Swiss-Maschine muss nach medizinischem Notfall landen
Ein Flug von Seoul nach Zürich setzte über Kasachstan einen Notruf ab und landete in Almaty. Der Co-Pilot wurde hospitalisiert.

SWITZERLAND —
Die Fakten
- Swiss-Flug LX123 von Seoul nach Zürich landete ausserplanmässig in Almaty, Kasachstan.
- Der Flug setzte über Kasachstan den Notruf Squawk-Code 7700 ab.
- Ursache war ein medizinischer Notfall des Co-Piloten.
- Drei Ärzte an Bord leisteten dem Co-Piloten medizinische Hilfe.
- 227 Passagiere und 14 Crewmitglieder befanden sich an Bord.
- Der Co-Pilot wurde in Almaty hospitalisiert.
- Die Maschine ist ein Airbus A350-941.
Notruf über Kasachstan: Swiss-Flug muss umgeleitet werden
Ein Flug der Swiss auf dem Weg von Seoul nach Zürich hat am Mittwochmorgen über dem Luftraum Kasachstans einen Notruf abgesetzt. Die Maschine, ein Airbus A350-941, wich von ihrem Kurs ab und musste ausserplanmässig in der kasachischen Stadt Almaty landen. Dies bestätigte die Fluggesellschaft, nachdem Flugverfolgungsdaten die ungewöhnliche Flugroute aufzeigten. Der internationale Transpondercode 7700 signalisiert einen allgemeinen Luftnotfall und alarmiert Fluglotsen weltweit, um dem betroffenen Flugzeug Priorität und Unterstützung zu gewähren. Die Umleitung erfolgte auf den internationalen Flughafen von Almaty, wo die Maschine kurz vor zehn Uhr morgens landete und direkt zu einem Standplatz rollte. An Bord der LX123 befanden sich 227 Passagiere und 14 Crewmitglieder. Die Swiss äusserte ihr Bedauern über die erheblichen Auswirkungen, die die ungeplante Landung auf die Reisepläne der Fluggäste hatte.
Medizinischer Notfall als Ursache für die Landung
Die ausserplanmässige Landung in Almaty war auf einen medizinischen Notfall beim Co-Piloten zurückzuführen. Die Swiss erklärte, dass die Entscheidung zur Umleitung getroffen wurde, um eine schnelle und notwendige medizinische Versorgung des erkrankten Co-Piloten zu gewährleisten. Glücklicherweise befanden sich drei Ärzte unter den Passagieren an Bord, die dem Piloten medizinische Hilfe leisten konnten. Auf deren Empfehlung hin entschied sich die Crew für die Landung in Almaty, um die medizinische Betreuung sicherzustellen. Der Co-Pilot wurde nach der Landung unverzüglich in Spitalpflege gebracht. Die Gesundheit und das Wohlbefinden des Kollegen hätten in dieser Situation oberste Priorität, betonte die Fluggesellschaft. Die Umstände, die zu dieser aussergewöhnlichen Massnahme führten, bedauerte die Swiss ausserordentlich.
Passagiere und Crew in Almaty untergebracht
Während der erkrankte Co-Pilot umgehend medizinisch versorgt wurde, wurden die 227 Passagiere sowie die übrigen 13 Crewmitglieder in Almaty in Hotels untergebracht. Die Fluggesellschaft organisierte die Betreuung der Reisenden am Boden. Um den Flug nach Zürich fortsetzen zu können, wurde ein zusätzlicher Pilot nach Almaty entsandt. Dieser traf im Laufe des Tages in der kasachischen Stadt ein. Die Swiss rechnete damit, den Flug nach Zürich fortzusetzen, sobald der zusätzliche Pilot angekommen war und die Crew die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit eingehalten hatte. Die Ankunft in Zürich wurde für Freitagmorgen, 8 Uhr, erwartet.
Der Airbus A350-941: Ein modernes Flugzeug
Bei der betroffenen Maschine handelte es sich um einen Airbus A350-941. Dieses Flugzeugmodell wird erst seit Kurzem in Betrieb genommen und gehört zur neuesten Generation von Langstreckenflugzeugen. Der A350 ist bekannt für seine Treibstoffeffizienz und seinen Passagierkomfort. Die Entscheidung, einen solchen modernen Jet für die Strecke Seoul-Zürich einzusetzen, unterstreicht die Bedeutung dieser Route für die Swiss. Der Vorfall mit dem Notruf Squawk-Code 7700 ist ein seltener, aber wichtiger Indikator für aussergewöhnliche Situationen in der Luftfahrt. Erst am Vortag setzte ein United-Airlines-Flug über Frankreich einen ähnlichen Code ab, nachdem an Bord ein kleines Feuer ausgebrochen war.
Ausblick: Fortsetzung der Reise und Nachbereitung
Die Passagiere und die Crew der Swiss-Maschine werden ihre Reise nach Zürich voraussichtlich am Freitagmorgen fortsetzen. Die Swiss hat die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um den Flugbetrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen, unter Berücksichtigung aller Sicherheits- und Ruhezeitvorschriften. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die professionelle Reaktion der Flugbesatzung und die Bedeutung von medizinischem Fachpersonal an Bord in Notfällen. Die Swiss hat angekündigt, die Situation intern aufarbeiten und die betroffenen Passagiere über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Die Umleitung und die daraus resultierende Verzögerung sind zwar bedauerlich, doch die Sicherheit und das Wohlbefinden des Co-Piloten hatten eindeutig Vorrang. Die Fluggesellschaft wird sich nun darauf konzentrieren, die Passagiere sicher nach Zürich zu bringen und die Crew-Rotation zu normalisieren.
Das Wichtigste
- Ein Swiss-Flug von Seoul nach Zürich musste wegen eines medizinischen Notfalls des Co-Piloten in Almaty, Kasachstan, landen.
- Die Besatzung nutzte den Notrufcode 7700, um auf die kritische Situation aufmerksam zu machen.
- Drei Ärzte an Bord leisteten dem Co-Piloten entscheidende Hilfe.
- Die 227 Passagiere und die übrige Crew wurden in Almaty untergebracht und warten auf die Fortsetzung der Reise.
- Ein Ersatzpilot wurde nach Almaty geschickt, um die Crew für den Weiterflug nach Zürich zu ergänzen.
- Die Ankunft in Zürich wird für Freitagmorgen erwartet, abhängig von Ruhezeiten der Crew.




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