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Alcaraz sagt French Open ab: Titelverteidigung geplatzt, Zverev rückt in den Fokus

Der Spanier kann wegen einer Handgelenksverletzung nicht antreten und muss seinen Traum vom dritten Grand-Slam-Titel in Folge aufgeben.

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Alcaraz sagt French Open ab: Titelverteidigung geplatzt, Zverev rückt in den Fokus
Der Spanier kann wegen einer Handgelenksverletzung nicht antreten und muss seinen Traum vom dritten Grand-Slam-Titel in Credit · The Guardian

Die Fakten

  • Carlos Alcaraz sagt die French Open 2024 aufgrund einer Handgelenksverletzung ab.
  • Alcaraz gewann das Turnier 2023 und wäre als Titelverteidiger angetreten.
  • Alexander Zverev profitiert von Alcaraz' Ausfall und gilt nun als einer der Favoriten.
  • Jannik Sinner, der im Vorjahresfinale gegen Alcaraz verlor, ist ebenfalls ein Top-Anwärter.
  • Rafael Nadal riet Alcaraz zum Verzicht, um kein Risiko einzugehen.
  • Die French Open schütten ein Rekordpreisgeld aus, mit einer massiven Steigerung.
  • Novak Djokovic äußerte Hoffnung für die Sandplatz-Saison und adelte Alcaraz und Sinner.

Alcaraz' Absage erschüttert die Tenniswelt

Carlos Alcaraz wird nicht zur Titelverteidigung bei den French Open antreten. Der Spanier gab bekannt, dass eine Handgelenksverletzung ihn zwinge, auf das Grand-Slam-Turnier in Paris zu verzichten. „Es ist eine schwierige Zeit für mich“, sagte Alcaraz, der derzeit kein Tennis spielen kann. Die Entscheidung fiel nach einer ärztlichen Untersuchung, die die Schwere der Verletzung bestätigte. Alcaraz hatte gehofft, rechtzeitig fit zu werden, doch die nächste Untersuchung wurde als entscheidend bezeichnet. Nun muss er seinen Traum vom Hattrick – drei Grand-Slam-Titel in Folge – aufgeben.

Nadals Rat und die Reaktion der Konkurrenz

Rafael Nadal, der selbst 14-mal die French Open gewann, riet Alcaraz eindringlich zum Verzicht. „Er darf kein Risiko eingehen“, warnte der Sandplatzkönig. Auch Novak Djokovic reagierte stark auf die Nachricht und adelte Alcaraz sowie Jannik Sinner als „historisch“. Jannik Sinner, der im Vorjahr ein episches Finale gegen Alcaraz verlor, gilt nun als einer der Hauptfavoriten. Alexander Zverev hingegen profitiert direkt von Alcaraz' Ausfall: Der Deutsche, der zuletzt im Halbfinale von Monte Carlo gegen Sinner chancenlos war, rückt in den Fokus der Titelaspiranten.

Zverevs Formtest vor Paris misslingt

Alexander Zverev bleibt gegen Jannik Sinner weiterhin chancenlos. Im Halbfinale des Monte-Carlo-Masters unterlag der Deutsche seinem Angstgegner klar. Der Formtest vor den French Open misslang damit deutlich. Dennoch könnte Zverev nun von Alcaraz' Abwesenheit profitieren. Der Weltranglistenvierte hat in diesem Jahr noch keinen Titel auf Sand gewonnen, aber seine starke Bilanz bei Grand Slams macht ihn zu einem gefährlichen Außenseiter. Die Frage ist, ob er seine Nerven im entscheidenden Moment im Griff hat.

Rekordpreisgeld und Kontroversen um die French Open

Die French Open schütten in diesem Jahr ein Rekordpreisgeld aus. Die massive Steigerung soll die Attraktivität des Turniers erhöhen und die Spieler für die Belastungen entschädigen. Gleichzeitig gibt es Zoff um die Kamera-Überwachung: Die French Open reagierten auf Kritik der Stars, die sich gegen die Überwachung ausgesprochen hatten. Iga Swiatek, die Weltranglistenerste bei den Damen, setzt derweil auf Tipps vom Sandplatzkönig. Sie arbeitet mit einem erfahrenen Trainer zusammen, um ihre Chancen auf den dritten Titel in Paris zu wahren.

Die Auswirkungen auf das Turnier und die Favoritenrolle

Mit Alcaraz' Absage verliert das Turnier seinen größten Star neben Novak Djokovic. Der Serbe, der zuletzt von Zweifeln an seiner Form begleitet wurde, äußerte Hoffnung für die Sandplatz-Saison. „Das ist meine Hoffnung“, sagte Djokovic exklusiv, ohne näher darauf einzugehen. Jannik Sinner, der im Vorjahr im Finale gegen Alcaraz unterlag, hat nun die Chance, Revanche zu nehmen – allerdings gegen einen anderen Gegner. Sinner zeigte zuletzt starke Leistungen und gilt als einer der formstärksten Spieler auf Sand. Sein Halbfinalsieg über Zverev in Monte Carlo untermauert diese Einschätzung.

Was kommt als Nächstes für Alcaraz und die French Open?

Alcaraz wird sich nun auf seine Genesung konzentrieren müssen. Die Verletzung am Handgelenk ist komplex, und eine überstürzte Rückkehr könnte langfristige Schäden verursachen. Der Spanier ist erst 20 Jahre alt und hat noch viele Jahre vor sich, doch der Druck, bei Grand Slams zu dominieren, ist enorm. Die French Open hingegen müssen ohne ihren Titelverteidiger auskommen. Das Turnier verspricht dennoch Spannung: Mit Djokovic, Sinner, Zverev und Nadal (sofern er fit ist) bleibt das Feld hochkarätig besetzt. Die Auslosung wird zeigen, ob es zu frühen Duellen der Favoriten kommt.

Ein offenes Rennen um den Titel in Paris

Die Absage von Carlos Alcaraz macht das French Open 2024 zu einem der offensten Grand-Slam-Turniere der letzten Jahre. Während Novak Djokovic als Rekordsieger gesetzt ist, drängen junge Spieler wie Jannik Sinner und Alexander Zverev nach vorne. Auch Rafael Nadal, der in diesem Jahr kaum gespielt hat, könnte noch einmal seine Klasse zeigen. Doch die größte Frage bleibt: Wer wird die Lücke füllen, die Alcaraz hinterlässt? Die Antwort wird sich in den kommenden zwei Wochen in Paris zeigen. Eines ist sicher: Das Turnier wird ohne den Spanier nicht an Spannung verlieren.

Das Wichtigste

  • Carlos Alcaraz sagt die French Open 2024 aufgrund einer Handgelenksverletzung ab und gibt seinen Titel nicht zurück.
  • Alexander Zverev profitiert von Alcaraz' Ausfall und rückt in den Fokus der Favoriten, trotz einer klaren Niederlage gegen Sinner in Monte Carlo.
  • Jannik Sinner, der im Vorjahresfinale gegen Alcaraz verlor, ist nun einer der Hauptanwärter auf den Titel.
  • Rafael Nadal riet Alcaraz zum Verzicht, um kein Risiko einzugehen; Novak Djokovic äußerte Hoffnung für die Sandplatz-Saison.
  • Die French Open schütten ein Rekordpreisgeld aus und stehen wegen Kamera-Überwachung in der Kritik.
  • Das Turnier bleibt ohne Alcaraz hochkarätig besetzt, mit Djokovic, Sinner, Zverev und möglicherweise Nadal.
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