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Remo Stoffel verklagt GKB und BZ Bank auf Millionenhöhe

Ein umtriebiger Investor fordert Schadenersatz im mittleren dreistelligen Millionenbereich von den Finanzinstituten.

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Remo Stoffel verklagt GKB und BZ Bank auf Millionenhöhe
Ein umtriebiger Investor fordert Schadenersatz im mittleren dreistelligen Millionenbereich von den Finanzinstituten.Credit · Blick

Die Fakten

  • Die Graubündner Kantonalbank (GKB) und ihre Tochter BZ Bank sind mit einer Klage konfrontiert.
  • Der Kläger fordert einen Schadenersatz im mittleren dreistelligen Millionenbereich.
  • Hinter der Klage steht der Investor Remo Stoffel (49).
  • Stoffels Firma Priora Suisse bestätigte die Einreichung eines Schlichtungsgesuchs.
  • Die Klage betrifft eine Kundenbeziehung und ein Anlageprodukt der BZ Bank.
  • Die GKB und die BZ Bank weisen die Vorwürfe als unbegründet zurück.
  • Die GKB ist seit Anfang 2025 alleinige Besitzerin der BZ Bank.

Millionenklage gegen GKB und BZ Bank

Die Graubündner Kantonalbank (GKB) und ihre Tochtergesellschaft BZ Bank sehen sich einer Klage gegenüber, die Forderungen im mittleren dreistelligen Millionenbereich umfasst. Die Banken wurden am Montag über den juristischen Streit informiert. Der Kläger wirft den Finanzinstituten und Organen der BZ Bank Pflichtverletzungen vor. Sowohl die GKB als auch die BZ Bank betonen jedoch, dass sie die Vorwürfe als unbegründet erachten und sich im Verfahren entsprechend verteidigen werden. Die Klage bezieht sich auf eine Kundenbeziehung und ein Anlageprodukt, das von der Tochtergesellschaft verwaltet wird. Die genauen Umstände des Falls sind noch Gegenstand der Untersuchung, doch die Banken kündigten an, die Forderungen entschieden zurückzuweisen. Die finanzielle Dimension des Rechtsstreits unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Angelegenheit für die beteiligten Institute. Die GKB hat im Jahr 2022 die Mehrheit der BZ Bank von ihrem damaligen Besitzer Martin Ebner erworben. Seit Anfang 2025 ist die GKB nun alleinige Eigentümerin der BZ Bank, die 1985 von Ebner gegründet wurde und als Dreh- und Angelpunkt seiner Finanzaktivitäten diente. Die BZ Bank spezialisiert sich auf die Beratung professioneller, privater und institutioneller Kunden bei Aktienanlagen und Beteiligungen.

Remo Stoffel als Kläger identifiziert

Wie die Nachrichtenagentur AWP berichtet, ist der umtriebige Investor Remo Stoffel (49) die treibende Kraft hinter der Klage. Eine Sprecherin seiner Firma Priora Suisse hat die Einreichung eines Schlichtungsgesuchs im Zusammenhang mit einer Schadenersatzklage bestätigt. Stoffel, der 2005 mit dem Kauf der Immobilienfirma Avireal bekannt wurde, hat eine bewegte Vergangenheit mit juristischen Auseinandersetzungen. Seine frühe Karriere war von Streitigkeiten mit Geschäftspartnern und Strafbehörden geprägt. Die Zürcher Staatsanwaltschaft verurteilte ihn wegen Urkundenfälschung zu einer bedingten Freiheitsstrafe. Diese Vorgeschichte wirft ein Schlaglicht auf die Person des Klägers und die potenzielle Komplexität des aktuellen Falls. Stoffels Engagement im öffentlichen Diskurs war auch durch den Erwerb der Therme in Vals GR und seine Pläne für einen 381 Meter hohen Turm geprägt. Diese Pläne führten ihn im August 2019 für vier Tage in Untersuchungshaft. Aktuell soll er mit seiner Ehefrau Manuela Pesko (47), einer ehemaligen Schweizer Snowboard-Profi, und ihren vier Kindern in Dubai leben.

Mögliche Hintergründe des Anlageprodukts

Berichten zufolge soll der aktuelle Streit im Zusammenhang mit dem Verkauf der ehemaligen Georg-Fischer-Tochter Agie Charmilles an die United Grinding Group stehen. Die BZ Bank habe den Kläger und weitere Privatkunden dazu bewegt, auf Bezugsrechte bei einer Kapitalerhöhung mittels Stimmrechtsaktien zu verzichten. Dies habe dem Kläger finanzielle Einbussen beschert. Darüber hinaus kritisiert der Kläger gemäss einem Online-Portal die Bewertung der Firma. Die Aktienbewertung sei anhand einer internen Berechnungsformel der BZ Bank künstlich niedrig angesetzt worden. Diese Vorwürfe deuten auf eine mögliche Manipulation der Bewertung hin, die zu Lasten der Anleger gegangen sein könnte. Die genauen Details des Anlageprodukts und die Art der Pflichtverletzung sind entscheidend für die Beurteilung des Falls. Die Banken bestreiten die Vorwürfe vehement und werden sich juristisch zur Wehr setzen. Die Klage wirft ein Licht auf die Praktiken im Umgang mit professionellen und institutionellen Kunden im Schweizer Finanzsektor.

Das Wichtigste

  • Ein Investor fordert einen dreistelligen Millionenbetrag von der GKB und ihrer Tochter BZ Bank.
  • Remo Stoffel ist der Kläger hinter der Schadenersatzklage.
  • Die Klage bezieht sich auf ein Anlageprodukt und die Bewertung einer Firma.
  • Die GKB und die BZ Bank weisen sämtliche Vorwürfe als unbegründet zurück.
  • Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Vergangenheit des Investors Remo Stoffel.
  • Die GKB ist seit Anfang 2025 alleinige Eigentümerin der BZ Bank.
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