Sport

Arteta schwärmt von Bayern und PSG: „So etwas habe ich noch nie gesehen“

Arsenal-Trainer sieht seine Mannschaft im Champions-League-Halbfinale gegenüber den Münchnern und Parisern im Nachteil – und führt das auf die unterschiedliche Ligendichte zurück.

3 min
Arteta schwärmt von Bayern und PSG: „So etwas habe ich noch nie gesehen“
Arsenal-Trainer sieht seine Mannschaft im Champions-League-Halbfinale gegenüber den Münchnern und Parisern im Nachteil –Credit · Sport Bild

Die Fakten

  • Arsenal trifft im Champions-League-Halbfinale auf Atlético Madrid; Hinspiel endete 1:1.
  • Im anderen Halbfinale besiegte PSG Bayern München mit 5:4 – nie zuvor fielen in einem Halbfinale so viele Tore.
  • Arteta: „Die Qualität der beiden Mannschaften und die individuelle Qualität der Spieler – so etwas habe ich noch nie gesehen.“
  • Arsenals Startelf hat in dieser Saison bereits 32.508 Minuten gespielt.
  • In der Premier League und LaLiga gibt es 38 Spieltage, in der Ligue 1 und Bundesliga nur 34.
  • Arsenal gewann am Samstag 3:0 gegen Fulham und führt die Tabelle mit 76 Punkten an, sechs mehr als Manchester City.
  • City hat ein Spiel weniger und spielt am Montag bei Everton.

Arteta vor dem Halbfinal-Rückspiel: Arsenal unter Druck

Mikel Arteta steht mit dem FC Arsenal vor einem entscheidenden Spiel. Am Dienstagabend empfangen die Gunners Atlético Madrid zum Rückspiel des Champions-League-Halbfinals. Das Hinspiel endete 1:1, ein Sieg ist Pflicht, um ins Finale einzuziehen. Der spanische Trainer weiß, dass seine Mannschaft gegen einen erfahrenen Gegner bestehen muss. Doch Artetas Blick schweift auch zum anderen Halbfinale. Dort treffen Bayern München und Paris Saint-Germain aufeinander – ein Duell, das ihn tief beeindruckt hat. „Die Qualität der beiden Mannschaften und vor allem die individuelle Qualität der Spieler – so etwas habe ich noch nie gesehen“, sagte Arteta vor dem Spiel gegen Fulham.

Spektakel in München: 5:4 zwischen Bayern und PSG

Das Hinspiel zwischen Bayern und PSG endete mit einem atemberaubenden 5:4-Sieg für die Pariser. Nie zuvor in der Geschichte der Champions League fielen in einem Halbfinale so viele Tore. Die Partie bot alles: Führungswechsel, spektakuläre Einzelaktionen und eine dramatische Schlussphase. Arteta zeigte sich nicht nur von der Torflut überrascht, sondern auch von der körperlichen Frische der Spieler. „Wenn ich mir die Spielminuten und die Frische dieser Spieler ansehe, bin ich nicht überrascht“, erklärte der Arsenal-Coach. Er deutete an, dass die Belastung der Spieler in den verschiedenen Ligen eine entscheidende Rolle spielt.

Der „Unterschied wie Tag und Nacht“: Ligendichte als Wettbewerbsnachteil

Arteta führte die Überlegenheit von Bayern und PSG auf einen strukturellen Unterschied zurück: die Anzahl der Ligaspiele. In der Premier League und der spanischen LaLiga bestreiten die Teams 38 Spieltage, weil 20 Mannschaften teilnehmen. In der französischen Ligue 1 und der deutschen Bundesliga sind es nur 34 Spieltage bei 18 Teams. „Um so viel Qualität zu liefern, muss man topfit sein, und der Unterschied zwischen den Ligen und der Art und Weise, wie sie miteinander konkurrieren, ist wie Tag und Nacht“, sagte Arteta. Arsenals Startelf hat in dieser Saison bereits 32.508 Minuten auf dem Platz gestanden – eine Zahl, die die höhere Belastung in England verdeutlicht. Arteta forderte, man müsse sich die Statistiken genau ansehen. „Wir vergleichen zwei verschiedene Welten“, so der Trainer.

Arsenal in der Premier League souverän – aber mit Mehrbelastung

Am Samstagabend besiegte Arsenal den FC Fulham mit 3:0. Die Tore erzielten Viktor Gyökeres (9. Minute, 45.+4) und Bukayo Saka (40.). Mit 76 Punkten führt Arsenal die Tabelle an, sechs Punkte vor Manchester City. Der Verfolger hat jedoch ein Spiel weniger und trifft am Montag auf Everton. Sollte City gewinnen, schrumpft der Vorsprung auf drei Punkte. Die zusätzlichen Spiele in der Premier League könnten sich in der entscheidenden Phase der Saison bemerkbar machen. Arteta muss seine Spieler klug managen, um in beiden Wettbewerben konkurrenzfähig zu bleiben.

Ausblick: Kann Arsenal die doppelte Belastung stemmen?

Das Rückspiel gegen Atlético Madrid wird zeigen, ob Artetas Team trotz der höheren Belastung bestehen kann. Ein Finaleinzug wäre ein großer Erfolg, doch die Konkurrenz aus München und Paris wirkt derzeit übermächtig. Arteta selbst hat die Messlatte hoch gelegt: Seine Aussagen über die individuelle Qualität der Gegner lassen erahnen, dass Arsenal einen Schritt nach vorne machen muss. Die kommenden Wochen werden entscheiden, ob die Gunners den Spagat zwischen Meisterschaft und Champions League schaffen. Die Premier League ist noch nicht entschieden, und in Europa wartet mit Atlético ein unangenehmer Gegner. Arteta bleibt optimistisch, aber die Fakten sprechen eine klare Sprache: Die Belastung in England ist höher, und das könnte am Ende den Ausschlag geben.

Das Wichtigste

  • Arteta sieht Arsenal aufgrund der höheren Ligendichte in der Premier League im Nachteil gegenüber Bayern und PSG.
  • Das 5:4 zwischen Bayern und PSG war das torreichste Halbfinale der Champions-League-Geschichte.
  • Arsenals Startelf hat in dieser Saison bereits 32.508 Minuten gespielt – deutlich mehr als die Stars der Konkurrenz.
  • Arsenal führt die Premier League mit 76 Punkten an, hat aber ein Spiel mehr absolviert als Verfolger Manchester City.
  • Das Rückspiel gegen Atlético Madrid am Dienstag entscheidet über den Finaleinzug.
Galerie
Arteta schwärmt von Bayern und PSG: „So etwas habe ich noch nie gesehen“ — image 1Arteta schwärmt von Bayern und PSG: „So etwas habe ich noch nie gesehen“ — image 2
Mehr dazu