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Olga von Luckwald ermittelt im Saarland: Eine Afghanistan-erprobte Kommissarin im Sozialmilieu

Die Kölner Schauspielerin kehrt als Elisa Santori in der neuen ARD-Reihe „Der Saarland-Krimi“ auf den Bildschirm zurück – und spielt eine Ermittlerin, die an ihre Grenzen stößt.

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Olga von Luckwald ermittelt im Saarland: Eine Afghanistan-erprobte Kommissarin im Sozialmilieu
Die Kölner Schauspielerin kehrt als Elisa Santori in der neuen ARD-Reihe „Der Saarland-Krimi“ auf den Bildschirm zurück Credit · Joyn

Die Fakten

  • Olga von Luckwald spielt Kriminalkommissarin Elisa Santori in der Pilotfolge „Bruder, Liebe, Tod“.
  • Die ARD-Reihe „Der Saarland-Krimi“ startet am 30. April 2026 um 20:15 Uhr.
  • Ihre erste Filmrolle hatte von Luckwald 2009 an der Seite von Hape Kerkeling in „Ein Mann, ein Fjord“.
  • Von 2012 bis 2021 war sie als Tochter der Kommissarin Vera Lanz in der Serie „Die Chefin“ zu sehen.
  • Sie absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München ab 2013.
  • Von Luckwald hatte 2021 die Hauptrolle in der Comedyserie „Start the fck up“ inne.
  • Sie wuchs in der Kölner Südstadt auf und besuchte mit zwölf Jahren erste Schauspielkurse.

Eine Ermittlerin mit Afghanistan-Erfahrung im sozialen Brennpunkt

Olga von Luckwald verkörpert in der neuen ARD-Krimireihe „Der Saarland-Krimi“ die Kriminalkommissarin Elisa Santori, eine Afghanistan-erprobte Polizistin. In der Pilotfolge „Bruder, Liebe, Tod“ wird sie mit einem Mordfall im Milieu eines Sozialprojekts für straffällige Jugendliche konfrontiert. Das Projekt „Kleine Freiheit“ wird von ihrem ehemaligen Kollegen Tayfun Can geleitet, gespielt von Aram Arami. Der Fall bringt selbst die erfahrene Ermittlerin an ihre Grenzen – und zwingt sie, sich alten Verletzungen zu stellen.

Die Handlung: Ein Bruder unter Mordverdacht

Nach einem traumatischen Einsatz mit tödlichem Ausgang hatte Kriminalhauptkommissar Tayfun Can den Polizeidienst verlassen und war in die Sozialarbeit gewechselt. Im gastronomischen Projekt „Kleine Freiheit“ betreut er straffällige Jugendliche. Als sein jüngerer Bruder Momo, gespielt von Doguhan Kabadayi, des Mordes an einem jungen Italiener verdächtigt wird, beginnt Tayfun heimlich zu ermitteln. Dabei kreuzt sich sein Weg mit dem seiner ehemaligen Kollegin Elisa Santori – gespielt von Olga von Luckwald.

Von der Kölner Südstadt auf die Leinwand

Olga von Luckwald, geboren in Köln, entdeckte bereits mit zwölf Jahren ihre Leidenschaft für die Schauspielerei. Ihre Patentante Alexandra von Schwerin, bekannt aus der Serie „Frühling“, leitete damals die Kölner Kinder- und Jugend-Schauspielschule „Juniorhouse“ und lud sie zu einem Kurs ein. „Seitdem war der wöchentliche Theaterunterricht mein Hobby“, sagte von Luckwald. Nach dem Abitur 2011 gönnte sie sich zunächst eine Auszeit, bereiste die USA, baute kleine Möbel und absolvierte ein Praktikum beim Schreiner. Doch die Schauspielerei ließ sie nicht los: „Je mehr Abstand ich von der Schauspielerei hatte, desto mehr fehlte sie mir.“

Erste Rollen und der Durchbruch im Fernsehen

Ihre erste Filmrolle hatte von Luckwald 2009 an der Seite von Hape Kerkeling in der Kinokomödie „Ein Mann, ein Fjord“. Es folgten Auftritte im „Tatort“ (Episode „Altes Eisen“) und im TV-Film „Dann kam Lucy“. Von 2012 bis 2021 war sie als Tochter der Kommissarin Vera Lanz in der Serie „Die Chefin“ zu sehen. Parallel absolvierte sie ab 2013 ihre Ausbildung an der Schauspielschule Bayerische Theaterakademie August Everding in München. Weitere Engagements umfassten eine wiederkehrende Rolle als Sprechstundenhilfe Anita Rabsal in der ARD-Serie „Die Eifelpraxis“ (2016–2022) und ein festes Engagement am Kieler Theater von 2017 bis 2019.

Eine Hauptrolle in „Start the fck up“ und die Liebe zur Analogwelt

2021 übernahm von Luckwald die Hauptrolle in der Comedyserie „Start the fck up“. Sie spielte Jana, die eine Social-Media-App als digitale Therapeutin entwickelt. Privat hält die Schauspielerin jedoch Distanz zur digitalen Welt. „Ich hadere wirklich und immer öfter mit vielen neuen Sachen“, gestand sie im Interview mit dem „Kölner Express“. „Es gibt jedes Jahr Tausende neue Laptops, neue Handys, neue Funktionen, neue Kameras – das ist mir zu viel.“ Sie nutze einen richtigen Kalender und fotografiere gerne analog. Nach den Dreharbeiten entspanne sie durch viel Schlaf, „Wegduschen“ oder eine Stunde Inlinern am Rhein.

Ein Kindheitstraum: Der Scheitel von James Bond

Schon als Kind war von Luckwald von Schauspieler Sean Connery begeistert. „In den hab ich mich schon mit sechs verknallt“, verriet sie. „Meine Mutter musste mir sogar die Haare kurz abschneiden, weil ich kurze Haare haben wollte, um mir einen Scheitel wie James Bond kämmen zu können.“ Auf die Frage nach Idolen in ihrer Kindheit antwortete sie, dass kein Poster an ihrer Wand hing, sondern nur ein Buch über den Fußballstar Michael Ballack, in den sie mit 14 verknallt war. Ihren Beziehungsstatus hält die Schauspielerin geheim.

Ausblick: Der Saarland-Krimi als neue ARD-Reihe

Die Pilotfolge „Bruder, Liebe, Tod“ wird am 30. April 2026 um 20:15 Uhr in der ARD ausgestrahlt. Das Drehbuch stammt von Mathias Schnelting, Regie führte Janis Rebecca Rattenni. Neben Olga von Luckwald und Aram Arami sind Doguhan Kabadayi und Sarah Mahita zu sehen. Ob die Reihe fortgesetzt wird, hängt vom Erfolg der ersten Folge ab. Mit ihrer Mischung aus persönlicher Geschichte und sozialem Setting könnte „Der Saarland-Krimi“ eine neue Nische im deutschen Fernsehprogramm besetzen.

Das Wichtigste

  • Olga von Luckwald spielt die Hauptrolle in der neuen ARD-Reihe „Der Saarland-Krimi“ als Kommissarin Elisa Santori.
  • Die Pilotfolge „Bruder, Liebe, Tod“ handelt von einem Mordfall im Umfeld eines Sozialprojekts für straffällige Jugendliche.
  • Von Luckwald begann ihre Karriere mit 12 Jahren an der Schauspielschule ihrer Patentante und hatte 2009 ihre erste Filmrolle mit Hape Kerkeling.
  • Sie war von 2012 bis 2021 in der Serie „Die Chefin“ zu sehen und hatte 2021 die Hauptrolle in „Start the fck up“.
  • Privat bevorzugt von Luckwald die analoge Welt: Sie nutzt einen Kalender aus Papier und fotografiert mit analogen Kameras.
  • Die Ausstrahlung der Pilotfolge ist für den 30. April 2026 um 20:15 Uhr in der ARD geplant.
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