Swiss-Maschine landet in Almaty nach medizinischem Notfall an Bord
Ein Airbus A350-941 der Swiss musste auf dem Weg von Seoul nach Zürich wegen eines kranken Co-Piloten in Kasachstan eine ungeplante Zwischenlandung einlegen.

SWITZERLAND —
Die Fakten
- Ein Swiss-Flug von Seoul nach Zürich landete ausserplanmässig in Almaty, Kasachstan.
- Ursache war ein medizinischer Notfall des Co-Piloten.
- Drei Ärzte an Bord leisteten dem Piloten medizinische Hilfe.
- Die Maschine, ein Airbus A350-941, setzte den Notrufcode 7700 ab.
- 227 Passagiere und 14 Crewmitglieder waren an Bord.
- Die Ankunft in Zürich wird für Freitagmorgen erwartet.
- Ein Ersatzpilot reist nach Almaty.
Swiss-Flug muss in Almaty notlanden
Ein Flug der Swiss International Air Lines auf dem Weg von Seoul nach Zürich hat am Mittwochmorgen über dem Luftraum Kasachstans einen Notruf abgesetzt. Die Maschine, ein Airbus A350-941, wich von ihrer geplanten Route ab und landete schliesslich auf dem internationalen Flughafen in Almaty. Die ausserplanmässige Landung erfolgte aufgrund eines medizinischen Notfalls des Co-Piloten, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Die Situation erforderte schnelles Handeln. Der internationale Transpondercode 7700, der einen allgemeinen Luftnotfall signalisiert, wurde von der Crew gesetzt. Dieser Code alarmiert Fluglotsen am Boden umgehend, um dem betroffenen Flugzeug Priorität und Unterstützung zu gewähren. Die Meldung über den Vorfall wurde zuerst von 20min.ch und später auch von anderen Medien aufgegriffen, gestützt auf Daten von Flugverfolgungsportalen wie Flightradar24.
Ärzte an Bord leisten Nothilfe
An Bord der Maschine befanden sich glücklicherweise drei Ärzte, die dem erkrankten Co-Piloten sofort medizinische Hilfe leisten konnten. Auf deren Empfehlung hin entschied sich die Crew für die Umleitung des Fluges nach Almaty. Ziel war es, dem Piloten die schnellstmögliche notwendige medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Der Co-Pilot wurde nach der Landung umgehend in Spitalpflege gebracht. Die Swiss betonte, dass die Gesundheit und das Wohlbefinden ihres Kollegen in dieser kritischen Situation oberste Priorität hätten. Die Fluggesellschaft bedauerte gleichzeitig die Auswirkungen, die diese ungeplante Landung auf die Reisepläne der Passagiere haben würde. Die Maschine selbst, ein Airbus A350-941, ist ein relativ neues Flugzeugmodell, das erst kürzlich in Betrieb genommen wurde. Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung von medizinischer Expertise an Bord und die Notwendigkeit flexibler Notfallpläne im Luftverkehr.
Passagiere und Crew in Almaty untergebracht
Die 227 Passagiere und die übrigen 14 Crewmitglieder wurden nach der Landung in Almaty in Hotels untergebracht. Die Swiss organisierte die Unterbringung, um den Reisenden während der unfreiwilligen Unterbrechung ihrer Reise so viel Komfort wie möglich zu bieten. Um den Flug nach Zürich fortsetzen zu können, reiste ein zusätzlicher Pilot nach Almaty. Nach dessen Ankunft und der Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten für die Crew soll der Flug wieder aufgenommen werden. Die Swiss rechnet derzeit mit der Ankunft in Zürich am Freitagmorgen. Die Fluggesellschaft zeigte sich ausserordentlich bedrückt über die Umstände und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten für die Fluggäste. Die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Beteiligten stehen im Vordergrund der Bemühungen, den Flug so schnell wie möglich fortzusetzen.
Der Notrufcode 7700 und seine Bedeutung
Der von der Swiss-Maschine abgesetzte Squawk-Code 7700 ist ein international anerkannter Transpondercode in der Luftfahrt. Er dient zur Signalisation eines allgemeinen Luftnotfalls und versetzt Fluglotsen weltweit in Alarmbereitschaft. Sobald dieser Code eingestellt wird, erhalten die betroffenen Flugzeuge höchste Priorität und umfassende Unterstützung durch die Flugsicherung. Dieser Code wird in verschiedenen Notfallsituationen verwendet, die von technischen Problemen bis hin zu medizinischen Notfällen reichen können. Die schnelle und korrekte Anwendung des Codes 7700 ist entscheidend, um rasch auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren zu können und die Sicherheit des Fluges zu gewährleisten. Erst am Vortag setzte ein Flugzeug von United Airlines über Frankreich einen ähnlichen Code ab, was sich als Reaktion auf einen kleinen Brand an Bord herausstellte. Solche Vorfälle verdeutlichen die Bedeutung von standardisierten Notfallverfahren und der Wachsamkeit der Flugbesatzungen.
Ausblick: Fortsetzung des Fluges und Konsequenzen
Die Fortsetzung des Swiss-Fluges von Almaty nach Zürich hängt nun von mehreren Faktoren ab. Die Genesung des Co-Piloten, die Ankunft des Ersatzpiloten und die Einhaltung der vorgeschriebenen Ruhezeiten sind entscheidend. Die Swiss kommuniziert die voraussichtliche Ankunftszeit für Freitagmorgen, was eine Verzögerung von über einem Tag bedeutet. Die Passagiere müssen sich auf eine längere Reise einstellen, während die Fluggesellschaft bemüht ist, die Situation so reibungslos wie möglich zu bewältigen. Die Unterbringung in Hotels und die Organisation der Weiterreise sind Teil des Krisenmanagements. Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen des internationalen Flugverkehrs und die Notwendigkeit, auf unvorhergesehene medizinische Notfälle an Bord vorbereitet zu sein. Die Swiss hat in dieser Situation professionell reagiert, indem sie die medizinische Versorgung ihres Co-Piloten priorisierte und gleichzeitig für die Passagiere sorgte.
Das Wichtigste
- Ein medizinischer Notfall eines Co-Piloten führte zur ungeplanten Landung eines Swiss-Fluges in Almaty.
- Drei Ärzte an Bord leisteten entscheidende medizinische Hilfe.
- Die Crew nutzte den Notrufcode 7700, um auf die kritische Situation aufmerksam zu machen.
- 227 Passagiere und 14 Crewmitglieder waren von der Verzögerung betroffen.
- Die Fortsetzung des Fluges nach Zürich ist für Freitagmorgen geplant.
- Die Swiss betont die Priorität der Gesundheit des Crewmitglieds und bedauert die Unannehmlichkeiten für die Passagiere.


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