Swiss-Flug nach Zürich: Notruf über Kasachstan wegen Co-Piloten-Notfall
Eine Swiss-Maschine auf dem Weg von Seoul nach Zürich musste wegen eines medizinischen Notfalls im Cockpit in Almaty zwischenlanden.

SWITZERLAND —
Die Fakten
- Swiss-Flug LX123 von Seoul nach Zürich setzte über Kasachstan einen Notruf ab.
- Die Maschine wurde nach Almaty, Kasachstan, umgeleitet.
- Ursache war ein medizinischer Notfall des Co-Piloten.
- Drei Ärzte an Bord leisteten medizinische Hilfe.
- 227 Passagiere und 14 Crewmitglieder waren an Bord.
- Die Landung erfolgte am Mittwochmorgen.
- Die Ankunft in Zürich wird am Freitagmorgen erwartet.
Swiss-Maschine sendet Notruf über Kasachstan
Ein Flug der Swiss auf dem Weg von Seoul nach Zürich hat am Mittwochmorgen über dem Luftraum Kasachstans einen Notruf abgesetzt. Flugverfolgungsdaten zeigten, wie die Maschine vom Kurs abwich und eine ungeplante Landung durchführte. Zunächst hatte «20 Minuten» über den Vorfall berichtet. Die Maschine, ein Airbus A350-941, wurde zur Landung auf den internationalen Flughafen der kasachischen Stadt Almaty umgeleitet. Dort setzte sie kurz vor zehn Uhr auf. Der internationale Transpondercode 7700 signalisiert einen allgemeinen Luftnotfall und alarmiert Fluglotsen am Boden, um Priorität und Unterstützung zu gewähren.
Medizinischer Notfall im Cockpit als Ursache
Die Swiss erklärte, dass die ausserplanmässige Landung auf einen medizinischen Notfall beim Co-Piloten zurückzuführen sei. Um seine medizinische Versorgung zu gewährleisten, habe man sich für die Umleitung nach Almaty entschieden. Die Gesundheit und das Wohlbefinden des Kollegen hätten in dieser Situation oberste Priorität gehabt. Glücklicherweise befanden sich drei Ärzte an Bord des Fluges. Diese konnten dem Piloten medizinische Hilfe leisten. Auf deren Empfehlung hin entschied sich die Crew für die Landung in Almaty, um eine rasche und notwendige medizinische Versorgung zu ermöglichen.
Passagiere und Crew in Almaty untergebracht
An Bord der Maschine befanden sich 227 Passagiere und 14 Crewmitglieder. Der erkrankte Co-Pilot wurde nach der Landung unverzüglich in Spitalpflege gebracht. Die Fluggäste sowie die übrigen Crewmitglieder werden in Almaty in Hotels untergebracht. Die Swiss kündigte an, dass ein zusätzlicher Pilot nach Almaty reisen werde. Nach dessen Ankunft und Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten der Crew soll der Flug nach Zürich fortgesetzt werden. Aktuell wird mit einer Ankunft in Zürich am Freitagmorgen gerechnet.
Bedauern über Auswirkungen auf Reisepläne
Die Swiss bedauerte ausserordentlich die Auswirkungen der ungeplanten Landung auf die Reisepläne der Passagiere. Man sei sich der erheblichen Beeinträchtigungen bewusst. Gleichzeitig betonte die Fluggesellschaft, dass die Gesundheit und das Wohlbefinden des Kollegen absolute Priorität hatten. Der Vorfall ereignete sich kurz nach der Inbetriebnahme des Airbus A350-941, einem modernen Flugzeugtyp. Solche medizinischen Notfälle können jederzeit auftreten und erfordern schnelle und entschlossene Massnahmen des Bordpersonals und der Fluggesellschaft.
Hintergrund: Notfallcodes in der Luftfahrt
Der Squawk-Code 7700 ist ein international anerkannter Transpondercode in der Luftfahrt, der einen allgemeinen Luftnotfall signalisiert. Sobald dieser Code vom Piloten eingestellt wird, werden Fluglotsen am Boden sofort alarmiert. Sie gewähren dem betroffenen Flugzeug Priorität und bieten jegliche notwendige Unterstützung an. Diese Codes sind entscheidend für die Sicherheit im Flugverkehr. Sie ermöglichen eine schnelle Reaktion auf unvorhergesehene Ereignisse, sei es ein technisches Problem, ein medizinischer Notfall oder eine andere kritische Situation an Bord. Erst am Vortag setzte ein United-Airlines-Flug über Frankreich ebenfalls den Code 7700 ab, nachdem an Bord ein kleines Feuer ausgebrochen war.
Das Wichtigste
- Ein Swiss-Flug von Seoul nach Zürich musste wegen eines medizinischen Notfalls des Co-Piloten in Almaty, Kasachstan, notlanden.
- Drei Ärzte an Bord leisteten dem Piloten medizinische Hilfe.
- Die Maschine, ein Airbus A350-941, war mit 227 Passagieren und 14 Crewmitgliedern besetzt.
- Die Weiterreise nach Zürich wird für Freitagmorgen erwartet, nachdem ein Ersatzpilot eingetroffen ist.
- Der Notruf wurde durch die Aktivierung des internationalen Codes 7700 signalisiert.


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