Oberösterreich von heftigen Gewittern heimgesucht
Starkregen, Hagel und Sturmböen führten zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen und lokalen Überschwemmungen.
AUSTRIA —
Die Fakten
- Gewitterfront zog am Mittwochabend aus Südwesten über Oberösterreich.
- In Braunau fielen binnen 30 Minuten 17 Liter Regen.
- Feuerwehren rückten wegen überfluteter Keller und blockierter Straßen aus.
- Windgeschwindigkeiten von bis zu 83 km/h wurden in Wolfsegg am Hausruck gemessen.
- Geosphere Austria hatte im Vorfeld eine Gewitterwarnung ausgegeben.
- Gewitter sollten bis in die zweite Nachthälfte andauern.
Dramatische Wolkenfront über Oberösterreich
Am frühen Mittwochabend legte sich eine bedrohliche, fast schwarze Wolkenwand über das Inn- und Hausruckviertel Oberösterreichs. Die von Bayern heranziehende Gewitterfront brachte Blitz, Donner, Sturm, starken Regen und lokal auch Hagel mit sich. Auf sozialen Medien verbreiteten sich eindrucksvolle Bilder und Videos, die die Intensität des herannahenden Unwetters zeigten und eine Stimmung der Weltuntergangsstimmung erzeugten. Die Meteorologen von Geosphere Austria hatten bereits am Nachmittag eine entsprechende Gewitterwarnung für mehrere Bezirke im Westen und Norden des Bundeslandes herausgegeben. Die Vorhersage sah vor, dass die Unwetter bis in die späte Nacht hinein andauern und sich über das Mühlviertel nach Tschechien ausbreiten würden.
Regenmengen und lokale Überflutungen
An der Messstation in Braunau registrierte der Hydrografische Dienst binnen nur 30 Minuten 17 Liter Regen pro Quadratmeter. Diese Menge übertraf die Niederschläge der gesamten vorangegangenen vier Wochen. Obwohl diese Wassermassen für die ausgetrockneten Böden und Bäche nur ein Tropfen auf den heißen Stein waren, reichten sie lokal aus, um Überschwemmungen zu verursachen. Die Feuerwehren im Land erhielten ab etwa 18:30 Uhr dutzende Alarmierungen. Besonders betroffen waren die Bezirke Braunau, Ried und Grieskirchen, wo die Einsatzkräfte wegen überfluteter Gebäude ausrückten. In Peuerbach im Bezirk Grieskirchen wurde eine Vermurung gemeldet, während die Freiwillige Feuerwehr Ornading in Polling im Innkreis (Bezirk Braunau) wegen einer "Verklausung" – also einer Verstopfung eines Gewässers – alarmiert wurde.
Sturmböen und umgestürzte Bäume
Neben dem Starkregen sorgten auch heftige Sturmböen für Beeinträchtigungen. In Wolfsegg am Hausruck maß eine Windmessstation Böen von bis zu 83 Kilometern pro Stunde. Lokal dürften die Windgeschwindigkeiten noch deutlich höher gewesen sein. Diese Winde entwurzelten Bäume, die daraufhin auf Verkehrswege stürzten und diese blockierten. Die Feuerwehren mussten ausrücken, um die umgestürzten Bäume von den Straßen zu entfernen und die Fahrbahnen wieder freizugeben. Die Einsätze konzentrierten sich auf die von den Gewittern am stärksten betroffenen Gebiete, wo die Infrastruktur unter der Naturgewalt litt.
Ausblick und weitere Entwicklungen
Die Gewitterfront sollte sich im Laufe des Abends weiter nach Osten verlagern und voraussichtlich bis in die zweite Nachthälfte hinein für unbeständiges Wetter sorgen. Die Behörden riefen die Bevölkerung zur Vorsicht auf und beobachteten die weitere Entwicklung der Wetterlage aufmerksam. Die genauen Schäden, die durch die Überflutungen und Sturmschäden entstanden sind, werden in den kommenden Tagen ermittelt. Die schnelle Reaktion der Feuerwehren verhinderte jedoch Schlimmeres und sorgte dafür, dass die Beeinträchtigungen auf den Verkehrswegen schnell behoben werden konnten.
Das Wichtigste
- Heftige Gewitter mit Starkregen und Sturm zogen am Mittwochabend über Oberösterreich.
- Die Niederschlagsmengen in kurzer Zeit führten zu lokalen Überflutungen von Kellern und Straßen.
- Umgestürzte Bäume blockierten Verkehrswege und erforderten Feuerwehreinsätze.
- Windgeschwindigkeiten von bis zu 83 km/h wurden registriert.
- Geosphere Austria hatte im Vorfeld eine Gewitterwarnung ausgegeben.
- Die Unwetter sollten bis in die Nacht hinein andauern.

Starkregen und Gewitter: DWD warnt vor Überschwemmungen in Thüringen und Sachsen-Anhalt

Ernst Gödl soll neuer ÖVP-Klubobmann werden – Nachfolger des zurückgetretenen August Wöginger

Grundwasserstress in jedem zweiten deutschen Landkreis – Studie belegt systematische Übernutzung
