Deutschland erwartet wechselhaftes Wetter mit Starkregen und Gewittern
Nach einem sommerlichen Start in den Mai ziehen Tiefdruckgebiete auf und bringen verbreitet Niederschlag und Unwetter.

AUSTRIA —
Die Fakten
- Deutschland steht vor einer Periode mit wechselhaftem Wetter.
- Starkregen, schwere Gewitter und Hagel sind angekündigt.
- Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde werden erwartet.
- Lokale Überflutungsgefahr besteht durch mögliche Niederschlagsmengen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter.
- Die Trockenheit der vergangenen Wochen soll regional gelindert werden.
- Am Wochenende wird eine Wetterbesserung mit trockenerem und wärmerem Wetter prognostiziert.
Wechselhafter Mai nach sommerlichem Auftakt
Nach einem ungewöhnlich warmen und sonnigen Beginn im Mai stellt sich das Wetter in Deutschland nun deutlich unbeständiger dar. Tiefdruckgebiete dominieren die kommenden Wochen und bringen eine Serie von Schauern und Gewittern mit sich. Die Prognosen deuten darauf hin, dass es insgesamt eher zu nass als zu trocken wird, was zumindest regional eine Linderung der vorherrschenden Trockenheit verspricht. Diese Entwicklung markiert eine deutliche Kehrtwende nach den sommerlichen Temperaturen, die noch zu Beginn des Monats herrschten. Die Meteorologen beobachten eine sich über Mitteleuropa ausbreitende Tiefdruckrinne, die feuchtwarme Luft von kälterer Luft im Norden trennt. Diese Luftmassengrenze wird zum Zentrum zahlreicher Wetterkapriolen. Insbesondere im Bereich dieser Grenze und südlich davon sind bis in die kommenden Tage hinein kräftige Regenfälle und Gewitter zu erwarten.
Amtliche Unwetterwarnungen für weite Teile des Landes
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Mittwochnachmittag eine amtliche Unwetterwarnung für weite Teile Deutschlands herausgegeben. Die Warnung prognostiziert schwere Gewitter, die von extremem Starkregen und Hagel begleitet werden können. Besonders betroffen sein sollen demnach die südlichen Regionen Bayerns sowie Baden-Württemberg und das mittlere Deutschland. Die Intensität der angekündigten Unwetter ist besorgniserregend. Meteorologe Dominik Jung warnte bereits am Morgen vor "richtig ungemütlichem" Wetter in der Mitte Deutschlands, mit Schauern und Gewittern, die Sturmböen von bis zu 70 Kilometern pro Stunde mit sich bringen könnten. Diese Werte könnten lokal auf bis zu 90 Kilometer pro Stunde ansteigen. Die Warnungen sind besonders relevant, da sie mit potenziellen Gefahren wie Sturzfluten einhergehen. Auf den ausgetrockneten Böden kann das Wasser schlecht versickern, was die Gefahr von Überflutungen erhöht. Autofahrer werden ausdrücklich vor Aquaplaning auf Autobahnen gewarnt und aufgefordert, größere Sicherheitsabstände einzuhalten.
Regionale Unterschiede und Niederschlagsmengen
Während im Süden Deutschlands ein freundlicherer Start mit Temperaturen zwischen 17 und 21 Grad erwartet wird, steigt die Gewittergefahr ab Mittag an. Besonders intensiv könnten die Unwetter im Bayerischen Wald und am Alpenrand ausfallen. In anderen Regionen, wie zwischen der Eifel und dem Erzgebirge, werden ebenfalls Starkregenereignisse erwartet. Die prognostizierten Niederschlagsmengen sind beträchtlich. In einigen Gebieten, insbesondere in Thüringen und Sachsen, könnten bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Örtlich werden Niederschlagsmengen von 50 bis 80 Litern pro Quadratmeter prognostiziert, was die Trockenheit der letzten Zeit deutlich lindern wird. Eine Besonderheit stellt der äußerste Norden Deutschlands dar. Dort, in Schleswig-Holstein und Teilen Mecklenburg-Vorpommerns, bleibt es voraussichtlich trocken und es lockert sogar zeitweise auf. Im übrigen Norden, einschließlich Niedersachsen und Hamburg, wird es zwar bewölkt, aber die schweren Gewitter und der Starkregen bleiben aus.
Auswirkungen auf den Alltag und bevorstehende Ereignisse
Die Wetterentwicklung hat auch direkte Auswirkungen auf geplante Veranstaltungen und den Alltag der Bevölkerung. So findet am Abend des Mittwochs das Champions-League-Rückspiel des FC Bayern gegen Paris Saint-Germain statt, bei dem viele Fans auf der Anreise von Gewitterzellen betroffen sein könnten. Die Unwetterwarnungen des DWD werden kurz nach 17 Uhr veröffentlicht und betreffen somit auch die Vorbereitungen und die Anreise zu diesem wichtigen Sportereignis. Die Meteorologen betonen die Notwendigkeit, sich auf die wechselhaften Bedingungen einzustellen. Regenschirme und Regenjacken sind in den meisten Regionen Deutschlands unerlässlich. Im Norden und an den Küsten ist zudem wärmere Kleidung ratsam, da es dort deutlich kühler ist als im Rest des Landes. Die Experten weisen darauf hin, dass die aktuelle Wetterlage, geprägt durch ein stationäres Tief über Mitteleuropa, feuchte und instabile Luft heranführt. Dies schafft die idealen Bedingungen für die Entstehung von heftigen Gewittern und Starkregen.
Ausblick: Wetterbesserung am Wochenende
Trotz der angekündigten Unwetter gibt es Hoffnung auf eine baldige Wetterbesserung. Experten wie Karsten Brandt prognostizieren, dass Regen und Kälte nur von kurzer Dauer sein werden. Bereits ab Freitag wird wieder mit einem trockeneren und schöneren Wetterverlauf gerechnet. Die Temperaturen am Wochenende sollen sich zwischen 16 und 20 Grad einpendeln. Dies deutet auf eine Umstellung der Wetterlage hin, weg von den Tiefdruckgebieten hin zu einer wärmeren Südwestströmung. Diese positive Prognose könnte den Menschen ermöglichen, das Pfingstwetter für Urlaubsaktivitäten zu nutzen, sofern die angekündigten Unwetter nicht zu langanhaltenden Schäden führen.
Das Wichtigste
- Deutschland erlebt eine Wetterumschwung mit anhaltenden Tiefdruckeinflüssen.
- Schwere Gewitter, Starkregen und Hagel sind in vielen Regionen zu erwarten.
- Die Gefahr von lokalen Überflutungen und Sturzfluten ist aufgrund der Bodenbeschaffenheit erhöht.
- Die Niederschläge werden die jüngste Trockenheit regional spürbar lindern.
- Eine Wetterbesserung mit trockenerem und wärmerem Wetter wird für das kommende Wochenende erwartet.
- Die Bevölkerung wird aufgefordert, die Unwetterwarnungen des DWD ernst zu nehmen und sich entsprechend vorzubereiten.

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