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Prix-Walo-Gala: Margrit Läubli fälschlich für tot erklärt – Präsidentin entschuldigt sich

Die 98-jährige Kabarett-Legende wurde bei der Jubiläumsverleihung im Kongresshaus Zürich irrtümlich als verstorben eingeblendet, während Moderator Nik Hartmann zum Publikumsliebling gekürt wurde.

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Prix-Walo-Gala: Margrit Läubli fälschlich für tot erklärt – Präsidentin entschuldigt sich
Die 98-jährige Kabarett-Legende wurde bei der Jubiläumsverleihung im Kongresshaus Zürich irrtümlich als verstorben eingeCredit · Blick

Die Fakten

  • 50. Prix-Walo-Verleihung am 2. Mai 2026 im Kongresshaus Zürich
  • Margrit Läubli (98) wurde fälschlich mit Todesdatum 17. Dezember 2019 eingeblendet
  • Monika Kälin (71), Prix-Walo-Präsidentin, entschuldigte sich für den Fehler
  • Nik Hartmann (53) gewann den Publikumspreis ein Jahr nach Röbi Koller
  • Freddy Burger (80) erhielt den Ehren-Prix Walo für sein Lebenswerk
  • Zoë Më (25) gewann als beste Newcomerin; ESC-Crew in Basel ausgezeichnet
  • Stefan Buck (44) von Hecht gewann in Kategorie Pop/Rock-Band
  • Linda Fäh (38) siegte in der Kategorie Schlager

Ein peinlicher Fauxpas trübt die Jubiläumsfeier

Am Samstag, den 2. Mai 2026, versammelte sich die Schweizer Showprominenz im Kongresshaus Zürich zur 50. Verleihung des Prix Walo, dem renommiertesten Entertainment-Preis des Landes. Doch die Feierlichkeiten wurden von einem schwerwiegenden Fehler überschattet: Als die verstorbenen Preisträger geehrt wurden, blendete die Veranstaltung ein Bild von Margrit Läubli (98) mit dem Todesdatum 17. Dezember 2019 ein – obwohl die Kabarett-Legende noch lebt. Prix-Walo-Präsidentin Monika Kälin (71) zeigte sich tief betroffen: «Das tut mir unfassbar leid. Mir ist es nicht bewusst gewesen, dass dieses Bild reingerutscht ist. Und jenen, die es visioniert haben, denen ist es auch nicht bewusst gewesen. Darum möchten wir uns entschuldigen, das ist natürlich ein grosser Fehler.» Der Fauxpas war offenbar erst nach der Einblendung bemerkt worden.

Nik Hartmann als Publikumsliebling ausgezeichnet

Trotz des Zwischenfalls blieb die Stimmung am Anlass weitgehend ungetrübt. Moderator Nik Hartmann (53) wurde ein Jahr nach seinem «Happy Day»-Vorgänger Röbi Koller (68) als Publikumsliebling gekürt. Veranstalter-Legende Freddy Burger (80) erhielt den Ehren-Prix Walo für sein Lebenswerk. Musiker Stefan Buck (44) von der Band Hecht, die den zweiten Prix Walo in der Kategorie Pop/Rock-Band gewann, zeigte sich begeistert: «Hier ist die gesamte Showszene versammelt. Meist treffen wir die Leute aus der Musikbranche.» Er berichtete, dass die Band ursprünglich nicht kommen wollte, weil sie nach vielen Shows Ruhe brauchte. Doch Monika Kälin rief sie am Nachmittag vor der Gala an, als Buck noch in der Badi war. «Also haben wir Kinderbetreuung und alles organisiert und konnten am Abend unseren ersten Prix Walo entgegennehmen. Das war legendär.»

ESC-Bezug und Newcomerin Zoë Më

Gleich zwei Auszeichnungen gingen an Personen, die mit dem Eurovision Song Contest verbunden sind. Die Crew der letztjährigen ESC-Ausgabe in Basel wurde mit dem Preis in der Kategorie «TV-Produktion» geehrt. Die damalige Schweizer Vertreterin Zoë Më (25) gewann den Prix Walo als beste Newcomerin. «Jetzt ist meine Heimatstadt Fribourg Schweizer Meister im Hockey geworden, und jetzt bekomme ich diesen Preis. Ein schöner Zufall», sagte Zoë Më nach der Verleihung. In der Kategorie Schlager setzte sich Linda Fäh (38) durch. «Eine tolle Würdigung und Bestätigung, dass ich nach meinem Miss-Schweiz-Titel eine gute Entscheidung getroffen habe und meine Schlagerkarriere lancierte», erklärte sie.

Vincent Gross mit Freundin auf dem roten Teppich

Nominiert in der Kategorie Schlager war auch der Basler Musiker Vincent Gross (29), der direkt aus Griechenland zur Gala anreiste. Er feierte eine Premiere: Zum ersten Mal zeigte er sich mit seiner Freundin Sara (23) auf dem roten Teppich. «Ich bin bei solchen Dingen immer sehr aufgeregt. Aber wenn ich Vincent mit dabei habe, ist es halb so schlimm», sagte Sara. Obwohl Vincent Gross den Prix Walo nicht gewann, zeigte er sich gelassen: «Ich war zum ersten Mal für einen Preis in der Schweiz nominiert. Das bedeutet mir schon sehr viel.» Nach der Verleihung gab es für die Gäste Zürcher Kalbsrahmgeschnetzeltes mit Semmelknödel zum Znacht. Die Feierlichkeiten zogen sich bis weit nach Mitternacht hin.

Monika Kälins unermüdlicher Einsatz für den Prix Walo

Monika Kälin, die seit fast drei Jahrzehnten unentgeltlich für den Prix Walo kämpft, oft zum Preis der eigenen Karriere, kündigte an: «Ich trete erst ab, wenn ich weiss, dass es mit dem Prix Walo weitergeht.» Sie betonte, dass der Show-Preis Geld brauche, um fortbestehen zu können. «Meist gehe ich erst um drei Uhr nach Hause», sagte Kälin nach der Gala. «Und dann geht es gleich weiter mit der Planung der nächsten Ausgabe. Ganz nach dem Motto: Ewig Prix Walo!» Ihr Engagement unterstreicht die prekäre finanzielle Lage des traditionsreichen Preises, der auf Sponsoren und Unterstützer angewiesen ist.

Ausblick: Zukunft des Prix Walo bleibt ungewiss

Die 50. Ausgabe des Prix Walo war ein Erfolg, doch die Zukunft des Preises ist ungewiss. Monika Kälins Ankündigung, nur unter der Bedingung zurückzutreten, dass der Preis weitergeführt wird, zeigt die Dringlichkeit. Der Fehler mit Margrit Läubli wirft zudem Fragen nach den internen Abläufen auf. Die nächste Verleihung ist für 2027 geplant, doch ob sie stattfinden kann, hängt von der finanziellen Unterstützung ab. Die Schweizer Showbranche hofft, dass der Prix Walo – ein Symbol für nationale Unterhaltung – erhalten bleibt.

Das Wichtigste

  • Margrit Läubli wurde bei der 50. Prix-Walo-Gala fälschlich als verstorben eingeblendet; Präsidentin Monika Kälin entschuldigte sich.
  • Nik Hartmann wurde zum Publikumsliebling gekürt, Freddy Burger erhielt den Ehrenpreis.
  • Zoë Më gewann als beste Newcomerin, die ESC-Crew in Basel wurde ausgezeichnet.
  • Monika Kälin arbeitet seit fast 30 Jahren unbezahlt für den Prix Walo und will erst zurücktreten, wenn die Zukunft gesichert ist.
  • Die finanzielle Lage des Prix Walo ist angespannt; die nächste Ausgabe hängt von Sponsoren ab.
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