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ZDF verschiebt „Aktenzeichen XY“ für Kanzler-Jubiläumssendung mit Friedrich Merz

Am 6. Mai 2026, genau ein Jahr nach Merz' Wahl im zweiten Wahlgang, räumt der Sender dem Regierungschef eine halbstündige Bilanz-Sendung am Vorabend ein – die Fahndungssendung startet 20 Minuten später.

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ZDF verschiebt „Aktenzeichen XY“ für Kanzler-Jubiläumssendung mit Friedrich Merz
Am 6. Mai 2026, genau ein Jahr nach Merz' Wahl im zweiten Wahlgang, räumt der Sender dem Regierungschef eine halbstündigCredit · KINO.DE

Die Fakten

  • Friedrich Merz wurde am 6. Mai 2025 im zweiten Wahlgang zum Bundeskanzler gewählt.
  • Das ZDF sendet am 6. Mai 2026 um 19:20 Uhr die Sondersendung „Was nun, Friedrich Merz?“.
  • Die Sendung wird von ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten und Nachrichtenchefin Anne Gellinek moderiert.
  • „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ verschiebt sich am 6. Mai auf 20:35 Uhr.
  • Die neue True-Crime-Doku „XY Spuren des Verbrechens“ läuft um 19:50 Uhr.
  • Das „heute journal“ folgt erst um 22:05 Uhr.
  • Das Format „Was nun, …?“ existiert seit August 1985.
  • „Bares für Rares“ läuft am 6. Mai wie gewohnt um 15:05 Uhr.

Programmänderung am Mittwochabend

Das ZDF wirbelt am Mittwoch, den 6. Mai 2026, seinen Abendplan durcheinander. Die seit Jahrzehnten etablierte Fahndungssendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ mit Moderator Rudi Cerne wird an diesem Tag nicht wie gewohnt um 20:15 Uhr ausgestrahlt, sondern erst um 20:35 Uhr. Grund ist ein politisches Sonderereignis, dem der Sender offenbar hohe Priorität einräumt. Bereits um 19:20 Uhr läuft eine neue Ausgabe des Interviewformats „Was nun, …?“. Diesmal heißt es „Was nun, Friedrich Merz?“, und der Bundeskanzler stellt sich den Fragen von ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten und ZDF-Nachrichtenchefin Anne Gellinek. Die Sendung dauert eine halbe Stunde und zieht eine Bilanz des ersten Amtsjahres von Merz.

Ein Jahr nach der Wahl im zweiten Wahlgang

Der 6. Mai 2026 markiert den ersten Jahrestag der Wahl von Friedrich Merz zum Bundeskanzler. Vor genau einem Jahr, am 6. Mai 2025, wurde der CDU-Politiker erst im zweiten Wahlgang ins Amt berufen – ein holpriger Start, dessen Nachwirkungen laut Umfragen noch immer spürbar sind. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD kämpft mit schlechten Zustimmungswerten. Das ZDF hatte Merz bereits vor einem Jahr, unmittelbar nach seiner Wahl, zum ersten Mal im Rahmen von „Was nun, …?“ interviewt. Eine zweite Ausgabe folgte im Dezember 2025. Nun, zum Jahrestag, kehrt der Kanzler erneut in das Format zurück.

Die Themen der Sondersendung

Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die drängendsten innen- und außenpolitischen Herausforderungen. Laut Senderangaben soll es unter anderem um die Stabilität der schwarz-roten Koalition gehen, um den schleppenden Fortschritt bei Reformen im Renten- und Gesundheitssystem sowie um Deutschlands außenpolitische Positionierung in einer angespannten Weltlage. Auch die wachsende Kritik aus den eigenen Reihen der CDU an Merz wird thematisiert. Die Sendezeit von 30 Minuten erscheint angesichts der Vielzahl an Themen knapp bemessen. Es ist gut möglich, dass der Kanzler bald erneut zu einem Gespräch geladen wird.

Auswirkungen auf den gesamten Abendblock

Die Programmänderung hat eine Kettenreaktion zur Folge: Die eigentlich für 19:20 Uhr geplante Ausgabe von „XY Spuren des Verbrechens“ – eine neue True-Crime-Doku, die Originalmaterial aus „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ mit neuen Erkenntnissen verbindet – wird auf 19:50 Uhr verschoben. Moderatorin der Sendung ist Helene Reiner. Im Anschluss an die Fahndungssendung verschiebt sich auch das „heute journal“ auf 22:05 Uhr. Die beliebte Trödelshow „Bares für Rares“ mit Horst Lichter bleibt hingegen unbeeinflusst und läuft wie gewohnt um 15:05 Uhr.

„Was nun, …?“ – eine Tradition seit 1985

Das Interviewformat „Was nun, …?“ hat im ZDF eine lange Tradition. Die erste Ausgabe wurde im August 1985 ausgestrahlt, damals moderiert von Klaus Bresser und Wolfgang Herles. Seit mehr als 40 Jahren stellt die Sendung Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitikern vor die Kamera, um sie zu aktuellen Fragen zu befragen. Zu den Gästen der vergangenen Jahre zählten neben Merz unter anderem Markus Söder und Ursula von der Leyen. Das Format genießt hohes Ansehen und gilt als feste Größe im politischen Journalismus des Senders.

Offene Fragen und Ausblick

Ob die Sondersendung die gewünschte Wirkung erzielt, bleibt abzuwarten. Die Umfragewerte der Koalition sind schlecht, und Merz steht intern wie extern unter Druck. Die Programmänderung zeigt jedoch, dass das ZDF dem Jahrestag der Wahl eine besondere Bedeutung beimisst. Es ist nicht ausgeschlossen, dass weitere Ausgaben von „Was nun, …?“ mit dem Kanzler folgen werden, falls die politische Lage dies erfordert. Der Sender hat mit der Verschiebung von „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ ein klares Signal gesetzt, dass politische Berichterstattung an diesem Abend Vorrang hat.

Das Wichtigste

  • Das ZDF verschiebt „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ am 6. Mai 2026 um 20 Minuten wegen einer Sondersendung mit Bundeskanzler Friedrich Merz.
  • Die Sendung „Was nun, Friedrich Merz?“ läuft um 19:20 Uhr und zieht Bilanz nach einem Jahr Amtszeit.
  • Merz wurde am 6. Mai 2025 im zweiten Wahlgang zum Kanzler gewählt – ein historisch holpriger Start.
  • Das Format „Was nun, …?“ besteht seit 1985 und hat eine lange Tradition politischer Interviews.
  • Die Programmänderung betrifft auch die neue Doku „XY Spuren des Verbrechens“ und das „heute journal“.
  • „Bares für Rares“ bleibt vom Umbau des Abendprogramms unberührt.
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