Drei Wetterwelten in Deutschland: Kühler Norden, Gewitter im Süden
Eine markante Luftmassengrenze spaltet Deutschland: Während der Norden unter kühler, grauer Luft bleibt, drohen im Süden und in der Mitte kräftige Gewitter mit Starkregen.

GERMANY —
Die Fakten
- Am Dienstag, 5. Mai 2026, herrscht in Deutschland eine Luftmassengrenze.
- Im Norden und Nordwesten ist es heiter bis wolkig und trocken, Temperaturen um 11 Grad.
- Im Süden und Südosten steigen die Temperaturen auf bis zu 27 Grad.
- Ab dem Nachmittag ziehen im Süden und in der Mitte kräftige Gewitter mit Starkregen auf.
- Die Gewitter können bis in die Nacht zum Mittwoch andauern.
- Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt laufend Unwetterwarnungen heraus.
- In den Folgetagen bringt ein Tief weitere Niederschläge, bevor ein Zwischenhoch für Stabilisierung sorgt.
- Die Waldbrandgefahr nimmt aufgrund der Niederschläge ab.
Luftmassengrenze spaltet das Land
Deutschland erlebt am Dienstag eine Wettersituation, die Meteorologen als „drei Wetterwelten“ bezeichnen. Eine markante Luftmassengrenze trennt kühle, feuchte Luft im Norden von warmer, instabiler Luft im Süden. Während an der Nordsee und in Südostbayern zeitweise die Sonne scheint, dominiert im Rest des Landes dichte Bewölkung. Im Nordosten fällt zunächst Regen, später ziehen von Südwesten her teils kräftige Schauer und Gewitter auf. Die Temperaturen schwanken extrem: An der Küste werden kaum 11 Grad erreicht, während in Südostbayern bis zu 27 Grad möglich sind. Diese Spanne von 16 Grad verdeutlicht die Schärfe der Wetterfront.
Gewitter und Starkregen im Süden und in der Mitte
Ab dem Nachmittag nimmt die Gewitteraktivität im Süden und in der Mitte Deutschlands deutlich zu. Örtlich sind kräftige Gewitter mit Starkregen möglich, die bis in die Nacht zum Mittwoch andauern können. Der Deutsche Wetterdienst hat entsprechende Warnungen herausgegeben und aktualisiert diese laufend. Besonders betroffen sind Regionen, in denen die warme Luft auf die kühlere Luftmasse trifft. Dort können die Gewitter lokal sehr heftig ausfallen. Die Unwetterkarte des DWD zeigt für diese Gebiete die höchste Warnstufe an.
Waldbrandgefahr sinkt – Entspannung in Bayern
Die angekündigten Niederschläge bringen eine willkommene Entspannung für die Waldbrandlage in Deutschland. Zuvor hatte die Trockenheit zu zahlreichen Waldbränden geführt, in Bayern war sogar der Katastrophenfall ausgerufen worden. Experten hatten vor einer ungewöhnlich trockenen Lage gewarnt. Mit den Regenfällen nimmt die Waldbrandgefahr nun ab. Allerdings bleibt die Niederschlagsverteilung ungleich: Während im Süden und in der Mitte ergiebiger Regen fällt, bleibt es im Norden vergleichsweise trocken. Die langfristige Entspannung der Lage hängt von weiteren Niederschlägen ab.
Aussichten: Tiefdruckzone bleibt wetterbestimmend
In den kommenden Tagen bestimmt ein Tiefdruckgebiet über West-, Nord- und Mitteleuropa das Wetter in Deutschland. Es bringt weitere Niederschläge und kühlere Luft, bevor sich voraussichtlich ein Zwischenhoch durchsetzt. Die Temperaturen werden kurzzeitig etwas einbrechen, bevor erneut Wärme und Gewitter möglich sind. Der 7-Tage-Trend zeigt einen Wechsel aus Regen, Wolken und kurzen sonnigen Abschnitten. Für das Wochenende zeichnet sich eine allmähliche Stabilisierung ab, doch die Unsicherheit in den Prognosen bleibt hoch.
Gesundheitswetter: Pollen und UV-Belastung im Blick
Die wechselhafte Wetterlage hat auch Auswirkungen auf das Gesundheitswetter. Während die Pollenbelastung durch die Niederschläge vorübergehend sinkt, steigt die UV-Belastung in den sonnigen Phasen im Süden an. Der Deutsche Wetterdienst bietet täglich aktualisierte Informationen zu Pollen, Ozon und UV-Index. Besonders Allergiker sollten die wechselnden Bedingungen im Auge behalten. Die Luftmassengrenze führt zu starken lokalen Unterschieden, sodass die Belastung von Ort zu Ort variieren kann.
Europäische Wetterlage: Tiefdruckzone dominiert
Die Wetterlage in Deutschland ist eingebettet in ein großräumiges Tiefdruckgebiet, das weite Teile West-, Nord- und Mitteleuropas überdeckt. In vielen europäischen Städten zeigt sich das Wetter wechselhaft: In Paris ist es bedeckt bei 13 Grad, in Rom fällt leichter Regen bei ebenfalls 13 Grad, und in Genf regnet es bei 11 Grad. Nur im Süden Europas, etwa auf Gran Canaria, scheint bei 18 Grad die Sonne. Die kühle Luft aus Nordwesten sorgt auch in Skandinavien für winterliche Temperaturen: In Reykjavik wurden minus 2 Grad gemessen. Die Großwetterlage verspricht vorerst keine grundlegende Änderung.
Das Wichtigste
- Eine Luftmassengrenze teilt Deutschland: kühler Norden (11 °C) versus warmer Süden (27 °C) mit Gewittern.
- Kräftige Gewitter mit Starkregen sind im Süden und in der Mitte bis in die Nacht zum Mittwoch möglich.
- Die Waldbrandgefahr sinkt durch die Niederschläge, nachdem zuvor in Bayern der Katastrophenfall herrschte.
- Ein Tiefdruckgebiet bestimmt das Wetter in den nächsten Tagen, bevor ein Zwischenhoch für Stabilisierung sorgt.
- Das Gesundheitswetter variiert stark: Pollenbelastung sinkt, UV-Belastung in sonnigen Phasen steigt.
- Die europäische Wetterlage ist von einem großräumigen Tief geprägt, das kühle und feuchte Luft bringt.







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