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SRF-Meteorologe Thomas Bucheli bleibt dem Sender bis Ende August erhalten

Nach fast drei Jahrzehnten im Dienst tritt der Wetterexperte seinen Ruhestand an, wird aber zur Unterstützung des Teams länger bleiben.

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SRF-Meteorologe Thomas Bucheli bleibt dem Sender bis Ende August erhalten
Nach fast drei Jahrzehnten im Dienst tritt der Wetterexperte seinen Ruhestand an, wird aber zur Unterstützung des Teams Credit · St. Galler Tagblatt

Die Fakten

  • Thomas Bucheli bleibt SRF Meteo bis Ende August 2026 erhalten.
  • Ursprünglich war sein Rücktritt für Mai geplant.
  • Eine Blitzschlag-Beinahe-Katastrophe ereignete sich im Jahr 2007.
  • Bucheli ist seit 1992 für SRF tätig.
  • Seit 1995 leitet er die Redaktion von SRF Meteo.
  • Er wird etwa 50 Prozent seiner bisherigen Arbeitszeit für Ausbildung und Moderation einsetzen.

Abschied nach langer Karriere

Thomas Bucheli, eine der bekanntesten Figuren des Schweizer Fernsehens, tritt nach über drei Jahrzehnten im Dienst von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) in den Ruhestand. Ursprünglich für Mai geplant, wird der langjährige Meteorologe und Leiter der Redaktion von „SRF Meteo“ dem Sender jedoch bis Ende August 2026 erhalten bleiben. Diese Verlängerung seines Engagements ist auf personelle Veränderungen innerhalb des „Meteo“-Teams zurückzuführen. Bucheli, der seit 1992 für SRF tätig ist und die Redaktionsleitung 1995 übernahm, hat sich über die Jahre hinweg als vertraute und beliebte Persönlichkeit etabliert. Seine Expertise und seine Art, das Wettergeschehen zu vermitteln, haben ihn zu einem festen Bestandteil der Schweizer Fernsehlandschaft gemacht. Der nunmehr schrittweise Rückzug ermöglicht es ihm, seinen Abschied gemächlich zu gestalten und gleichzeitig neue Teammitglieder optimal einzuarbeiten. Rechtlich wird Bucheli wird aber anschliessend „im Auftragsverhältnis“ weiterarbeiten, wie SRF mitteilte.

Unterstützung bei personellen Engpässen

Die Entscheidung, Buchelis Präsenz über den ursprünglichen Ruhestandstermin hinaus zu verlängern, resultiert aus unerwarteten Abgängen im „Meteo“-Team. Da neue Meteorologinnen und Meteorologen zur Sendung stossen, wird Bucheli in den Sommermonaten aushelfen, um den Übergang zu erleichtern. Er wird dabei etwa 50 Prozent seiner bisherigen Arbeitszeit aufwenden, primär für die Ausbildung der Neuzugänge und die Moderation. Dies stellt sicher, dass die Kontinuität in der Wetterberichterstattung gewahrt bleibt und die neuen Teammitglieder von seiner reichen Erfahrung profitieren können. Die Nachricht von Buchelis verlängertem Engagement wurde von vielen Zuschauern positiv aufgenommen. In den sozialen Medien äusserten zahlreiche Nutzer ihre Freude darüber, dass sie die vertraute Stimme und Expertise des Meteorologen noch einige Monate länger im Fernsehen sehen werden.

Grenzen der Wettervorhersage und persönliche Risiken

Abseits seiner beruflichen Zukunft sorgte ein Vorfall aus dem Jahr 2007 kürzlich wieder für Aufsehen. Bei einem Dreh schlug überraschend ein Blitz neben Thomas Bucheli und seinem Team ein. „Niemand dachte, dass es gewittern könnte“, erinnerte sich der scheidende Moderator an die dramatischen Sekunden, in denen sein Schirm kaputtging und sein Kameramann so erschrak, dass er mehrere Wochen nicht arbeiten konnte. Dieser Vorfall unterstreicht für Bucheli die inhärenten Unsicherheiten von Wetterprognosen. „Wettervorhersagen basieren auf Modellen. Modelle sind Berechnungen, die Unsicherheiten haben“, erklärte er. Er rät daher stets dazu, mehrere Wetter-Apps zu konsultieren. „Wenn alle Apps mehr oder weniger das Gleiche zeigen, können Sie davon ausgehen, dass es so kommt. Wenn hingegen unterschiedliche Darstellungen gemacht werden, heisst es einfach: vorsichtig sein und den Himmel speziell anschauen“, so Bucheli. Er gab jedoch auch zu, dass er manchmal trotz Gewitter auf das SRF-Dach gestiegen sei, da er Gewitterstimmungen faszinierend finde, sich aber seiner Verantwortung bewusst sei.

Ein Leben im Dienste des Wetters

Thomas Bucheli hat über Jahrzehnte hinweg Generationen von Zuschauern durch Hochs und Tiefs des Schweizer Wetters begleitet. Seine Karriere ist geprägt von prägenden TV-Momenten und einem tiefen Verständnis für die Schweizer Alltagskultur im Zusammenhang mit Wetterphänomenen. Bei einer Veranstaltung in Aarau äusserte sich Bucheli kürzlich über die Grenzen der Wettervorhersage, den Umgang mit Klimadebatten und seinen schrittweisen Rückzug aus dem Fernsehen. Seine langjährige Tätigkeit hat ihn zu einer Autorität in seinem Fachgebiet gemacht, deren Einsichten auch nach seinem offiziellen Austritt geschätzt werden. Die Fussstapfen, die Thomas Bucheli hinterlässt, sind gross. Das „Meteo“-Team ist jedoch bestrebt, seine Arbeit in seinem Sinne fortzusetzen und weiterhin eine qualitativ hochwertige Wetterberichterstattung anzubieten, während der Sender den Übergang so reibungslos wie möglich gestaltet.

Das Wichtigste

  • Thomas Bucheli wird seine Tätigkeit bei SRF Meteo über seinen ursprünglichen Ruhestand im Mai hinaus bis Ende August 2026 fortsetzen.
  • Die Verlängerung seines Engagements ist auf personelle Veränderungen und Abgänge im Redaktionsteam zurückzuführen.
  • Bucheli wird während dieser Zeit etwa 50 Prozent seiner bisherigen Arbeitszeit für die Ausbildung neuer Kollegen und Moderationen einsetzen.
  • Ein Blitzschlag-Vorfall im Jahr 2007, bei dem sein Kameramann verletzt wurde, verdeutlicht für Bucheli die Unberechenbarkeit des Wetters.
  • Er betont die Grenzen von Wettermodellen und rät zur Konsultation mehrerer Wetter-Apps zur besseren Einschätzung der Prognosen.
  • Bucheli ist seit 1992 für SRF tätig und leitet die Redaktion von SRF Meteo seit 1995.
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