. Mit sechs Toren in der Meistergruppe führt der 28-jährige ÖFB-Teamspieler die Torschützenliste an. Sein „Zauberschuss“ aus 50 Metern gegen Hartberg unterstreicht die Form. „Ich will lieber Taten sprechen lassen“, sagte Kalajdzic, dem ein Sieg den ersten Titel seiner Karriere bringen würde. Auf Altacher Seite kehrt Patrick Greil nach einer Wadenblessur zurück. Der zwölffache Saisontorschütze ist laut Trainer Zaric fit und wird spielen. Kapitän Lukas Jäger sprach von einer „Riesenchance“: „Wir haben nicht viel zu verlieren, aber sehr viel zu gewinnen.“
Taktik und Schlüsselspieler
Der LASK setzt auf seine Offensive: Neben Kalajdzic haben Samuel Adeniran (zehn Tore bewerbsübergreifend) und Moses Usor (13) ihre Torgefährlichkeit bewiesen. Adeniran kehrt nach einer Sperre in die Startelf zurück, auch Verteidiger Joao Tornich wird erwartet. Trainer Kühbauer verzichtete bewusst auf das Üben von Elfmeterschießen: „Diese Situation kann man nicht trainieren.“ Altach vertraut auf Stabilität, Umschaltmomente und Standards. Die Vorarlberger haben die zweitbeste Defensive der Bundesliga. „Wir müssen klar bleiben, auch wenn nicht alles funktioniert. Dann müssen wir Lösungen finden“, forderte Kühbauer.
Historische Dimension und Ausblick
Der LASK steht zum siebenten Mal in einem Cupfinale, fünf davon gingen verloren – darunter 1967 per Losentscheid gegen die Austria und zuletzt 2021 mit 0:3 gegen Salzburg, damals ohne Fans wegen der CoV-Pandemie. Ein Sieg wäre der erste Titel seit 61 Jahren und würde die Sehnsucht der Fans stillen. Für Altach wäre der erste große Titel ein Meilenstein für den gesamten Vorarlberger Fußball. Die Mannschaft hat in den letzten drei Spielen der Qualifikationsgruppe nicht gewonnen, zuletzt gab es ein 0:3 bei Blau-Weiß Linz. Doch im Pokal gelten eigene Gesetze, und der Außenseiter hat bereits zweimal bewiesen, dass er favorisierte Teams bezwingen kann.
Das Wichtigste
- LASK und Altach bestreiten am Freitag das ÖFB-Cup-Finale in Klagenfurt.
- Der LASK kann nach 61 Jahren den ersten Titel seit dem Double 1965 holen.
- Altach steht erstmals im Cupfinale und könnte erster Vorarlberger Cupsieger werden.
- Sasa Kalajdzic (LASK) und Patrick Greil (Altach) sind die torgefährlichsten Spieler.
- Altach schaltete auf dem Weg ins Finale Sturm Graz und Salzburg aus.
- Ein Sieg im Cup sichert dem Gewinner ein Europacup-Ticket.





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